Jaipur

Jaipur gehört nun zum UNESCO Weltkulturerbe

Anfang Juli entschied das UNESCO Kulturerbekomitee, dass die indische Stadt Jaipur den UNESCO Weltkulturerbe-Status erhält. Damit ist Jaipur die 38. UNESCO Weltkulturerbestätte in Indien und die zweite komplette Stadt in Indien – nach Ahmedabad –, die diese Auszeichnung erhält.

Das Jantar Mantar in Jaipur, eine historische Sternwarte aus dem 18. Jahrhundert, hatte bereits den Welterbestatus, doch nun ist ganz Jaipur innerhalb der alten Stadtmauern in die Liste des Welterbes aufgenommen worden. Dazu gehören die ältesten Teile der Stadt, wie Chandpole, Surajpole, Ajmeri Gate, und einige der schönsten Monumente, darunter der Stadtpalast und das Hawa Mahal.

Jaipur ist in dieser Region Rajasthans etwas ganz Besonderes. Anders als andere Städte der Gegend, die in hügeligem Gelände liegen, wurde Jaipur auf einer Ebene errichtet und rasterförmig angelegt. Die Kolonadenstraßen mit ihren vielen Geschäften kreuzen sich im Zentrum und bilden große öffentliche Plätze, die Chaupars genannt werden. Die Märkte, kleinen Geschäfte, Wohnhäuser und Tempel entlang der Hauptstraße haben einheitliche Fassaden. Die Stadtplanung offenbart einen regen Austausch von Ideen aus den alten Hindu- und moderneren Moguln-Kulturen bis zu westlichen Einflüssen. Der Rasterplan der Stadt ist eher auf westliche Ideen zurückzuführen, die Organisation der verschiedenen Stadtteile dagegen entspricht einem traditionellen Hindu-Konzept. Die Stadt war als Handelsmetropole entworfen worden und hat sich seine regionalen Handels-, Kunst- und kooperativen Traditionen bis heute bewahrt.

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