Mittwoch, 20. September 2017
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Deutsch-indische Start-ups: Botschafter Gurjit Singh bei seiner Rede auf der Veranstaltung
Indiens Botschafter Gurjit Singh bei der Veranstaltung „Indo-German Start-up Landscape and Opportunities“ am 25. Oktober 2016 in der Indischen Botschaft in Berlin.

Startschuss für deutsch-indische Start-ups

In der deutsch-indischen Start-up-Szene gab es jüngst einen bedeutenden Schritt hin zu mehr Zusammenarbeit und der Nutzung von Synergien der Start-ups im gemeinsamen Arbeiten. Deutsche Investoren, Risiko- und Startkapitalfonds zeigten ebenso ein großes Interesse daran, in indische Start-ups zu investieren. Dies nahm die Indische Botschaft in Berlin zum Anlass, unter dem Titel „Indo-German Start-up Landscape and Opportunities“ eine auf dieses Thema fokussierte Wirtschaftsveranstaltung zu organisieren, die am 25. Oktober 2016 mit Unterstützung der Bertelsmann Stiftung, des Bundesverbandes deutsche Startups e. V. und der Confederation of Indian Industry (CII) stattfand. Das Event, an dem viele deutsche Start-ups, Investoren, Beschleuniger und Risikokapitalfonds teilnahmen, schuf eine Plattform, um indische und deutsche Start-ups zusammenzubringen und um das besondere Potenzial der Zusammenarbeit beider ins rechte Licht zu rücken.

Während der Veranstaltung gab es auch Pitching Sessions, in denen verschiedene Start-ups ihre Konzepte und Ideen präsentieren konnten. Ein spezieller Fokus des Events war auf zwei Podiumsdiskussionen zu den Themen „Expectation Mapping to Connect Indo-German Start-Ups“ und „Bridging the Funding and Innovation Gap“ gerichtet. Aus Indien ist zurzeit eine Delegation von Start-ups in Berlin, damit sie an der Veranstaltung teilnehmen konnten. Im Anschluss an die Veranstaltung treffen die Mitglieder der indischen Delegation mithilfe der Unterstützung durch die Indische Botschaft und die Veranstaltungspartner in den beiden darauffolgenden Tagen verschiedene deutsche Start-up-Mitglieder, Investoren, Startkapitalgeber und relevante Stakeholder. Zu der indischen Delegation gehören unter anderem Tushar Ahluwalia (Gründer von StalkbuyLove), Arunprasad Durairaj (Mitgründer von Flintobox), Vishwajith Adukkadukkam (Mitgründer von Foradian) und Neeraj Shetty (Gründer von Recycle Impact).

Deutsch-indische Start-ups: Podiumsdiskussion
Teilnehmer der Podiumsdiskussion auf der Veranstaltung „Indo-German Start-up Landscape and Opportunities“

Suresh Chitturi, Mitglied des CII National Start-Up Council, stellte die indischen Start-up-Landschaft vor und hob die Unterstützung für Start-ups hervor, welche die indische Regierung Gründern mit ihrer Start-Up India Mission zukommen lässt. Außerdem verwies er auf einige Unternehmungen, die bereits erfolgreich internationale zusammenarbeiten, wie das Perfect Day Café am Frankfurter Flughafen, Frankfurter Hauptbahnhof und in Wiesbaden, eine Start-up-Zusammenarbeit zwischen einer südindischen Kaffeeplantage und einem deutschen Unternehmen (www.myperfectday.de).

Der indische Botschaft Gurjit Singh betonte, dass man nun Kapital aus dem derzeitigen Fokus der deutsch-indischen Zusammenarbeit – wie Qualifizierung, Bildung und Ausbildung, Umweltschutz etc. – ziehen könne und sozialverträgliche hochklassige Start-ups in diesen Bereichen unterstützen sollte. Die deutschen Start-ups und Investoren, die bei der Veranstaltung anwesend waren, bestätigten, dass sich das Geschäftsumfeld in Indien für sie verbessert habe, und sie bestätigten, dass sie nun ein stärkeres Interesse daran hätten, mit indischen Start-ups zusammenzuarbeiten.

Deutsch-indische Start-ups: Vorstellung der Publikation "India - The Growing Story"
Vorstellung der Publikation “India – The Growing Story”

Bei der Veranstaltung wurde auch eine besondere Wirtschaftspublikation der Indischen Botschaft in Deutschland vorgestellt: „India – The Growing Story“. Sie hebt die verschiedenen derzeit laufenden Initiativen und nationalen Programme der indischen Regierung hervor und zeigt, wie die deutsch-indische Partnerschaft sich rasant weiterentwickelt, um das immense Potenzial, das in diesen Initiativen schlummert, zu heben.

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