Stiftungsgründung: Hans Erich Klein, Michael Dietz, Dominik Werle, Wolfgang Menesklou, Father Agnel, Pfarrer Andreas König, Jürgen Fluhr, Father Franklin, Franz Xaver Scherrer, Marianne Hofmann und Hubert Vogt.
Stiftungsgründung: Hans Erich Klein, Michael Dietz, Dominik Werle, Wolfgang Menesklou, Father Agnel, Pfarrer Andreas König, Jürgen Fluhr, Father Franklin, Franz Xaver Scherrer, Marianne Hofmann und Hubert Vogt.

IndienHilfen gründen gemeinsame Stiftung

Ein Lichtblick in dunklen Zeiten

Seit 12 Jahren unterstützt die IndienHilfe Deutschland e.V. aus Wallenhorst den katholischen Orden der Pilar Fathers im indischen Bhopal. Zusammen mit weiteren Vereinen und privaten Unterstützern retten sie Straßen- und Waisenkinder aus bitterem Elend. Um die Zukunft dieses erfolgreichen Entwicklungsprojektes abzusichern, wurde nun die Stiftung IndienHilfe ins Leben gerufen. Keinen Tag zu früh, denn die indischen Partner stehen in der Coronakrise vor gewaltigen Herausforderungen.

Seit den 80er Jahren hat Father Franklin im indischen Bhopal Schulen, Kindergärten und Hostels aufgebaut, in denen normalerweise rund 1.400 Jungen und Mädchen leben, spielen und lernen. „Jetzt ist alles still. Wir wissen nicht, wie es unseren Kindern geht und ob wir sie wiedersehen“, klagt der 80-jährige Priester per Videobotschaft. Aufgrund des indischen Lockdowns mussten alle Einrichtungen geschlossen und die Kinder in die umliegenden Slums und Dörfer zurückgeschickt werden. Da die Polizei die Ausgangssperre brutal durchsetzt, kann die Ernte nicht eingeholt werden. Die vorhandenen Reserven verteilen die Priester an die hungernden Slumbewohner. Denn für die Ärmsten der Armen bedeutet die Ausgangssperre den drohenden Hungertod. „Es ist schlimm, aber wie beten zu Gott“, sagt Father Franklin.

Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt

Ein Lichtblick offenbart sich nun im fernen Wallenhorst, wo sich die ehrenamtlichen Helfer der IndienHilfe Deutschland e.V. auf eine Zeit nach Corona vorbereiten. „Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt“, erläutert der Vorstandsvorsitzende Jürgen Fluhr. „Und genau deshalb haben wir die Stiftung IndienHilfe gegründet. Aus ihren Kapitalerträgen soll die Versorgung der Kinder in unseren Schulen und Hostels für alle Ewigkeit sichergestellt werden. Denn es kann immer vorkommen, dass Krisen wie die aktuelle unsere erreichten Erfolge bedrohen.“

Am 8. Februar 2020 trafen sich daher Vertreter der Indienhilfe Obere Nahe e.V., der Indienhilfe Franklin e.V., der Kleine Bühne Landau, des Aktionskreises Fröhliches Kunterbunt e.V., der IndienHilfe Deutschland e.V. und vieler privater Initiativen in Bad Bergzabern, um die gemeinsame Stiftung auf den Weg zu bringen. Sie alle unterstützen seit vielen Jahren Father Franklin und sind von der aktuellen Notlage schockiert.

Gegründet wird die Stiftung IndienHilfe nach § 80 des bürgerlichen Rechts mit Zustiftung, so dass das Stiftungskapital fortlaufend durch Spenden, aber auch Erbschaften und Nachlässe anwachsen kann. „Die Stiftungsaufsicht hat alle Unterlagen gesichtet und genehmigt“, freut sich Jürgen Fluhr. „Die Stiftung ist also gegründet. Wir warten nur noch auf die Genehmigung durch das Finanzamt und dann wird das Gründungskapital eingezahlt.“

Die Stiftung ist gegründet

Im Vorstand bzw. Beirat der neuen Stiftung IndienHilfe sind Vertreter aller teilnehmenden Organisationen vertreten, die zukünftig gemeinsam entscheiden, wie die erzielten Erlöse in Indien eingesetzt werden. Um wirklich alle monatlichen Ausgaben für Franklins Kinder zu decken, ist es nach heutigen Berechnungen erforderlich, ein Stiftungskapital von mindestens sechs Millionen Euro aufzubauen. „Das braucht natürlich Zeit“, so Jürgen Fluhr. „Doch ich bin relativ zuversichtlich. Jeder kann sich beteiligen und der Gedanke, an etwas Großem mitzuwirken, das auch in 100 oder 500 Jahren noch Tausende von Kindern aus bitterster Armut befreit, dieser Gedanke inspiriert, schenkt Lebenssinn und ermutigt viele Menschen mitzumachen.“

Dennoch sind sich alle Verantwortlichen bewusst, dass eine solche Stiftungsgründung in Zeiten einer weltweiten Pandemie und ihrer wirtschaftlichen Folgen nicht einfach ist. „Ich bin froh, dass wir die formale Stiftungsgründung trotz Corona hinbekommen haben“, so Fluhr. „Allerdings müssen wir unsere Prioritäten jetzt natürlich verlagern. Die Stiftung sichert langfristig das Überleben unzähliger Kinder und richtet sich somit auch an Spender und Unterstützer, die an einer guten Tat für die Ewigkeit teilhaben wollen. Völlig losgelöst davon gilt es jetzt natürlich so viele Kinder wie möglich vor den katastrophalen Zuständen in Indien zu retten.“

Die Corona-Pandemie ist die schwerste Herausforderung für den Verein

Tatsächlich ist die Corona-Pandemie die schwerste Herausforderung für den Verein und seine Unterstützer. Das Spendenaufkommen ist massiv zurückgegangen, zahlreiche Veranstaltungen zum Spendensammeln wurden abgesagt. Die Geldknappheit kommt zur Unzeit, denn das Elend der indischen Partner wächst von Tag zu Tag. „Wir wissen nicht, wie unsere Ernährungs- und Bildungsprojekte Corona überstehen. Aber Eines wissen wir sehr gut: Die Zahl hilfloser Waisenkinder wird in Indien stark steigen. Father Franklin wird so viele vor dem Hungertod bewahren wollen wie möglich – und dazu braucht er unsere Hilfe in einem Ausmaß und einer Dringlichkeit wie selten zuvor. Jeder Euro kann jetzt entscheiden. Wir bitten daher alle Menschen, auch in schweren Zeiten an diejenigen zu denken, denen es noch schlechter geht.“
Spenden Sie unter dem Stichwort „Zustiftung“ an die Stiftung Indienhilfe und helfen Sie bis in alle Ewigkeit,

Bankverbindung:
Verbundvolksbank OWLe.G.
IBAN: DE40 4726 0121 8311 1856 11
BIC: DGPBDE3MXXX

Registrierung:
Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems
Anerkennung der Rechtsfähigkeit nach §80 BGB
Registrierung unter 2.02-11741-09 (99)
Mehr Informationen auch unter www.stiftung-indienhilfe.de bzw. schreiben Sie uns info@stiftung-indienhilfe.de

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to Top