Reisetipp Indien: Holi-Fest in Neu-Delhi

Jedes Jahr im Frühling, wenn endlich der lange Winter vorbei ist und der extrem heiße Sommer noch nicht begonnen hat, feiern die Inder das Holi-Fest. Um an dem unvergleichlichen Farbenrausch teilzuhaben, lohnt sich die Reise nach Neu-Delhi. Denn die Stadt und die Region hat so viel zu bieten, dass Touristen die milden Frühlingstage rund um das Holi-Fest mit einer Rundreise im Mietwagen verbinden können. Die Vorbereitungen sollten sorgfältig sein und genügend zeitlichen Vorlauf haben. Denn neben dem Visum für Indien müssen sich Touristen vorsorglich impfen lassen. Unter auswaertiges-amt.de ist zu lesen:

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und gegebenenfalls zu vervollständigen. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Polio (Kinderlähmung), ggf. auch Masern, Mumps, Röteln (MMR) und gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken.

 

Das alles kostet Zeit. Ein halbes Jahr im Voraus zu planen sollten Indien-Reisende als Minimum ansehen und lieber bereits ein Dreivierteljahr vorher beginnen. Dann bleibt neben den organisatorischen Aufgaben noch viel Zeit, sich auf das Holi-Fest in Delhi und das Taj Mahal im 200 km entfernten Agra zu freuen.

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Reisevorbereitungen für Indien

Bereits angesprochen wurden die zwei Punkte Visum und Impfschutz, um die sich Reisende kümmern müssen, wenn sie nach Indien wollen. Es hat sich bewährt, die Tickets für den Flug schon früh zu buchen, denn so manche Airline bietet für Frühbucher günstige Preise an. Pauschalreisen, die Hotel und Flug koppeln, sind die komfortable Art, den Urlaub in Indien zu verbringen. Der große Vorteil daran ist, dass im deutschen Reisebüro alle Leistungen vorab gebucht werden können, das erspart mitunter vor Ort eine aufwändige Suche nach einem Hotel, das in etwa den gewohnten europäischen Standards entspricht.

Von den europäischen Standards sollten sich Indien Reisende allerdings trotzdem verabschieden, denn vier Sterne in Indien sind nicht gleichzusetzen mit vier Sternen in Deutschland oder Europa. Zu den beliebtesten Hotels in Delhi unter deutschen Gästen zählen unter anderem die Hotels Smyle Inn, Hotel Amax Inn, das Hilton Garden Inn und das Hotel City Star. Von Deutschland aus online gebucht werden Zimmerraten zwischen 30 € und 180 € fällig, je nach Angebot, Kategorie und gewähltem Hotel.

In Indien mobil: Mietwagen buchen

Vorab einen Mietwagen zu buchen ist eine gute Option, um transparente Kostenvergleiche zu ziehen. Nutzen User online dafür Verivox.de, können sie als Abholort zum Beispiel direkt den Flughafen angeben und von dort aus direkt Richtung Hotel aufbrechen. Wer sich lieber zuerst akklimatisieren möchte, bevor er sich in den indischen Straßenverkehr begibt, entscheidet sich für eine andere Mietwagenstation. Das ist sicherlich nicht die schlechteste Entscheidung, denn der Straßenverkehr in der Großstadt Neu-Delhi ist für Neulinge ein unüberschaubares Chaos.

Falls die Verivox-Datenbank für den gewünschten Reisezeitraum keine Ergebnisse liefert, ist es empfehlenswert, die Buchungshotline anzurufen und dort um eine Reservierung zu bitten. Dann kann auch gemeinsam geklärt werden, welcher Abholort am besten geeignet ist. Auf adac.de gibt es Hinweise zu den geltenden Verkehrsregeln in Indien.

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Holi-Fest: Mit geballter Farbkraft den Frühling begrüßen

Zum Holi-Fest versammeln sich Inder und Touristen, um zusammen zu feiern. Eigentlich ist es ein religiöses Fest, das seine Wurzeln in Nepal und Indien hat. Es ist so ähnlich wie mit unserem deutschen Karneval: Das Gute siegt über das Böse und der Frühling vertreibt den Winter. Auf den Straßen läuft jedermann mit Beuteln voller Farbpulver herum. Und die Farben sind extrem haltbar. Deshalb sollten Touristen daran denken, alte Kleidung anzuziehen oder Kleidung zu tragen, die sie getrost wegschmeißen können. Die Farbe lässt sich nämlich nicht ohne Weiteres entfernen.

Ruft ein Inder „Holi Hai!“ dann erinnert das ein wenig an „Helau“ oder „Alaaf“ und kurz darauf fliegen auch schon die Farbbeutel. Hinterher kommt ein Schwall Wasser, der die Farbe in Haut und Kleidung einwäscht. Auch Tage später sind Menschen auf den Straßen unterwegs, die ein pinkes, gelbes oder grünes Gesicht haben oder an anderen Körperstellen durch farbige Akzente auffallen. Selbst die Polizisten, die den Verkehr auf den chaotischen Kreuzungen regeln, sind nicht vor dem Farb-Bomben gefeit.

Über allem schwebt eine ausgelassene Stimmung, ganz untypisch für viele Inder, die zwar durchaus freundlich sind, doch sich im Alltag eher selten unkonventionell verhalten. Viel zu tief ist das Kastensystem der Hindus in ihnen verankert, über deren Hintergründe die Bundeszentrale für politische Bildung unter bpb.de informiert.

5-Tage-Rundreise: Routenvorschlag ab Delhi

Eine Rundreise mit dem Mietwagen rund um Delhi zu machen, ist ein echter Abenteuertrip, der sich tief ins Gedächtnis brennt. Indien ist ein Land der Gegensätze. Arm und Reich leben Tür an Tür, die Ärmsten der Armen leben in Slums, können weder lesen noch schreiben. Das Regierungsviertel in Neu-Delhi ist von geschmiedeten Metallzäunen rund um die strahlend weißen Villen und Paläste gekennzeichnet, an deren Fuß Bettler und Händler dicht gedrängt sitzen. Auch außerhalb Delhis gibt es viel zu sehen und wer 5 Tage Zeit hat, dem ist diese Route zu empfehlen:

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  • Neu-Delhi/Old-Delhi: Die Hauptstadt hat über 16 Millionen Einwohner, ein unerschöpfliches Angebot kulturhistorischer Stätten und bietet Besuchern vielfältige Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel diese: Rotes Fort, National Gallery of Modern Art, Lotustempel, Humayun-Mausoleum
  • Agra: Die Stadt ist Sitz vom Taj Mahal, dem wohl berühmtesten Bauwerk Indiens. Ebenfalls sehenswert sind der Palast von Shah Japan und die Freitagsmoschee.
  • Fatehpur Sikri: Einstiger Sitz der Regierung, Stadt mit vielen Baudenkmälern, geschützt durch die UNESCO.
  • Jaipur/Amber: Das Fort von Amber stammt aus dem Jahr 1590, besonders sehenswert ist der spektakuläre Spiegelsaal. Die Stadt selbst ist noch viel älter. Sie war bereits im 10.Jh. eine wichtige Handelsstadt in Indien und atmete an jeder Ecke Geschichte.

Die Route umfasst knapp 1.000 km und ist unter Berücksichtigung der Straßenverhältnisse gut zu schaffen. Wer mag, macht einen Abstecher in den Sariska Nationalpark. Dieser liegt im Aravalligebirge, das unter anderem bengalische Tiger, Schakale, Hyänen, Gazellen und Antilopen beherbergt. Eine geführte Tour mit einem erfahrenen Ranger ist ein Muss.

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