Rickschas in Kolkata. Foto: Bengal foam

Kolkatas Sehenswürdigkeiten

Indiens Filmemacher lieben Kolkatas (früher Kalkutta) malerische Sehenswürdigkeiten als Hintergrund für romantische Filme, denn die Stadt hat weitaus mehr zu bieten als das Victoria Memorial. Von einer der längsten Brücken der Welt bis zu verwinkelten Gassen, von den Hand gezogenen Rickschas – die letzten in indischen Städten – bis zu dem fast 70 km langen Streckennetz der Straßenbahnen – ebenfalls den einzig verbliebenen Straßenbahnen in ganz Indien – bietet die sogenannte Stadt der Freude eine ganze Reihe von malerischen Schauplätzen. Folgend haben wir eine kleine Auswahl dieser Sehenswürdigkeiten für Sie:

Kumortuli
Dieses Viertel der Töpfer liegt im Norden Kolkatas, etwa 4 km vom Bahnhof Howrah entfernt. Hier werden tönerne Abbilder von Hindugöttern hergestellt, die nicht nur in ganz Indien vertrieben werden, sondern sogar ins Ausland exportiert werden.

Von Hand gezogene Rickschas

Kolkata ist ein buntes Gemisch aus Moderne und dem Charme der alten Welt. Auf der einen Seite war Kolkata die erste indische Stadt mit einer U-Bahn, auf der anderen Seite existieren hier – vor allem im Norden der Stadt – nach wie vor die Rickscha-Fahrer, die ihre Gefährte zu Fuß und von Hand durch die Straßen ziehen. Das ist eine sehr harte Arbeit, doch wenn Sie ein Rickscha-Fahrer einlädt, mit ihm zu fahren, sagen Sie nicht nein, um ihn zu schonen. Diese Menschen leben von dieser Arbeit. Das Mindestbeförderungsentgelt beträgt 10 Rupien.

Straßenbahnen

Einfach kreuz und quer mit der Straßenbahn durch die Stadt fahren gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen der Verliebten in Kolkata. Und auch für Touristen ist das ein schönes Vergnügen. 1880 wurde die erste Straßenbahnlinie gebaut. Die alten Wagen verbinden noch heute die wichtigsten Knotenpunkte der Stadt. Wer einen sicheren Platz haben will, sollte an den Endhaltestellen in Tollygunj, Esplanade, Kidderpore etc. einsteigen. In der ersten Klasse kostet die Fahrt 4 oder 5 Rupien, in der zweiten Klasse 3,50 bzw. 4 Rupien.

Prinsep Ghat

Direkt an der Vidyasagar Setu, der sechstlängsten Brücke der Welt, an den Ufern des Hooghly zwischen Water Gate und St. George’s Gate liegt diese ehemalige Anlegestelle, die nach Sir James Prinsep von der Asiatic Society benannt ist. Hier steht auch ein Denkmal für Prinsep, der dafür bekannt war, die Schriften Ashokas dechiffriert zu haben. Der Ort gehört zu einem der beliebtesten und ältesten Naherholungsgebiete Kolkatas. Auch heute noch kann man von hier aus Bootstouren unternehmen.

Königliche Bauten

Im Norden Kolkatas stehen eine ganze Reihe von palastartigen Bauten der königlichen Familien Bengalens. Zurzeit dürfen Besucher die berühmten Häuser des indischen Literaturnobelpreisträgers Rabindranath Tagore – das Sovarajar Rajbar und das Jorasanko Thakur Bari, die inzwischen Universitäten sind – besichtigen.

Essen und Einkaufen

Was wäre eine Reise ohne Essen und Einkaufen? Der New Market, auch Hogg’s Market genannt, ist Kolkatas ältester und bekanntester Markt und dementsprechend überfüllt. In der Gegend gibt es aber eine Menge Geschäfte. Kunst und Kunsthandwerk kauft man am besten im Dakshinapan Shopping Center in der Ghariahat Road in Dhakuria und Kleidung in der Forum Mall in der Elgin Road. In der Gegend um die Park Street gibt es noch einige weitere High-Class Shopping Center wie den Aircondition gekühlten Vaibhav Market, Vardaan, die Victoria Plaza und Metro Plaza.

Um authentisches bengalisches Essen zu bekommen, müssen Sie in eines der Restaurants in Garia Haat gehen. Auch das köstliche Essen, das auf der Straße angeboten wird, sollte Sie nicht verschmähen. Ein guter Tipp ist: Kaufen Sie nur dort etwas zu essen, wo viele Leute Schlange stehen und vergessen Sie nicht den Grundsatz „Gekocht, gebraten, frittiert oder geschält“, aber nichts Rohes, keine kalten offenen Getränke, kein Salat, kein Eis etc. So werden auch diese kulinarischen Abenteuer ein gutes Ende nehmen.

Hochsaison für Kolkata ist von September bis Januar, wenn die wichtigsten Feste wie die große Durga Puja stattfinden.

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