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Spielfilmpreis für ‚The Great Indian Kitchen‘ Foto: Indisches Filmfestival Stuttgart

Gewinner des 18. Indischen Filmfestivals Stuttgart

Spielfilmpreis für ‚The Great Indian Kitchen‘ Foto: Indisches Filmfestival Stuttgart

German Star of India für Regisseur Jeo Baby

Der gesellschaftskritische Spielfilm ‚The Great Indian Kitchen‘ von Regisseur Jeo Baby ist am Samstag vom 18. Indischen Filmfestival Stuttgart mit dem ‚German Star of India‘ in der Kategorie Spielfilm ausgezeichnet worden. Der begehrte Filmpreis ist mit 4.000 Euro dotiert. Die mit 1.000 Euro dotierte Trophäe für den besten Kurzfilm erhielt Regisseurin Ambiecka Pandit für ‚Custody‘. In der Kategorie Dokumentarfilm fiel die Wahl der Jury auf ‚Watch over me‘ von Regisseurin Farida Pacha. Mit einer Lobenden Erwähnung wurde der Dokumentarfilm ‚Borderlands‘ von Regisseur Samarth Mahajan ausgezeichnet. Den ebenfalls mit 1.000 Euro dotierten ‚Director’s Vision Award‘ bekam Regisseur Girish Kasaravalli für seinen Spielfilm ‚Illiralare Allige Hogalaare – Can neither stay here or journey beyond’.
Schauplatz der Preisverleihung war der zoologisch-botanische Garten Wilhelma in Stuttgart.
Paten der Filmpreise waren indische Tiere und Pflanzen aus der Wilhelma.

Der mit 1.000 Euro dotierte ‚Publikumspreis‘ steht erst zum Ende des fünftägigen Online-Festivals fest und wird am Montag, 26. Juli 2021, bekanntgegeben. Wegen der Corona-Pandemie musste Europas größtes indisches Filmfestival erneut in ein digitales Kino ausweichen. Allerdings gab es drei Festivalfilme auch auf der Kinoleinwand im Stuttgarter Cinema zu sehen.

Spielfilmpreis für ‚The Great Indian Kitchen‘

Regisseur Jeo Baby überzeugte die dreiköpfige Jury mit seinem Spielfilm The Great Indian Kitchen‘: „Er ist eine Hommage an die junge und starke indische Ehefrau, die aus alten Traditionen und Strukturen auszubrechen versucht und sich nach Wertschätzung und Selbstentfaltung sehnt. Jeo Baby schafft es eindrucksvoll, jeden einzelnen Charakter in der beklemmenden Routine zwischen Hausarbeit, indischer Kochkunst und dem aufopferungsvollen Dienst an Ehemann und Schwiegervater deutlich herauszuarbeiten.“ Sein aktueller Film schaffe es auch, die blinden Flecken der alltäglichen Ungerechtigkeit an einer Hausfrau hervorzuheben, die sowohl von den Frauen als auch von den Männern des Hauses immer als selbstverständlich angesehen werden.

‚Custody‘ von Regisseurin Ambiecka Pandit, die Gewinnerin in der Kategorie Kurzfilm, verwendet nach Auffassung der Jury „einen Strauß interessanter Techniken, um eine Stimmung mit großartigen Kompositionen und Blicken zu erzeugen.“ Im Gewinnerfilm geht es um uralte Freundschaften, die auf die Probe gestellt werden, während das Leben eines Babys auf dem Spiel steht.

Jeo Baby, Foto: Indisches Filmfestival Stuttgart
Jeo Baby, Foto: Indisches Filmfestival Stuttgart

‚Watch Over Me‘ von Regisseurin Farida Pacha beeindruckte die Dokumentarfilm-Jury, weil er „dem Zuschauer Lektionen in Geduld und Empathie erteilt – Werte, die sowohl im Leben als auch beim Filmemachen notwendig sind. In Schwarz-Weiß gedreht, lässt die Strenge den Film nie sein Ziel verlieren: die Würde der Sterbenden und ihrer Familien zu wahren.“ Der Film schildert den Alltag eines Teams, das für eine Organisation für Palliativbetreuung in Neu-Delhi arbeitet: Begleitperson, Pflegekraft und Ärztin.

Der Dokumentarfilm ‚Borderlands‘ von Regisseur Samarth Mahajan erhielt eine Lobende Erwähnung. Der Film zeige, so die Begründung der Jury, eine Bandbreite gut ausgewählter und einfühlsamer Geschichten, die einzigartig an den Grenzen Indiens angesiedelt sind, aber in ihrer Menschlichkeit universell werden.

Der ‚Director’s Vision Award‘ zeichnet einen Spielfilm aus, der das Zeug zum großen Filmklassiker zu werden. Regisseur Girish Kasaravalli bringe, so die Jury, in ‚Illiralare Allige Hogalaare – Can neither stay here or journey beyond’ subtil und vielschichtig eine ergreifende Geschichte von Entfremdung und Klassenunterschieden zum Ausdruck.

Festivalleiter Oliver Mahn vom veranstaltenden Filmbüro Baden-Württemberg hofft, dass das 19. Indische Filmfestival Stuttgart, das vom 20. bis 24. Juli 2022 das moderne indische Kino in die baden-württembergische Landeshauptstadt holt, wieder im Kinosaal und mit zahlreichen Filmgästen aus Indien gefeiert werden kann.

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