Varanasi

Varanasi – heilige Stadt am Ganges

Varanasi, auch Benares oder Kashi genannt, ist seit Jahrhunderten einer der heiligsten hinduistischen Pilgerorte Indiens (Tirthasthana genannt). Jeder Hindu möchte wenigstens einmal im Leben diese Stadt besuchen. Selbst die Hindugötter, um genau zu sein Shiva und Parvati, haben Varanasi als ihren Heimatsitz auf Erden gewählt.

Die Stadt Varanasi im Bundesstaat Uttar Pradesh ist eine der ältesten Städte der Welt und im Übrigen auch der Wahlkreis des neuen Ministerpräsidenten Narendra Modi, eine Augenweide ist sie nicht unbedingt. Schon Mark Twain sagte: „Benares ist älter als die Geschichte, älter als alle Traditionen, älter sogar als Legenden und die Stadt sieht doppelt so alt aus wie das alles zusammen.“ Dennoch sollte man einmal im Leben diesen hochspirituellen Ort gesehen haben. Varanasi gehört zu den sieben heiligsten Städten des Hinduismus. Der Ort ist aber auch wichtig für Buddhisten und Jains und somit ein Hort alter Kulturen und Traditionen in einer wahrhaft geschichtsträchtigen Region.

Es heißt, Varanasi war der Lieblingsort des Gottes Shiva. Der Ganges, der durch die Stadt fließt, ist ein wesentlicher Teil aller religiösen Rituale, hier vor allem der Feuerbestattungen. Hindus glauben, wenn sie in Varanasi sterben, werden sie vom Kreislauf der Wiedergeburten erlöst. Für uns Europäer mögen diese Bestattungsrituale düster und bedrückend wirken. Hindus empfinden das anders.

Varanasi
Varanasi

Nur etwa 10 km von Varanasi entfernt liegt der Ort Sarnath, ein Heiligtum für Buddhisten aus aller Welt – ein Kontrastprogramm zu Varanasi, den Sarnath ist deutlich sauberer, reiner, schöner. Hier hielt Buddha seine erste Predigt, nachdem er erleuchtet wurde, und hier lehrte er die vier edlen Wahrheiten. Der Ruinenpark von Sarnath wird sehr gut gepflegt. Man kann hier wandeln und meditieren und die tiefen Eindrücke, die Varanasi hinterlassen hat, verarbeiten.

Die Sanierung Varanasis ist längst überfällig. Offensichtlich hat man hier nicht viel Wert auf die Verschönerung der historischen Gebäude gelegt. Ein Verkäufer von Handwebstühlen drückte das so aus: „Man bemalt ja auch nicht das Qutb Minar in Delhi, damit es neu und schön aussieht. Warum also sollten wir etwas an unseren Schätzen aus einer reichen Vergangenheit ändern?“ Die indische Regierung sieht das anders und will nun ein Sanierungsprogramm in Höhe von 118 Millionen Rupien (ca. 1,54 Mio. Euro) für Varanasi auflegen. Immerhin haben 285.252 ausländische Touristen im Jahr 2013 die Stadt besucht – fast 7.000 mehr als im Jahr zuvor, Tendenz steigend.

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