Donnerstag, 23. November 2017
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Die Geschichte Indiens

2014
Narendra Modi gewinnt Parlamentswahl und ist bis heute amtierender Premierminister Indiens.

2000 – 2013
Große Bundesstaaten werden aus politischen und wirtschaftlichen Gründen geteilt: Uttarakhand aus Uttar Pradesh (2000), Jharkhand aus Bihar (2000), Chhattisgarh aus Madhya Pradesh (2000), Telangana aus Andhra Pradesh (2013?). Die Tendenz zu mehr Bundesstaaten hält an.

2009
Manmohan Singh wird wieder gewählt.

17.08.2007
Pratibha Patil wird zur ersten Präsidentin von Indien gewählt.

2004
Manmohan Singh von der Kongresspartei wird zum Ministerpräsidenten gewählt.

1998
Indien führt nach fast 25 Jahren völlig überraschend fünf unterirdische Atomtests durch und erklärt sich zur Atommacht. Indien ist dem Atomwaffensperrvertrag nie beigetreten.

1998 – 2004
Regierung der rechtskonservativen BJP-Regierung (Bharatiya Janata Party) unter Atal Bihari Vajpayee

1992
Nationalistische Tendenzen brechen sich Bahn, die unter anderem in der Zerstörung der Babri-Moschee in Ayodhya als auch in der Umbenennung Bombays in Mumbai (1995) zum Ausdruck kommen.

1991
Beinahe Staatsbankrott Indiens und der Beginn tiefgreifender Wirtschaftsreformen. Abwendung von der Planwirtschaft und dem sog. “Licence Raj” hin zur freien Marktwirtschaft und der Öffnung der indischen Wirtschaft zum globalen Handel. Zulassung ausländischer Investoren in Indien. Beginn von Privatisierungen staatlicher Unternehmen. Überwindung der niedrigen „Hindu Growth Rate“ und seitdem stetig wachsende Wirtschaftsleistung Indiens.

1991
Ermordung Rajiv Gandhis im Zusammenhang mit den Tamil Tigers und dem Bürgerkrieg in Sri Lanka. Narasimha Rao wird neuer Ministerpräsident

1984
Ermordung Indira Gandhis durch Sikh-Leibwächter wegen der Niederschlagung der Kkalistan-Bewegung im Punjab und der Erstürmung des Goldenen Tempels der Sikhs in Amritsar (1984). Daraufhin Progrome gegen Sikhs vor allem in Delhi. Ihr Sohn Rajiv Gandhi wird ihr Nachfolger im Premierministeramt.

1980
Indira Gandhi wird abermals Ministerpräsidentin

1977
Rückkehr zur Demokratie. Moraji Desai wird Ministerpräsident

1975
Indira Gandhi ruft den Notstand aus und regiert mit diktatorischen Mitteln. Tausende Oppositionelle werden verhaltet. Gandhi beendet selbst die Notstandsregierung

1974
Indien wird Atommacht

1971
Neue Kämpfe mit Pakistan flackern wieder auf. Ostbengalen fühlt sich durch Westpakistan bevormundet. Mit Hilfe des indischen Militärs erreicht Ostbengalen schließlich seine Unabhängigkeit und heißt seitdem Bangladesch.

1968
Beginn der “Grünen Revolution” zur Steigerung der Agrarproduktion in Indien

1966
Indira Gandhi, eine Tochter Jawaharlal Nehrus, wird Ministerpräsidentin

1965 – 1966
Durch verschiedene Grenzzwischenfälle und Auseinandersetzungen kommt es zum zweiten indisch-pakistanischen Krieg, der durch Vermittlung der Vereinigten Nationen auf der Konferenz von Taschkent beigelegt wird

1962
Grenzkrieg mit China.

1950
Indien gibt sich eine Verfassung. Jawaharlal Nehru wird ersten indischer Premierminister. Indien wird eine der führenden Nation in der Blockfreienbewegung.

15.08.1947
Unabhängigkeit Indiens und Teilung in ein indisches und ein pakistanisches Dominion, Beginn des Kaschmir-Konflikts. Ermordung Gandhis (1948).

1885 – 1947
Gründung des indischen Nationalkongresses und der Beginn des organisierten Widerstands gegen die britische Fremdherrschaft (1885). Gründung der Muslim Liga (1906). Kampagnen Mahatma Gandhis: Nicht Zusammenarbeit (1920/21), Salzmarsch (1930). Pakistan-Resolution (1940) und “Quit India”-Resolution (1942)

1858 – 1947
Britsche Herrschaft in Indien („British India“ inkl. Burma), die sog. “British Raj”. 1877 wird Königin Viktoria Kaiserin von Indien.

1857 
Der letzte große bewaffnete Freiheitskampf der Inder, die sogenannte “Mutiny” oder Meuterei, wird niedergeschlagen. Indien wird britische Kronkolonie (1858).

1757 – 1857
Die britische Ostindien-Kompanie schalten die anderen Kolonialmächte in Indien aus. Beginn der britischen Territorialherrschaft in Indien (1765, Steuerhoheit über Bengalen). Die Briten werden schrittweise zur beherrschenden Macht auf dem gesamten Subkontinent. Erheblicher Widerstand von Tipu Sultan in Südindien (bis 1799) und vom Sikh-Reich im Punjab (bis 1849).

1646 – 1818
Hinduistische Marathen-Konföderation etabliert sich gegenüber der Moghul-Macht (Marathenführer Shivaji) und herrscht über Zentralindien.

1525 – 1857
Die Moghul-Dynastie beherrscht den Großteil Indiens. Wichtigste Moghul-Kaiser sind Akbar der Große und Shah Jahan (Erbauer des Taj Mahal)

1510 – 1961
Portugiesen erobern Goa, Beginn der Kolonialzeit in Indien, in Folge der Portugiesen kommen Niederländer, Dänen, Franzosen und Engländer und setzen sich an den Küsten Indiens fest.

1498
Entdeckung des Seewegs nach Indien durch Vasco da Gama

1398 – 1565
Hinduistisches Großreich von Vijayanagar in Zentralindien

1000 – 1761
Muslimische Eroberer aus Afghanistan und Zentralasien plündern und besetzen Indien vom Nordwesten her: Mahmud von Ghazni, Mohammed von Ghor, die Gründer des Sultanats von Delhi, Timur (Mongolen), die Lodi- und die Moghul-Dynastien bis zu den letzten muslimischen Eroberern im 18. Jahrhundert Nadir Shah (1739) und Ahmad Shah Durrani (1761)

712
Erstes Eindringen und Festsetzen muslimischer Krieger in Sind (heute Pakistan)

500 – 1000
Regional bedeutsame Dynastien der Pallava, Chalukya, Rashtrakuta, Pratihara und Chola. Ausgreifen der indischen Kultur und Religion auf den süd-ostasiatischen Raum

400 – 1000
Glanzzeit der hinduistischen Kultur (Indische Klassik: Sanskrit-Literatur), Rückdrängung des Buddhismus in Indien und Verbreitung des Buddhismus in Zentral-, Südost- und Ostasien

320 – 530 nach Christus
Großreich der Gupta-Dynastie in Nordindien

Zeitenwende
Es bestehen Beziehungen rund um den indischen Ozean und bis ins Römische Reich. Südliche Ausläufer der Seidenstraße verlaufen durch Indien. Indien stellt Luxusgüter und Waffen her.

Ab ca. 200 vor Christus
Dynastien der Sunga, Satavahana und Saken (Skyten), Herausbildung der Tamil-Kultur und der tamilischen Sangam-Literatur

320 – 185 vor Christus
Erstes indische Großreich unter der Maurya-Dynastie entsteht und erreicht unter König Ashoka seine größte Machtentfaltung.

327 – 325 vor Christus
Alexander der Große überschreitet den Indus. Im Nordwesten Indiens entstehen gräko-indische Königreiche.

563 – 486 vor Christus
Leben und Wirken von Gautama Buddha in dessen Folge sich der Buddhismus entwickelt. Zeitgleich bildet sich auch der Jinismus heraus.

1500 – 500 vor Christus
Einwanderung der Arier und Beginn der Herausbildung des religiös-kulturellen Systems des Hinduismus. Am Ende der Epoche Entstehung der Veden (heilige Schriften des Hinduismus)

2250 – 1750 vor Christus
Im Industal besteht eine der ältesten Hochkulturen der Menschheit (Induskultur, Harappa, Mohenjo Daro).

ca. 3500 vor Christus
Neolithische Revolution

ca. 500.000 vor Christus
Frühmenschen besiedeln das Gebiet Indiens

 

Hintergrund: Die Geschichte der indischen Rupie

2 comments

  1. Leider sind Ihre Angaben über die Geschichte des vorchristlichen Indiens nicht auf dem aktuellsten Stand:

    1. Industal-Zivilisation: Die Blütezeit der Zivilisation war angeblich zwischen 2.600 und 1.700 v.Chr. Die Anfänge der Zivilisation gehen bis ca. 7.000 v. Chr. zurück. Allein die Stadt Mohenjodaro soll um 6.000 v. Chr. eine Bevölkerung von ca. 50.000 Menschen gehabt haben. Funde deutend zudem darauf hin, dass Yoga bereits bekannt war. Somit waren die Veden (zumindest der RgVeda) bereits bekannt.

    Bereits die Industal-Zivilisation haben im großen Stil Export betrieben, wie in Mesopotamien und um Schwarzen Meer gefundene Artefakten belegen.

    2. Angaben im RgVeda deuten darauf hin, dass er VOR der Industal-Zivilisation entstand. Nicht nur astronomische Daten, sondern auch Berichte einer griechischen Delegation, die Chandragupta Maurya besuchte, ergeben eine Datierung von 6776 v.Chr. Laut astronomischen Angaben der Ramayana, entstand dies um 5.600 v. Chr. Der Mahabharata entstand ca. 2.500 Jahre danach. Der Mahabharata-Krieg soll um ca. 2.600 v.Chr. geführt worden sein.

    3. Es gab weder eine arische Invasion noch eine arische Einwanderung. Dies ist inzwischen mehrmals widerlegt worden. Die sog. “Aryan Invasion Theory” wurde vom deutschen F. Max Müller (der zudem behauptete, dass die “Arier” auch die Veden mitgebracht hätten) aufgestellt und beruhten im wesentlichen auf zwei “wissenschaftlichen” Thesen der damaligen Zeit: erstens, dass die Erde vom christlichen Gott um 4006 v.Chr. erschaffen wurde (somit dürften die Veden nicht älter sein als die Erde) und zweitens, dass der Europäer zur sog. Herrenrasse gehörte (die “minderwertigen” Inder waren nicht in der Lage, ein solches Werk wie die Veden zu verfassen).
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    Als sich diese Theorie als falsch herausstellte, hat man sie mit der sog. “Aryan Immigration Theory” ersetzt bzw. “verdünnt”. Auch hierfür gibt es aber keine Belege. Die Veden erwähnen weder eine Invasion noch eine Einwanderung. Vielmehr belegen die (u.a. astronomischen) Angaben der Veden immer wieder und konsistent, dass sie in Indien durch Einheimischen verfasst worden sind. DNA Untersuchungen haben ergeben, dass es keine “Mischung” in der damaligen Bevölkerung gab. Vielmehr, deutet vieles darauf hin (Angaben der Mahabharata und Veden sowie DNA-Untersuchungen, die noch erweitert werden müssen), dass eine “Auswanderung” stattgefunden hatte – die sog. “Out of India Theory”.

    4. Die von Ihnen erwähnten Datierung der Veden ist ebenfalls auf F. Max Müller zurückzuführen (s. oben). Er hat aber schon zu seinen Lebzeiten zugegeben, dass die Datierungen eher willkürlich gewesen sind. Somit sind die Datierungen sämtlicher antiken indischen Werke erneut und gründlich vorzunehmen.

    5. Hinduismus als Religion gab es nie – dieser Begriff ist ein westlicher. Heutzutage nennen viele Inder ihre Glaubensrichtung deshalb “Sanatana Dharma”. Jainismus/Jinismus hat zur Grundlage die 24 Tirthankaras. Rechnet man diese zurück, ergibt sich ebenfalls einen Anfang, der ca. 10.000 Jahre zurückliegt (Viele Jain-Munis sind sogar davon überzeugt, dass die Anfänge noch weiter in der Vergangenheit zu suchen ist). Die Datierung von Buddhismus ist ebenfalls sehr unsicher. Chinesischer Buddhismus gibt das Jahr 1100 v.Chr. an, die indischen Puranas, sogar 1700 v. Chr.

    Quellen: harappa.com, mohenjodaro.net. drupalgardens.com, vedicsciences.net, vedanet.com, Dr. Konraad Elst koenraadelst.bharatvani.org, Dr. David Osborne “Scientific verification of the Vedas”,, , Dr. N.S.Rajaram “Aryan Invasion – History or Politics?”, Rajiv Malhotra “Breaking India”, „Brief history of Indian Science“ Dr. Subhash Kak, Dr. P. Priyadarshi.

  2. Hallo Herr Gandhi, vielen Dank für die Vorschläge.
    Wir werden die Angaben überprüfen und entsprechend ändern.

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