Kostenloser Versand ab 30 €
EnglishFrenchGermanHindiItalian
EnglishFrenchGermanHindiItalian
Robert Schmidt 2012 auf einer Royal Enfield bei einer Tour durch Uttarakhand. © Foto: Robert Schmidt
Robert Schmidt 2012 auf einer Royal Enfield bei einer Tour durch Uttarakhand. © Foto: Robert Schmidt

Abenteuerreisen mit dem Motorrad durch Indien

Urlaub mit dem Motorrad im exotischen Indien – bei Robert Schmidt aus Gnevkow bei Neubrandenburg kann man solche Reisen buchen. Der Jungunternehmer hat zusammen mit seiner Ehefrau das Land über Jahre auf eigene Faust erkundet und lieben gelernt. Seit dem Frühjahr 2013 ist er nun selbstständig und bietet geführte Motorradreisen auf ausgewählten Routen durch Indien an.

Herr Schmidt, muss man für die Rundreise sein eigenes Motorrad mitbringen?

Nein, wir stellen alles, was für das Abenteuer benötigt wird. Na ja, fast alles – die Lust am Abenteuer und die Bereitschaft und Offenheit dem Neuen gegenüber dürfen alle Reisenden natürlich gerne mitbringen.

Wie lange dauert so eine Rundreise und wie sorgen Sie für die Sicherheit Ihrer Gäste?

Das ist unterschiedlich, im Moment zwischen zwei bis drei Wochen. Die ersten beiden Touren werden im Norden Indiens stattfinden. Die beiden Bundesstaaten Himachal Pradesh – dort wohnt der Dalai Lama – und Uttarakhand – hier befindet sich unter anderem die selbsternannte Yogahauptstadt der Welt Rishikesh – liegen im Nordwesten Indiens. Gleich darüber beginnen Nepal und Tibet, nur zur Orientierung auf der Karte.

Auf unserer Liste stehen die außergewöhnlichen Tempelregionen Uttarakhands, wo wir z. B. den berühmten Badrinath Tempel auf 3.300 m Höhe besuchen und den nicht ganz so berühmten, dafür aber beeindruckenden Tungnath Tempel, der auf 3.700 m Höhe liegt. Aber wir wollen auch noch andere Dinge zusammen erleben und so haben wir natürlich eine Menge Natur, Berge und tolle Unterkünfte in die Tour eingebunden. Auf der Tour, die uns durch Himachal Pradesh führt, sind ebenso viele Highlights vorhanden. Wir besuchen die Stadt, in der der Dalai Lama wohnt, und die Stadt Amritsar mit dem goldenen Tempel. Die atemberaubende Natur und die Nähe zum majestätischen Himalaya-Gebirge stehen natürlich im Vordergrund dieser Tour. Das mit Worten zu beschreiben, ist schlichtweg unmöglich. Der Begriff atemberaubend stimmt allerdings wirklich, denn wir fahren bis in Höhen von 3.400 m hinauf.

Die Sicherheit unserer Mitfahrer liegt uns natürlich besonders am Herzen. Wir haben einen ausgezeichneten Anbieter für unsere Motorräder gefunden. Er war selbst viele Jahre Tourguide und hat tonnenweise Erfahrung mit ausländischen Touristen und Motorradfahrern. Die Motorräder, die wir von ihm bekommen, sind immer top gepflegt und haben zusätzliches Sicherheitszubehör von uns bekommen: Scheibenbremsen, extra starke Reifen, eine sehr laute Hupe, die ja sehr wichtig in Indien ist, und natürlich einen extrem belastbaren breiten Schutzbügel für die Beine. Bei der Wahl der Unterkünfte haben wir auf einen sehr hohen Standard bei Sauberkeit und Verpflegung geachtet. Ein Fahrzeug wird uns die ganze Reise über begleiten. Ein Mechaniker wird ebenso an Bord sein und sich um die kleinen möglichen Problemchen der Motorräder kümmern.

Sie haben Ihre Unternehmen Bullet Proof Adventures genannt – wie kam der Name zustande und warum in Englisch?

Meine Frau und ich haben ein wunderbares Buch gelesen mit dem Titel „The Big Five For Life“. Dieser letzte Tropfen hat genügt, um uns zu unserer Traumidee zu führen. Wir saßen zusammen in einem Café in Indien und haben angefangen, uns eine Menge Gedanken zu machen. In unserem Notizbuch standen irgendwann viele Namen für die Unternehmung, doch keiner wollte uns gefallen. Also begannen wir herumzuspinnen. Herausgekommen ist eine Kombination, ein Wortspiel, das drei Fakten beinhaltet:

  1. „Bullet“ heißt übersetzt Kugel und ist der Spitzname des Motorrads, mit dem wir in Indien unterwegs sind.
  2. Die beiden Worte „Bullet-Proof“ bedeuten kugelsicher in der Übersetzung.
  3. Und Adventure ist ja das Abenteuer. Also haben wir das zusammengesetzt zu „Mit Sicherheit ein Abenteuer“ und gleichzeitig für den Motorradkenner noch das Bike mit eingebaut, auf dem wir unterwegs sind.

Da wir vorhaben, alle Menschen zu unserem Abenteuer einzuladen, haben wir einen englischen Namen gewählt. Wir sind ja nun schon eine ganze Weile „ein Europa“ und da bietet es sich an, Englisch zu sprechen.

Im Oktober startet Ihre erste Indien-Rundreise mit Teilnehmern. Wie und wo machen Sie Werbung?

Ich hoffe, dass wir im Oktober starten können, denn die Minimalanzahl an Mitfahrern liegt bei vier und bisher haben wir nur zwei Anmeldungen. Am 7. Juli 2013 ist Anmeldeschluss für die Tour. (Die Mindestteilnehmerzahl wurde leider nicht erreicht. Anm. d. Red.). Die nächsten Reisen sind für April und Mai 2014 geplant. Die genauen Termine werden zum Herbst 2013 feststehen und dann auf unserer Internetseite www.bpa-reisen.de nachzulesen sein.

So eine Indien-Motorrad-Rundreise ist nicht billig. Wer sind Ihre Kunden?

Im Grunde genommen jeder, der interessiert ist. Geld ist natürlich erforderlich, aber niemand unternimmt jedes Jahr ein Abenteuer dieser Güte und so denke ich, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Es gibt so viele Möglichkeiten, Geld nicht unnütz auszugeben und es stattdessen beiseite zu legen. Wir stehen auch bei diesem Thema gerne mit unserer Lebenserfahrung zur Seite.

Als Unternehmer wurden Sie sicher nicht geboren. Wie, wo und mit wem haben Sie sich fit gemacht für die Selbstständigkeit? Welche Wissenslücken gab es?

Fit gemacht hat uns unser eigenes offenes Leben. Unsere vielen Reisen durch Indien, Australien und Neuseeland haben einen großen Anteil daran, dass wir den Schritt in die Selbstständigkeit überhaupt in Erwägung gezogen haben. Und wenn man dann auch noch so gute Partner in seiner Heimatstadt hat wie die Leute von Halle10 in Neubrandenburg, was kann dann noch schiefgehen!? Durch die Existenzgründerhelfer von Halle10 habe ich mehr bekommen, als ich erwarten konnte. Eine so hilfsbereite, nette und gleichzeitig äußerst professionelle Art habe ich vorher noch nirgends erlebt.

Wo sehen Sie in der nächsten Zeit Ihre größten Herausforderungen?

Im Erreichen der vielen abenteuerlustigen Menschen in Deutschland und Europa. Sie dürfen diese Chance ihres Lebens, so eine Reise zu machen, nicht verpassen! Ich werde dabei hilfreich zur Seite stehen.

Das Interview mit Robert Schmidt führte Gruender-MV.de, die Webseite für Existenzgründer und junge Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern. Es wurde in voller Länge auf deren Webseite bereits am 28. Juni 2013 veröffentlicht.

Weitere Informationen:
www.bullet-proof-adventures.com oder www.bpa-reisen.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kali ka Tibba liegt hoch auf einem Berg. Der Tempel kann zu Fuß oder mit dem Auto erreicht werden.
Fürstlich entspannen
Tourismus
Der Hitze des indischen Sommers entfliehen
Der Hitze des indischen Sommers entfliehen
Tourismus
Himachal Pradesh – Eine Erfahrung fürs Leben
Himachal Pradesh – Eine Erfahrung fürs Leben
Tourismus
Abenteuer in Maharashtra: Trekking im Sandhan Valley
Abenteuer in Maharashtra: Trekking im Sandhan Valley
Tourismus
Fünf interessante Schauplätze des Films „Highway“
Fünf interessante Schauplätze des Films „Highway“
Newsletter   Tourismus