Hausboote auf dem Dal-See in Srinagar. Foto: Laazik

Auf dem Hausboot in Srinagar

Übernachtungen auf einem der über 1.000 Hausboote auf dem Dal- ode Nigeen-See in Srinagar gehört zu den Dingen im Leben, die man nie vergisst. Der Dal-See in Srinagar ist sehr bekannt, wohingegen kaum jemand den kleineren Nigeen-See kennt. Dabei ist dieser noch ruhiger und malerischer. Von den Hausbooten aus kann man wunderbar Tagesausflüge machen, um dann abends aus dem Hausboot in Ruhe den See und den Blick auf die umliegenden Berge zu genießen.

Aufgrund der unzähligen Angebote fällt jedoch die Auswahl des richtigen Hausbootes schwer. Deshalb hier einige Tipps, die Ihnen weiterhelfen könnten.

Wahl des richtigen Ortes

Je nachdem, was Sie suchen – Ruhe und Frieden oder buntes Treiben vor Ihrer Tür –, bestimmt die Wahl des richtigen Sees. Die meisten Hausboote liegen auf dem Dal-See. Hier pulsiert das Leben, hier liegen aber auch mancherorts die Hausboote entlang eines Kanals eng aneinander. Der See ist jedoch sehr groß, sodass man einfach darauf achten muss, wo genau das Boot, das man mieten will, denn nun liegt. Der Nigeen-See ist viel kleiner, ruhiger und pittoresker. Manche Menschen haben hier jedoch das Gefühl, von der Welt abgeschnitten zu sein. Da kommt es sehr auf Sie und Ihre Vorlieben an.

Zugang und Erreichbarkeit

Sie sollten sich auch überlegen, wie mobil sie während Ihres Aufenthalts auf dem See sein möchten. Viele Boote können nur mit Shikaras (kleinen Ruderboote) erreicht werden, andere auch von der Straße aus. Wenn Sie viel Bewegungsspielraum brauchen und gerne kommen und gehen möchten, wann es Ihnen gefällt, dann wählen Sie besser ein Hausboot mit Straßenzugang.

Entlang des Nigeen-Sees verlaufen die Straßen auf der Ostseite des Sees. Hier sind auch die Shikara-Liegeplätze. Auf der Westseite des Sees liegen aber die besseren Hausboote und von hier hat man auch eine bessere Aussicht auf Srinagar. Einige der Hausboote auf der Westseite sind ebenfalls von Land aus zugänglich. Hier ist das Ufer aber meist Privatgrund bzw. hier liegen fast ausschließlich Wohnviertel, sodass es kaum Restaurants gibt und wenig öffentliche Verkehrsmittel. Wenn Sie jedoch nur Ihr Frühstück und Abendessen auf dem Boot einnehmen und ansonsten Tagesausflüge machen, sollte dies kein größeres Problem darstellen.

Verpflegung

Die Kosten für das Hausboot variieren, je nachdem ob Sie nur die Unterkunft oder dazu auch Mahlzeiten buchen. Wenn Sie Ihr Boot in einer etwas abgelegenen, ruhigeren Gegend wählen, ist es der Bequemlichkeit halber keine schlechte Idee, Frühstück und Abendessen mitzubuchen. Die Qualität der angebotenen Versorgung schwankt durchaus. Sie sollten sich also vorher erkundigen, was genau angeboten wird und ob es nur vegetarische Küche oder auch Fleisch und Fisch gibt.

Die Größe und der Typ des Hausboots

Es gibt Boote ganz unterschiedlicher Größen und Ausstattungen. Die staatliche Touristenbehörde ordnet die Angebote nach entsprechenden Kategorien, die von Deluxe (das sind die meisten Boote) bis zum Grad D gehen. Die Preise für jede Kategorie kann man auf der Seite der Vereinigung der Hausbootbesitzer in Srinagar einsehen (www.houseboatowners.org). Die größten Hausboote haben vier bis fünf Schlafzimmer und sind auch für Gruppen geeignet. Als Paar wählt man besser eines der kleineren Boote, denn dort hat man mehr Privatsphäre. Hausboote sind bei indischen Familien sehr beliebt, die leider oft sehr laut sind und kein Verständnis für das Ruhebedürfnis anderer Gäste haben. Und die Wände der Boote sind relativ hellhörig.

Gemeinschaftsbereiche auf den Hausbooten

 

Üblicherweise haben die Boote separate Ess- und Wohnzimmer sowie einen Balkon mit Blick auf den See. Eine ganze Menge der Boote bieten auch eine Dachterrasse und einige haben sogar einen Garten.

Lage der Boote

Anders als in Kerala liegen die Boote in Sringar fest. Man kann nicht mit ihnen herumfahren. Meist hat man aus dem Schlafzimmer einen schönen Blick auf den See – und falls nicht, dann verfügt zumindest der Balkon über Seeblick.

Ausstattung der Hausboote

In Srinagar fällt häufig der Strom aus. Wenn das für Sie ein Problem darstellt, sollten Sie darauf achten, dass es einen Notstromgenerator gibt. Auch müssten Sie überprüfen, ob WLAN, rund um die Uhr heißes Wasser oder ein TV-Gerät vorhanden ist, falls Ihnen das wichtig ist. Ganz wichtig wäre auch zu klären, ob die Fahrten mit dem Shikara (dem kleinen Ruderboot) zu und von dem Boot im Preis mit inbegriffen sind.

Die Hausbootbesitzer

Die Hausboote gehören meist Familien, daher ist der Aufenthalt auf einem Boot ein Mittelding zwischen Hotel und Homestay (familiäre Unterbringung). Ihre Unterkunft haben Sie zwar ganz für sich, viele Hausbootbesitzer kümmern sich aber auch rührend um ihre Gäste – und sie können Ihnen wertvolle Informationen und Hinweise über Srinagar und Umgebung liefern. Allerdings gibt es hier – wie überall – auch schwarze Schafe. Lesen Sie daher im Vorfeld die Kommentare früherer Gäste und checken Sie eventuell im Internet die Reputation Ihres Hausbootbesitzers.

Tagesausflüge

Üblicherweise arrangieren diese Tagesausflüge ebenfalls die Hausbootbesitzer für Sie. Manche sind da ziemlich penetrant, wenn Sie nicht buchen möchten. Hier gilt das Gleiche wie weiter oben: Prüfen Sie den Ruf Ihres Hausbootbesitzers und vergleichen Sie vorher die Preise für Touren, die Sie interessieren.

Was noch überlegenswert ist

Wenn Sie dem Rat von so manchem Reiseführer folgen und einfach eine Shikara mieten, um sich vor Ort das Boot auszusuchen, das Ihnen am besten gefällt, sollten Sie vorsichtig sein. Die Shikaras arbeiten oft mit den Hausbootbesitzern zusammen und bekommen oft Provisionen für die Vermittlung einer Vermietung. Im Winter fallen die Preise oft drastisch (bis zu über 50 Prozent), verhandeln Sie in dieser Zeit also sehr hart. Einige Hausboote sind auf Buchungswebseiten gelistet. Besser ist es jedoch die Besitzer selbst zu kontaktieren; dann bekommen Sie bessere Preise. Von April bis Juni ist übrigens Hochsaison für Srinagar. Für diese Zeit sollten Sie weit im Voraus buchen.

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