Dienstag, 21. November 2017
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Kulturelle Barrieren durchbrechen – Neugründung des Vereins AMIKAL

Der im Oktober 2012 neu gegründete AMIKAL e.V. will sich künftig für eine positive Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Kulturen stark machen. Sein Ziel ist die interkulturelle Integration von Menschen in einer transkulturellen Gesellschaft. „amikal“ bedeutet freundschaftlich und dem Verein geht es um ein Aufeinanderzugehen, ein sich die Hand reichen, um das Finden von Gemeinsamkeiten in den Unterschieden und auch um das Gefühl dazuzugehören.

AMIKAL möchte Kenntnisse über andere Traditionen vermitteln und neue Perspektiven eröffnen. Das Angebot des Vereins beinhaltet verschiedene Sprachkurse, wie z. B. Portugiesisch, Griechisch, Deutsch als Fremdsprache, Spanisch, Polnisch, Persisch und Hindi. Außerdem werden Workshops u. a. zu Themen wie gewaltfreie Kommunikation, Mediation, Supervision oder Anti-Bias-Training angeboten. Die Kurse und Veranstaltungen werden sich jeweils mit einem speziellen Kulturkreis beschäftigen, wie landesspezifischen Kochkursen oder kulturbezogenen Lesungen und Diskussionen. Ein besonderer kultureller Schwerpunkt der Vereinsarbeit wird Indien sein. Das gemeinsame Begehen wichtiger Feiertage steht außerdem im Fokus.

[pullquote]Weitere Informationen:
AMIKAL Center for Educational and Cultural Exchange e. V.
Ansprechpartnerin Anjana Singh
Mobil: 0176/24 25 21 83
E-Mail: [email protected]
www.amikal.org[/pullquote]

Der Verein kämpft gerade um die Anerkennung der Gemeinnützigkeit. Er hofft auf Unterstützung in Form von Sponsoren, Fördermitgliedern und freiwilliger Mitarbeit. Ein großes Maß an ehrenamtlichem Einsatz gehört dazu, die gemeinsame Idee in konkrete Vereinsarbeit umzuwandeln. So sucht der Verein noch nach geeigneten Räumen, in denen man ein kleines Büro sowie ein oder zwei Seminarräume unterbringen kann, die bezahlbar sind.

Das Angebot an Sprachkursen, die von Muttersprachlern unterrichtet werden, soll unter anderem all jene Sprachinteressierte erreichen, die die entsprechenden Kurse an den Berliner Universitäten nicht mehr belegen können, da diese nur Studenten zugänglich sind.

Anjana Singh, die Vereinsvorsitzende, hat durch ihre eigenen Erfahrungen hier in Deutschland schon immer im Dialog mit verschiedenen Kulturen gestanden. Dabei hat sie  Schwierigkeiten der Integration beobachtet, oft über die Sprachbarriere hinaus bis hin zum Mangel an deutschsprachigen Freunden und einem positiven Umfeld, das die Partizipation am gesellschaftlichen Leben erleichtert hätte. Das Miteinander und nicht das Nebeneinander von Unterschieden liegt ihr am Herzen. Ihre eigenen Erfahrungen möchte sie in die Vereinsarbeit einbringen und als Brückenbauerin Menschen miteinander vernetzen.

Die nächste Veranstaltung des Vereins im Februar 2013 ist eine Lesung der Herausgeber und Übersetzer des Buchs „Chili, Chai, Chapati“, einer Sammlung von Kurzgeschichten aus Indien, die ins Deutsche übersetzt wurden. Weiterhin findet ein interkulturelles Training zur Vorbereitung von Auslandsaufenthalten (Auslandssemester, Praktika, Entsendungen) in Spanien am 2. März 2013 statt.

 

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