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GIRT Oberfranken
Teilnehmer der Eröffnungsveranstaltung der GIRT Oberfranken. Foto: GIRT Oberfranken

Indischer Generalkonsul eröffnet „GIRT Oberfranken“

Am 17. November 2016 trafen sich mehr als 50 Wirtschaftsvertreter zur Eröffnung des „GIRT Oberfranken“ in der IHK für Oberfranken Bayreuth. GIRT steht für „German Indian Round Table“ und ist ein deutschlandweites Netzwerk von Managern für Manager, die im deutsch-indischen Geschäftsumfeld tätig sind. Nun gibt es also auch in Oberfranken eine Plattform, die den Erfahrungsaustausch zwischen Indien-Kennern und Indien-Neulingen fördern und so die Wirtschaftsbeziehungen zu Indien ausbauen soll.

Mit 1,2 Mrd. Einwohner und einem Wirtschaftswachstum von mehr als 7 % zählt Indien aktuell zu einer der dynamischsten Wirtschaftsnationen weltweit – und ist somit ein interessanter Partner auch für oberfränkische Unternehmen. Das sahen bei der Eröffnungsveranstaltung nicht nur die beiden Initiatoren des „GIRT Oberfranken“, Prof. Dr. Wengler von der Hochschule Hof und Prof. Dr. Kühlmann von der Universität Bayreuth, so. Die beiden verbinden im GIRT Oberfranken ihre Indien-Netzwerke und -erfahrungen mit der lokalen Wirtschaft. Der Wunsch nach mehr Austausch zum Thema Indien wird auch von der IHK Bayreuth gefördert und ist unter den regionalen Unternehmen sehr hoch, was die große Resonanz bei der Eröffnungsveranstaltung belegte: Mit mehr als 50 Teilnehmern wurden die Erwartungen aller Beteiligten weit übertroffen.

GIRT Oberfranken
Prof. Dr. Stefan Wengler (li) und Prof. Dr. Torsten Kühlmann (r), die beiden Initiatoren des GIRT Oberfranken, gemeinsam mit dem neuen Indischen Generalkonsul Sugandh Rajaram aus München (Mitte). Foto: GIRT Oberfranken

In seiner Eröffnungsrede ging Sugandh Rajaram, der neue Generalkonsul Indiens in München, auf die große Potenziale Indiens ein, die sein Land zu bieten hat. Insbesondere vor dem Hintergrund der umfangreichen Reformen, die aktuell in Indien durchgeführt werden, würde das Land für Investoren – insbesondere aus Deutschland – immer attraktiver werden. Gleichzeitig gilt es jedoch, die kulturellen Unterschiede zu Deutschland beim Markteintritt sowie beim Management von Tochtergesellschaften zu berücksichtigen. Insbesondere für klein- und mittelständische Unternehmen stelle dies eine große Herausforderung dar. Aus diesem Grund sind die Aktivitäten des GIRT Oberfranken als besonders wertvoll anzusehen, weil hier der Erfahrungsaustausch sowohl auf Unternehmensebene als auch auf der persönlichen Ebene gefördert werde.

Den Auftakt bei den Erfahrungsberichten machte die REHAU AG. In seinem Vortrag ließ Dr. Schlüter, Personalleiter der REHAU-Gruppe, keinen Zweifel daran, dass Indien für sein Unternehmen zu den wichtigsten Wachstumsmärkten in der Welt zähle. Wie bei allen Investitionen seien jedoch auch hier besondere Hürden und Schwierigkeiten zu überwinden – aber diese bekäme man durch geschicktes Management und mit viel Ausdauer in den Griff. Mit Guido Christ, dem ehemaligen stellvertretenden Geschäftsführer der Deutsch-Indischen Außenhandelskammer in Indien, folgte ein ausgewiesener Indien-Kenner, der ähnlich wie seine beiden Vorredner die außergewöhnlichen Chancen in Indien hervorhob. Dass der Weg nach Indien jedoch durchaus schwierig sei und viele Fehler gemacht werden können, illustrierte er wunderbar an zahlreichen Beispielen aus der Praxis.

Ebenso wichtig wie die Erfahrungsberichte war das anschließende Networking. Zahlreiche interessante Gespräche zwischen den Unternehmen, Anekdoten aus vielen Jahren im Indien-Geschäft, aber auch erste Ansätze zu neuen Kooperationen haben sich entwickelt.

Nach diesem gelungenen Auftakt sind bereits weitere Netzwerk-Treffen geplant. Diese werden von Partner-Unternehmen des GIRT Oberfranken ausgerichtet: Im ersten Quartal 2017 wird ein Treffen bei der Firma HOFTEXT/TENOWO in Hof stattfinden, im zweiten Quartal 2017 ist das dritte Netzwerktreffen bei KAESER Kompressoren in Coburg geplant.

Weitere Informationen:
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