Weltkulturerbestätte Nalanda Mahavihara

Neue UNESCO Weltkulturerbestätten in Indien

Am Wochenende hat die UNESCO bei einer Sitzung in Istanbul wieder mehrere kulturhistorische Stätten in Europa und Asien zur Weltkulturerbestätte erklärt, darunter auch die Ausgrabungsstätte von Nalanda Mahavihara in Indien.

Älteste Universität Indiens jetzt Weltkulturerbestätte

Weltkulturerbestätte Nalanda Mahavihara
Foto: Nalanda University

Die Ruinenstadt von Nalanda liegt im Osten des Landes im Bundesstaat Bihar. Dort befand sich einst eine große buddhistische Universität, die aus der Zeit zwischen dem 3. Jahrhundert v. Chr. und dem 13. Jahrhundert n. Chr. stammt. Zu dieser Anlage gehören Stupas, Schreine, Viharas (Gebäude für Unterkunft und Lehrräume) sowie außergewöhnliche Kunstwerke aus Stuck, Stein und Metal. Nalanda soll die älteste Universität auf dem indischen Subkontinent gewesen sein. 800 Jahre lang in ununterbrochene Folge wurde hier Wissen vermittelt. Die Entwicklung der Universität fällt zusammen mit der Entwicklung des Buddhismus in eine Religion und dem Erblühen von Kloster- und Bildungstraditionen.

Bauten von Le Corbusier nun ebenfalls Weltkulturerbestätten

Auch Aufnahme der Bauten des schweizerisch-französischen Architekten Le Corbusier (1887-1965) in sieben Ländern beschwert Indien eine weitere UNESCO Weltkulturerbestätte: das Rathaus der Stadt Chandigarh. Mit zwei Häusern der Stuttgarter Weißenhofsiedlung, die Le Corbusier entworfen hat, bekam somit auch Deutschland eine weitere UNESCO Weltkulturerbestätte. Le Corbusier, der eigentlich Charles-Édouard Jeanneret-Gris hieß, war einer der bedeutendsten Architekten des 20. Jahrhunderts. Seine Ideen lösten aber auch Kontroversen aus und sind bis heute teilweise umstritten. Die Aufnahme seiner Bauten war vorher bereits zweimal abgelehnt worden.

Chandigarh ist ein Unionsterritorium im Norden Indiens. Die ganze Stadt war nach der Teilung Indiens in Pakistan und Indien als neue Hauptstadt des indischen Teils des Punjab als Planstadt komplett von Le Corbusier entworfen. Der Grundstein für die Stadt wurde 1952 gelegt.

Der Kangchendzonga (deutsch: ??), der dritthöchste Berg Indiens. Foto: Amre
Der Kangchendzonga (deutsch: Kangchendzönga), der dritthöchste Berg Indiens. Foto: Amre

Weitere Nominierungen in Indien für das Weltkulturerbe

Nominiert für die UNESCO Kultur- und Naturerbe-Liste, eine gemischte Liste, ist außerdem der Kangchendzönga-Nationalpark im indischen Bundesstaat Sikkim.

Insgesamt sind weltweit 27 Stätten für die Liste nominiert. Die Beratungen des UNESCO Weltkulturerberates in Istanbul dauern noch bis zum 20. Juli 2016 an. Wegen des Putschversuches in der Türkei wurden die Sitzungen für einen Tag unterbrochen.

Kommentar verfassen

Scroll to Top