Aus dem Film "TE3N", der bei der IndoGerman Filmweek in Berlin gezeigt wird. © Foto: Endemol India/Reliance

Kino aus Indien: IndoGerman Filmweek in Berlin

Auf der IndoGerman Filmweek in Berlin vom 14.07. bis 20.07.2016 zeigt das Babylon Kino in Berlin-Mitte wieder Highlights aus dem unerschöpflichen Filmpool des Subkontinents. Exklusiv kommt auch der Regisseur, Schauspieler, Sänger und Produzent Farhan Akhtar („Don 2“) als Stargast aus Indien zum Festival.

Farhan Akhtar exklusiv bei IndoGerman Filmweek

Farhan Akhtar kehrt quasi nach Berlin zurück, denn sein Action Sequel „DON 2“ mit Shah Rukh Khan in der Hauptrolle war 2010 der erste in Berlin gedrehte Bollywood-Film – und zwar einer mit riesigem Presseecho. „Don 2“ war im Kino im Ausland der erfolgreichste Bollywood Film des Jahres. Filmfans haben während des Festivals die Gelegenheit, acht seiner Filme zu sehen und am Samstag, den 16. Juli 2016, Farhan Akhtar persönlich zu treffen: Zur Preisverleihung des Cricket Cups um 15.45 Uhr, um 19 Uhr zum Panel „The New Bollywood“, zur Premiere um 21 Uhr der deutschen Synchronfassung von „Lauf, Mikkha, lauf“ und zum anschließenden Meet & Greet. In „Lauf, Mikkha, lauf“ spielt Farhan Akhtar die Hauptrolle, Mikkha Singh, den Sportler und Olympioniken von 1960, der mit dem Spitznamen „Flying Sikh“ weltberühmt wurde.

Kino aus Indien: Aus dem Film "Lauf, Milkha, lauf!". © Foto: Romp Pictures/Viacom18
Aus dem Film „Lauf, Milkha, lauf!“. © Foto: Romp Pictures/Viacom18

Regisseur, Schauspieler, Sänger und  Produzent

Farhan Akhtar (geboren 1974 in Mumbai) gehört einer in Bollywood stark verwurzelten Filmfamilie an und repräsentiert das neue indische Kino. Sein Vater Javed Akhtar ist Drehbuchautor und Filmsongtexter („Don“, „Lagaan: Once upon a Time in India“, „Slumdog Millionaire“), seine Familie bestand seit Generationen aus Urdu-Dichtern. Sowohl Farhans Mutter Honey Irani als auch seine Stiefmutter Shabana Azmi sind Schauspielerinnen. Er selbst begann mit 17 Jahren beim Film, bei Yash Raj Chopra und dessen Produktion „Lamhe“, zu dem Akhtars Mutter das Drehbuch schrieb.

2008 gab Akhtar mit „ROCK ON!!“ sein Schauspiel- und Sängerdebüt im Kino. Seine Schwester Zoya Akhtar ist Regisseurin und Drehbuchautorin. Mit ihr hat er im Team mehrere Filme gedreht: Auf dem Festival zu sehen sind „Luck by Chance“ (2009, Regiedebüt Zoya Akhtar, Schauspieler & Produzent Farhan Akhtar) sowie die Komödien „Zindagi na Milegi Dobara“ (2011, You Will Not Get Another Life) und „Dil dhadakne do“ (2015, Let the Heart Beat). Herausragend ist auch der tiefgründige, psychologisch-symbolische Thriller „Talaash: The Answer Lies Within“ (2012, Zoya: Drehbuch, Farhan: Produzent, Dialoge).

Kino aus Indien: Aus dem Film "Dil Dhadakne Do". © Foto: Excell Entertainment
Aus dem Film „Dil Dhadakne Do“. © Foto: Excell Entertainment

Seine Deutschlandpremiere feiert während der IndoGerman Filmweek außerdem der im Januar in Indien gestartete Thriller „Wazir“ mit Farhan Akhtar und dem großen Amitabh Bachchan in den Hauptrollen.

Über Amitabh Bachchan, den „Shahenshah“, den King of King von Bollywood, schrieb der Indian Express: „There are actors, there are stars, and superstars… And there is Amitabh Bachchan.“ Dies ist auch im IndoGerman Filmweek Eröffnungsfilm zu erleben, in dem erst kürzlich, am 10. Juni 2016, in Indien gestarteten Whodunnit-Thriller „TE3N“ (Hindi: Drei). Hier spielt Bachchan einen 70-jährigen Großvater, der acht Jahre nach der Entführung und dem Mord an seiner kleinen Enkeltochter selbst die Ermittlungen aufnimmt, da ein zweites, vollkommen ähnliches Verbrechen geschieht.

Deutschlandpremieren

Weiterhin stehen als Deutschlandpremieren „Michael“ und „Margeritha with a Straw“ auf dem Programm. Am Samstag als Stummfilm um Mitternacht gibt es die deutsch-indische Produktion „Shiraz – Das Grabmal einer großen Liebe“ rund um die Erschaffung des Taj Mahals.

Kino aus Indien: Aus dem Film "TE3N". © Foto: Endemol India/Reliance
Aus dem Film „TE3N“. © Foto: Endemol India/Reliance

Samstagnachmittag treten Studenten-Teams gegen ein Team der indischen Botschaft beim ersten Street Cricket Cup vor dem Babylon an. Das umfangreiche Rahmenprogramm wird von AMIKAL e. V. organisiert.

Festivalorganisator Stephan Ottenbruch: „Die indische Filmindustrie befindet sich seit etwa sieben Jahren im Umbruch – junge Filmemacher aus führenden Bollywood-Familien wie Farhan Akhtar und seine Schwester Zoya Akhtar oder Bollywood-Stars wie Aamir Khan drehten oder förderten erstmals Filme ohne Tanz- und Gesangseinlagen, entschieden sich für die Produktion von Genre-Filmen nach westlichem Vorbild anstelle der bis dahin üblichen Bollywood-Masala-(Genre-Mix)-Produktionen. Einige dieser „New Bollywood“-Genrefilme wie z. B. der „indische Sixth-Sense-Film“ Talaash waren ihrer Zeit voraus und zu avantgardistisch, um im breiten Mainstream erfolgreich sein zu können. Gleichwohl wurden diese Filme begeistert von der wohlhabenden Mittelschicht Indiens aufgenommen, da sie sich qualitativ deutlich und wohltuend von den einfallslosen Mainstream-Blockbustern absetzten.“

Weitere Informationen: http://indogerman-filmweek.de/

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