Mittwoch, 20. September 2017
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Indien Knigge

Wer zum ersten (zweiten, dritten…) Mal nach Indien reist, wird Wert darauf legen, als Fremder nicht unangenehm aufzufallen. Die Inder sind ein offenes und gastfreundliches Volk, das andere Sitten und Bräuche respektiert. Dennoch sollte man ein paar Dinge beachten.

Traditionelle Begrüßung
Die übliche Begrüßung in Indien ist der „Namaste“-Gruß. Das Wort bedeutet übersetzt soviel wie „Ich verbeuge mich vor Dir!“. Dabei werden die Handflächen aneinander gelegt und in Brusthöhe gehoben, der Kopf wird dabei leicht gesenkt. Je nach sozialem Stand des Gegenübers werden die Hände auch höher gehoben.

Begrüßung des Geschäftspartners
Den Geschäftspartner begrüßt man mit einem gewöhnlichen Handschlag, worauf zumeist das Austauschen der Visitenkarte erfolgt.

Bekleidung
Auch und gerade als Tourist sollte man sich in Indien an bestimmte Kleidungsstandards halten, um nicht unangenehm aufzufallen. Die indische Gesellschaft legt großen Wert auf „standesgemäße“ Kleidung. In Indien wird es nicht als „cool“ angesehen, in zerschlissenen Kleidern aufzutreten. Auf gar keinen Fall sollte man kurze Hosen tragen. Frauen sollten auf ärmellose und knappe Oberteile verzichten, auch wenn die Temperaturen in vielen Teilen Indiens für Europäer extrem hoch sind. Zu empfehlen sind leichte, lange Baumwollhosen, T-Shirts, Hemden und wasserbeständige Sandalen.

Die linke Hand
Die linke Hand wird in Indien ausschließlich zu hygienischen Zwecken gebraucht und gilt deswegen als unrein. Deshalb ist es zu vermeiden, jemanden mit der linken Hand zu berühren oder damit Essen zu servieren. Auch man selbst sollte zum Essen nur die rechte Hand verwenden.

Kopfschütteln
Wenn ein indischer Gesprächspartner den Kopf schüttelt, ist dies nicht zwangsläufig als „Nein“ zu werten! Das Gebot der Höflichkeit verbietet es den Indern, eine Frage mit einem klaren „Nein“ zu beantworten. Deshalb sollten Sie es auch vermeiden, Fragen zu stellen, die Ihr Gesprächspartner mit einem „Nein“ beantworten muss.

Heranwinken
Jemanden nach europäischer Art heranzuwinken, wird in Indien als beleidigend gewertet. Dort ist es üblich, zum Heranwinken den Arm nach vorne auszustrecken und die Hand nach unten zu bewegen.

Auf dem Boden sitzen
Setzt man sich auf den Boden, sollte man beachten, die Fußsohlen nicht nach vorne oder jemandem entgegen zu strecken. Besser ist der übliche Schneidersitz.

Pünktlichkeit
Die deutsche Pünktlichkeit ist in vielen Südeuropäischen Ländern nicht üblich. Auch in Indien ist es gut möglich, dass Sie länger als erwartet auf jemanden warten müssen. Nehmen Sie dies nicht als persönliche Beleidigung, sondern stellen Sie sich von vornherein auf zeitliche Verzögerungen ein.

Fotografieren
Das Fotografieren von Bahnhöfen, Brücken und militärischen Anlagen ist nicht immer erlaubt. Auch für das Ablichten von historischen Bauwerken und Plätzen muss zuvor häufig eine Genehmigung beantragt werden.