Der indische Bundesstaat Himachal Pradesh hat eine Fläche von 55.673 km2. Er grenzt im Osten an Tibet (Volksrepublik China) und ist die Heimat vieler Exiltibeter, darunter auch der Dalai Lama. Die Bevölkerung (6.394.040) spricht überwiegend Hindi und Pahari. Shimla ist die größte der insgesamt 49 Städte und gleichzeitig die Hauptstadt des nordindischen Staates.
Seit frühester Zeit wurde die Region von Stämmen wie den Koilis, Halis, Dagis, Dasa und Kirats bewohnt. Im Jahre 1009 n. Chr. fiel Mahmud von Ghazni in den heutigen Bundesstaat ein und plünderte die Tempel im Norden. 1773 übernahmen die Rajputen die Herrschaft und Himachal Pradesh, das für seine schöne Landschaft bekannt ist, wurde die Gunst der königlichen Schirmherrschaft der Moguln zuteil. Der Angriff des Maharadscha Ranjit Singh beendete die Herrschaft der Rajputen. Nach dem Gurkha Krieg im frühen 19. Jh. annektierten die Briten die Region um Shimla und Himachal Pradesh wurde ein zentral regiertes Gebiet. In den Jahren 1948 und 1966 wurden weitere Regionen angeschlossen.
Der Bundesstaat Himachal Pradesh ist inmitten der Himalayakette gelegen, seine Höhenlage reicht von 350 m bis 6.975 m. Das Gebiet besteht zu 67,7% aus großflächigen Waldgebieten, von denen 90% unter Naturschutz stehen.
Das Klima ist je nach Höhenlage sehr unterschiedlich. Es variiert von subtropisch in den südlichen Niederungen über kalt am Rande der nördlichen und östlichen Gebirgszüge bis hin zu alpinem Wetter (ab 2400 m) .
Es wird zwischen drei Jahreszeiten unterschieden. Kalt- (Okt. – Feb.), Heiß- (März - Juni) und Regenzeit (Juli – Sept.). Ab Oktober fallen in den Höhenlagen ab 3.000 m etwa 3 m Schnee, die erst Ende März schmelzen. Oberhalb von 4.500 m taut die Schneedecke nicht ab.
Himachal Pradesh ist eine der bestentwickeltsten Bergregionen Indiens. So wurde beispielsweise viel in den Aufbau eines Straßennetzwerkes investiert. Der Bundesstaat verfügt über ein ausgebautes Bildungssystem, die Landwirtschaft deckt nahezu den Eigenverbrauch des Bundesstaates, die Gärten Hiamachal Pradeshs sind über die Landesgrenzen hinaus bekannt und der Waldbestand wurde weiter vergrößert. Die Region ist in Punkto Entwicklung ein Vorbild für alle anderen indischen Bergregionen.
Der Bundesstaat Himachal Pradesh, inmitten der Himalayakette gelegen, besticht durch exotische Täler, grüne Berghänge, verschneite Berggipfel und rauschende Bäche. Diese herrliche Natur kann in zwei Nationalparks (Great Himalayan National Park und Pin Valley National Park) und 32 Schongebieten für Flora und Fauna erkundet werden. Im Sommer ist die Luft dieser einmaligen Bergwelt mild und auch der Herbst kann noch mit sonnigen und warmen Tagen locken. Während des Monsuns beginnt überall das Grün zu sprießen und die schneereichen Winter bieten viele Möglichkeiten für Wintersportfreunde.