Samstag, 23. September 2017
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Tulpenfelder in Jammu und Kashmir

Jammu und Kashmir

Jammu und Kashmir ist der nördlichste Bundesstaat Indiens, der sowohl an Pakistan als auch an die Volksrepublik China grenzt. Insgesamt beheimatet der Staat 12.541.302 Menschen auf einer Fläche von 222.236 km². Die Landesregierung hat ihren Sitz im Sommer in Srinagar und im Winter in Jammu. Der Bundesstaat besteht aus drei sehr unterschiedlichen Regionen. Kashmir im Westen mit überwiegend muslimischer Bevölkerung, Jammu im Süden mit meist hinduistischer Bevölkerung und Ladakh im Norden, wo die tibetisch-buddhistische Kultur weit verbreitet ist.

Geschichte

Bis 1947 war Jammu & Kashmir ein Fürstentum, das von dem Hindu Maharadscha Hari Singh regiert wurde. Bei der Unabhängigkeit Indiens entschied Hari Singh sich zum Zusammenschluss mit Indien. Seit dieser Zeit herrscht eine bittere Feindschaft zwischen Indien und Pakistan, die zu zwei Kriegen (1947-1949, 1965) um die umstrittene Region geführt hat. Zu einer weiteren heftigen Auseinandersetzung kam es bei dem sogenannten Kargil Konflikt von 1999. Bis heute ist Jammu & Kashmir weltweit eine der am stärksten militarisierten Zonen.

Wirtschaft

Obwohl der Industrie- und Dienstleistungssektor schnell wächst, stützt sich die Wirtschaft der Region überwiegend auf die Vieh- und Landwirtschaft. So wurde Jammu & Kashmir zur landwirtschaftlichen Exportzone für Äpfel und Walnüsse erklärt. Viele Einwohner der Region sind jedoch auch im Kunsthandwerk, als traditionellem Industriezweig, tätig. Die typischen Kunsthandwerksprodukte der Region sind: Pappmaché, Holzschnitzereien, Tücher und Stickereien. Es ist insbesondere der Verdienst der ansässigen Teppichindustrie, dass beachtliche Mengen an Devisen ins Land fließen. Zudem haben in jüngster Zeit mehrere Konsumgüterhersteller Produktionsstätten in Jammu & Kashmir eröffnet.

Städte und Sehenswürdigkeiten

  • Kishtwar National Park

Tourismus

Vor der Zuspitzung der “Kashmir-Krise” 1989 war der Tourismus ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor der Region und Urlaub in Kashmir war zu der Zeit ein Synonym für Flitterwochen. Trotz des Rückgangs im Fremdenverkehr sind Jammu und Ladakh wegen ihrer landschaftlichen Schönheit und ihren zahlreichen Gewässern immer noch beliebte Touristenziele des Bundesstaates.
Besonders die beiden Feste Sindhu Darsan im Juni und das Ladakh Festival am 15. September ziehen viele Besucher an.

Klima und Geographie

Die Landschaft des nördlichsten Bundesstaates ist von Bergen, Flüssen und Wäldern geprägt. Geographisch lässt sich die Region in vier verschiedene Zonen einteilen. So gibt es die Gebirgszone und die bergige Hochebene, die auch unter dem Namen “Kandi Belt” bekannt ist. Die zweite Zone umfasst verschiedene Hügel, zu denen auch der Shivalik Höhenzug gehört. Die Berge des Kashmir Valley, sowie der Pir Panchal Höhenzug bilden die dritte Zone. Der Tibetan Tract von Ladakh und Kargil wird der vierten Zone zugeordnet. Das Klima im Südwesten des Bundesstaates ist trocken, während in der Mitte ein Streifen mit feucht gemäßigtem Klima vorzufinden ist und im Norden kaltes und feuchtes Wetter vorherrscht.

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