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Indiens Götter: Ganesha – der Gott des Erfolgs

Ganesha, der Sohn von Shiva und Parvati, hat einen Elefantenkopf mit geschwungenem Rüssel, große Ohren und den dickbäuchigen Leib eines Menschen. Er ist der Gott des Erfolgs und der Zerstörer von Bösem und Hindernissen. Ihm wird auch als ein Gott der Bildung, des Wissens, der Weisheit und des Wohlstands gehuldigt.

Ganesha ist ebenso der Zerstörer von Eitelkeit, Selbstsüchtigkeit und Stolz. Er personifiziert das materielle Universum in allen seinen unterschiedlichen, großartigen Ausprägungen. Egal welcher hinduistischen Glaubensrichtung ein Gläubiger angehört, alle Hindus verehren Ganesha. Er symbolisiert sowohl den Beginn der Religion als auch die Gemeinsamkeit aller Hindus.

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Die Bedeutung von Ganeshas Gestalt

Ganeshas Kopf symbolisiert das Atman oder die Seele, welche die ultimative höchste Realität menschlicher Existenz darstellt. Sein menschlicher Körper bezeichnet Maya oder die weltliche Existenz der Menschen. In seiner oberen rechten Hand hält Ganesha einen Treibstock, der ihm hilft, die Menschheit auf dem ewigen Pfad voranzutreiben und Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Die Schinge in Ganeshas linker Hand ist ein Werkzeug, um alle Schwierigkeiten einzufangen. In seiner unteren Hand hält Ganesha einen zerbrochenen Stoßzahn wie einen Schreibstift. Dies ist ein Symbol der Aufopferung, denn er brach ihn ab, um das Epos Mahabharata aufzuschreiben. Der Rosenkranz in seiner anderen Hand deutet an, dass das Streben nach Wissen unaufhörlich stattfinden sollte. Mit seinem Rüssel hält er ein Laddoo (eine Süßigkeit), die darauf aufmerksam macht, dass man die Süße der Seele, des Atman, entdecken muss. Seine Segelohren zeigen uns, dass er für alle Bittgesuche immer ein offenes Ohr hat. Um seinen Bauch windet sich eine Schlange, die Energie in jeglicher Form repräsentiert. Und schließlich ist er bescheiden genug, auf der niedrigsten der Kreaturen, einer Maus, zu reiten.

Wie Ganesha zu seinem Kopf kam

Einst schuf die Göttin Parvati einen Jungen aus Lehm und übertrug ihm die Aufgabe, den Eingang ihres Badezimmers zu bewachen. Als Shiva, ihr Ehemann, zurückkehrte, war er überrascht, einen Fremden vorzufinden, der ihm den Zutritt verwehrte. So schlug er dem Jungen im Zorn den Kopf ab. Parvati fiel in tiefe Trauer. Um sie zu trösten, sandte Shiva eine Truppe aus, die ihm den Kopf des ersten schlafenden Wesens bringen sollte. Die Truppe fand einen schlafenden Elefanten und brachte dessen abgetrennten Kopf zurück, der dann dem Körper des Jungen aufgesetzt wurde. Shiva gab ihm das Leben zurück und machte ihn zum Führer (zum Pati) seiner Truppen. Seitdem lautete sein Name „Ganapati“ (Gebieter der Scharen). Zudem verlieh er Ganesha seinen Segen, damit die Menschen ihm huldigen und sich vor jeder Unternehmung auf ihn berufen würden.

Es gibt jedoch auch eine weniger bekannte Geschichte seiner Herkunft, die man in der Brahma Vaivarta Purana, einer der religiösen Texte des Hinduismus, findet: In dieser Geschichte bittet Shiva Parvati, das Punyaka Vrata (Fasten) ein Jahr lang durchzuführen, um Vishnu zu begütigen, damit sie einen Sohn bekommen würden. Als ein Sohn geboren wurde, versammelten sich alle Götter, um seine Geburt zu feiern.

Auch Lord Shani, der Sohn von Surya, dem Sonnengott, war anwesend, weigerte sich aber das Kind anzusehen. Beunruhigt durch dieses Verhalten fragte ihn Parvati, warum er das nicht tat, und Shani antwortete, dass es dem Baby schaden würde, wenn er es anschauen würde. Doch weil Parvati weiter darauf bestand, sah er hin und im selben Moment wurde der Kopf des Kindes abgetrennt. Alle Götter beklagten diesen Verlust, Vishnu aber eilte zum Fluss Pushpabhadra und brachte von dort den Kopf eines jungen Elefanten mit. Er verband ihn mit dem Körper des Kindes und schenkte ihm so das Leben zurück.

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