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Stay healthy, Eat pure, Grow Natural

Biologische Landwirtschaft. Eine gesunde Art zu leben – Ein Bericht aus Indien

Landwirtschaftlich arbeiten ohne Chemie? Diese Frage beschäftigte einige Menschen aus der Region Khadki in Maharashtra schon länger. Doch bisher blieben sie dabei, ihr Leben vor allem durch den Anbau von Reis und Zuckerrohr zu sichern. Rund 20 000 Rupien ca. 225 Euro bringt einem Bauern im Durchschnitt der Anbau ca. ein halbes Hektar Land im Jahr. Vorausgesetzt die Kosten laufen nicht aus dem Ruder. Denn viele unberechenbare Faktoren müssen mit einberechnet werden wie der Preis für Saatgut, Gerätschaften und chemische Düngemittel. Hinzu kommen notwendige medizinische Kosten aufgrund von giftigen Düngemitteln, Insektiziden und Pestiziden. Und schwer voraussehbare Wetterkatastrophen. Zwei Ingenieure machten sich während der Pandemie auf den Weg, ihren Traum von der Entwicklung einer ökologischen Landwirtschaft zu verwirklichen.

Zero Budget Natural Farming

Ihr Hauptaugenmerk legten die beiden auf eine Methode der natürlichen Landwirtschaft, die als „Subhash Palekar natural Farming“ bekannt ist. Die Methode basiert auf Kuh-Dung und -Urin. Mit einer Kuh und natürlichen Ressourcen aus der Region wie Baumblätter und Papaya Fleisch kann ein einziger Bauer rund 12 Hektar Land unabhängig bewirtschaften – ohne chemische Düngemittel, Pestizide und Insektizide. Die umweltfreundliche Anbaumethode führt außerdem zur Sammlung von Regenwasser und trägt zu einer Verringerung der globalen Erwärmung bei.

Anbau von Papaya, Moringa, Banane und schwarzem Reis

Sie hatten Glück im Unglück. Aufgrund der Corona-Pandemie kamen einige kluge Köpfe ins Dorf zurück, unter ihnen der junge Farmer Kishore. Sie erläuterten ihm ihre Pläne und er übernahm auf einem Hektar die Planung und Durchführung eines mehrschichtigen Anbaumodells. Statt Monokulturen wurde nunmehr ein Mix aus Kulturen im Boden, auf dem Boden und in der Luft angebaut: Papaya, Moringa, Ingwer, Banane, Kurkuma und einen kleinen Teil von schwarzem Reis. Das Projekt begann im Juni. Von nun an musste täglich jeden Morgen Kuh-Mist und -Urin gesammelt werden, mussten natürliche Pestizide aus Baumblättern hergestellt (Jeevamrut-Spray) und das Land entsprechend bearbeitet werden. Alle acht Tage wurden die Pflanzen mit Jeevamrut-Spray bespritzt.

Verlust und Lehren

Als im September die Ernte kam, wurde eine erste Bilanz gezogen. Aufgrund von starken Regenfällen gab es im ersten Jahr Einbußen in der Ernte. Doch diese konnten nicht verglichen werden mit den großen Verlusten aufgrund von Umwelteinflüssen, die Monokulturen betreffen; hier kann das Jahreseinkommen eines Bauern in kurzer Zeit vernichtet werden. Die Investoren konnten ihre Kosten decken. Die Organisatoren beschlossen in großem Stil ihr Pilotprojekt zu erweitern und sich Planung, Ausführung, Ressourcenmanagement, Marketing, Verkauf, Transport und Finanzen zu teilen. Über die Einzelheiten ihres Projekts gift- und chemiefrei zu produzieren, informieren sie seitdem über die Facebook-Seiten „Natural Farm, A healthy way for life“. Aus drei Personen und einem Hektar Land sind sechs Hektar chemiefreies Land im Dorf Khadki und neun Hektar in Wardha geworden. Immer mehr Menschen schließen sich ihnen an.

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