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© Foto: Jan David Günther

Frauen in Indien: Dokumentarfilm: „Where to, Miss?“

© Foto: Jan David Günther

Ein junges Dokumentarfilmteam arbeitet gerade an einem Film über Taxifahrerinnen in Delhi. Die Regisseurin Manuela Bastian hält ihren Film „Where To, Miss?“ für eine notwendige Reaktion auf die brutale Vergewaltigung einer Studentin in Delhi im Dezember 2012. Die Geschichten aus den Leben der Taxifahrerinnen Devki und Chandni sind ein Symbol dafür, wie Frauen und Männer trotz großer Schwierigkeiten Strukturen schaffen, um sich irgendwann von veralteten Rollenbildern der überwiegend von Männern dominierten indischen Gesellschaft zu verabschieden.

Manuela Bastian interessiert sich seit ihren längeren Aufenthalten in Indien und Nepal für die gesellschaftlichen Strukturen auf dem indischen Subkontinent. Der Tod der jungen Studentin Ende 2012 hat in Indien eine Welle von Protesten ausgelöst. Die Frauen sind mutiger geworden. Dennoch beherrscht die Angst vor sexuellen Übergriffen den Alltag vieler Frauen. Der Film stellt die Frage, was das für Folgen hat und was die Frauen dagegen tun. Viele Frauen wollen künftig verstärkt selbst für ihre Sicherheit sorgen.

Der Film begleitet zwei indische Frauen, Devki und Chandni, die als Taxifahrerinnen in Delhi nur Frauen fahren möchten. Bisher gibt es davon nur eine Handvoll – 13 sollen es mittlerweile sein. Ein Tropfen auf den heißen Stein, aber immerhin ein Anfang. Die Frauen lernen in einer speziellen Ausbildung nicht nur Autofahren, sondern auch Englisch und Selbstverteidigungstechniken. Ihre „Lady Cabs“ stehen ausschließlich weiblichen Fahrgästen zur Verfügung. Während der Fahrt entstehen in diesem geschützten Raum zwischen den Frauen interessante Gespräche über Frau-Sein in Indien, Selbstbestimmtheit und das Auflehnen gegen Rollenbilder.

Ihren ersten Dreh im März 2013 hat das Filmteam fast komplett aus eigenen finanziellen Mitteln bezahlt. Diese finanziellen Mittel sind nun aufgebraucht. Um ihren Film wie geplant fertigstellen zu können, braucht Manuela Bastian und ihr Team finanzielle Unterstützung, die sie versuchen über Crowdfunding aufzutreiben. Denn im März 2014 soll in Delhi an dem Film weitergedreht werden, um herauszufinden, welche Veränderungen sich für die Taxifahrerinnen Devki und Chandni innerhalb eines Jahres ergeben haben. Devkis Familie ist gegen ihre Entscheidung als Taxifahrerin zu arbeiten. Chandni dagegen war eine der ersten Taxifahrerinnen Delhis und wird von ihrer Familie in ihrer Berufswahl unterstützt. Diese Kontraste möchte das Team herausarbeiten. Der Weltfrauentag und das Farbenfest Holi sollen ebenfalls ein Teil des Nachdrehs werden.

Auch die Fertigstellung des Films kostet Geld. Sämtliche Spenden werden zu 100 Prozent nur für das Projekt verwendet. Das gesamte Team in Deutschland arbeitet zwar mit Herzblut an dem Projekt, allerdings auch komplett unentgeltlich.

Ein spannendes und unterstützenswertes Projekt, finden wir. Im August 2014 soll der Film fertig sein.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zu spenden finden Sie auf: www.wheretomiss.de

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