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Die Empfangshalle Khilwat im Chowmahalla Palastkomplex. Foto: Ike (NY)

Hyderabad – der besondere Charme altindischer Fürstensitze

Die Empfangshalle Khilwat im Chowmahalla Palastkomplex. Foto: Ike (NY)

Rund um den Charminar, das Wahrzeichen Hyderabads, und im Chowmahalla Palastkomplex fühlt man sich sofort ins Mittelalter zurückversetzt. Nicht unangenehm, sondern eher in einem romantischen Sinn, in ein Mittelalter an einem persischen Hof.

Chowmahalla Palast

Der Chowmahalla Palastkomplex gehört zu den schönsten Königssitzen Indiens. 2010 erhielt er den Status UNESCO Weltkulturerbe. Chowmahalla bedeutet in Anlehnung an das Persische „vier Paläste“. Der Komplex wurde nach dem Vorbild des Palastes des Schahs von Persien in Teheran erbaut. Fertiggestellt wurde die Anlage in den 1880er-Jahren. Ursprünglich umfasste das Palastgelände 18 Hektar, die heutige UNESCO Weltkulturerbestätte liegt aber nur noch auf knapp 5 Hektar Land.

Bis zur Unabhängigkeit Indiens war dieser Palast der Sitz der Nizams, einer muslimischen Fürstenfamilie. Sie regierten den Fürstenstaat Hyderabad einst für die Herrscher des Mogulreiches. Nach dem Tod des letzten großen Mogulherrschers Aurangzeb im Jahr 1707 und dem anschließenden Verfall des Mogulreiches wurde ihre Herrschaft als Asaf-Jahi-Dynastie eigenständig. Ursprünglich lag ihre Hauptstadt in Aurangabad. Nizam Asaf Jah II. verlegte sie aber 1763 nach Hyderabad.

Der persische Einfluss ist dem Palastkomplex heute noch deutlich anzusehen. Zwei der Innenhöfe mit Springbrunnen und Gärten, zwei der Paläste und vor allem die große Empfangshalle Khilwat (oder Durbar Hall) mit ihren 19 belgischen Kronleuchtern wurden sehr sorgfältig restauriert. Der schöne Aftab Mahal, der von korinthischen Säulen getragen wird, ist der größte Palast der Anlage.

Charminar

Das Charminar, ein 56 m hohes Denkmal mit vier Minaretten, steht im Zentrum der Altstadt Hyderabads. Das Charminar hat die Form eines Tores und öffnet sich in vier Richtungen – nach Norden, Osten, Süden und Westen. Erbaut wurde es von Mohammed Quli Qutab Shah im Jahr 1591 als Dank an Gott für das Ende der Pest. Im Charminar befinden sich eine islamische Hochschule und eine Moschee.

Mecca Masjid

Bis zu 10.000 Gläubige fasst Hyderabads größte Moschee, die Mecca Masjid. Hier liegen auch die Gräber der Nizams der Asaf-Jahi-Dynastie.

Birla Tempel

Dieser mit Steinmetzarbeiten reich verzierte Tempel ist vollständig aus weißem Marmor aus Rajasthan erbaut. Er steht am schönen Hussain Sagar See. Abends ist der Tempel spektakulär beleuchtet. Von hier hat man auch einen schönen Blick auf Hyderabad und die Schwesterstadt Secunderabad, die auf der anderen Seite des Hussain Sagar Sees liegt.

Buddha-Statue im See

Mitten im Hussain Sagar See steht eine riesige Buddha-Statue. Sie ist die größte Statue der Welt, die aus einem einzigen weißen Granitblock gehauen wurde. Man kann mit dem Boot zu der Statue fahren – ein entspannendes Erlebnis.

Museen

In Hyderabad befinden sich auch zwei interessante Museen: das HEH – The Nizam’s Museum (im Purani Haveli) und das Salar Jung Museum. Im HEH steht der größte Kleiderschrank der Welt und es gibt hier einen der letzten mit der Hand betriebenen Lifte, der immer noch funktionstüchtig ist. Das Salar Jung Museum beherbergt alte arabische und persische Manuskripte, südindische Bronzegegenstände, chinesisches Porzellan und vor allem den Schmuck der Nizams, eine Sammlung von mehr als 170 Schmuckstücken, darunter der 184 Karat schwere Jacob-Diamant, den die Nizams als Briefbeschwerer benutzten, sowie 22 Rohsmaragde aus Kolumbien.[adrotate group=“10″]

Kulinarisches

Vergessen Sie nicht, das Essen in Hyderabad zu genießen. Sie könnten sich durch die Küche Hyderabads und Andhra Pradeshs auch führen lassen. Detours India (www.detoursindia.com) bietet individuelle historische, kunsthandwerkliche, aber eben auch kulinarische Führungen, die z. B. auf dem Markt beginnen und dann in der Küche einer Familie in Hyderabad enden. Viele der Gerichte sind von der arabischen oder persischen Küche beeinflusst. Sie sind meist reichhaltig und sehr aromatisch. Gewürze werden großzügig gebraucht. Auch Nüsse oder getrocknete Früchte sind typische Zutaten zur Küche Andhra Pradeshs. Berühmt ist das Hyderabad Biriyani und es gibt köstliche Tandooris oder Mughal-Gerichte.

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