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Arunachal Pradesh

Der Bundesstaat Arunachal Pradesh liegt im äußersten Nordosten Indiens und grenzt an Bhutan, die Volksrepublik China und Myanmar (früher Burma). Es handelt sich um eine der beiden von China und Indien umstrittenen Regionen. Der Staat nimmt eine Fläche von 83.743 km² ein und hat 1.383.727 Einwohner. Die Hauptstadt Itanagar befindet sich im Südwesten des Staates, nahe der Grenze zum benachbarten Bundesstaat Assam.

Geschichte

Die Mehrzahl der Völker, die Arunachal Pradesh bewohnen, hatten bis ins 20. Jh. hinein keine Schrift. Aus diesem Grund existieren aus dieser Zeit, außer den mündlichen Überlieferungen, kaum geschichtliche Zeugnisse. Ruinen, die an den Gebirgsausläufern des Himalayas gefunden wurden, stammen aus der Zeit des frühen Christentums.
Die moderne Geschichte Arunachal Pradeshs beginnt 1826 mit der britischen Kolonialherrschaft in Assam. Vor 1962 war die Region weithin als North East Frontier Agency (NEFA) bekannt und gehörte zu Assam. Aufgrund seiner wichtigen strategischen Position wurde das Gebiet zunächst vom Außenministerium und ab 1665 vom Innenministerium verwaltet. 1972 wurde die Region zum Unionsterritorium ernannt und im Februar 1987 als 24. Staat in die Indische Union eingegliedert.

Wirtschaft

Hauptstütze der Wirtschaft Arunachal Pradeshs ist die Landwirtschaft. In der Region wird überwiegend Wechselwirtschaft betrieben. Zu den wichtigsten Anbauprodukten gehören Äpfel, Orangen und Ananas.
Der Bundesstaat ist reich an Bodenschätzen wie Kohle, Ton, Marmor, Kalkstein, Graphit & Pyrit und beherbergt daher Unternehmen, die im Abbau und der Verarbeitung der Rohstoffe tätig sind. Daneben geht ein nennenswerter Teil der Bevölkerung Arunachal Pradeshs dem Kunsthandwerk nach. Dazu zählen Holzschnitzereien, Körbe aus Bambus und Schilf, Webereiprodukte und Metallarbeiten.

Städte und Sehenswürdigkeiten

Tourismus

Die weit gestreuten archäologischen Überreste zeugen vom reichen kulturellen Erbe Arunachal Pradeshs. Dazu zählen das 400 Jahre alte Tawang Kloster und die archäologischen Ausgrabungsstätten in Malinithan und Itanagar. Jedoch können Besucher auch die landschaftliche Schönheit der Region genießen. Sie zeichnet sich durch schneebedeckte Berggipfel, malerische Seen wie etwa Ganges & Sela, Wiesen in sattem grün und die artenreiche Flora und Fauna in den Naturschutzgebieten und Nationalparks aus. Es ist auch möglich die Landschaft aktiv beim Angeln, Rafting, Trekking oder Wandern zu entdecken. Blumenliebhaber kommen in Arunachal Pradesh ganz besonders auf ihre Kosten, da der Staat für seine Orchideen bekannt ist. Sie kommen dort in einer außergewöhnlichen Vielfalt von mehr als 600 Arten vor.

Klima & Geographie

Arunachal Pradesh reicht von den Ausläufern der östlichen Himalayas bis zu deren Gipfeln. Der Fluss Siang (auf indischer Seite Brahmaputra) durchfließt den Staat in einem tiefen Tal aus Richtung China.
In den oberen Regionen der Himalayas ist alpines Klima vorherrschend. In niedriger gelegenen Regionen ist das Klima gemäßigt und in den Niederungen herrscht feuchtes subtropisches Klima mit heißen Sommern und milden Wintern. Zwischen Mai und September kommt es zu heftigen Niederschlägen. Die Jahresniederschlagsmenge variiert je nach Lage zwischen 2.000 mm und 4.000 mm.