Qawwali-Sänger im im Nizamuddin Dargah. Foto: Joe Athialy

Sehenswertes in Delhi abseits der Touristenpfade

Sicher, Delhi hat sehr viele interessante Sehenswürdigkeiten: Baudenkmäler, Moscheen, Forts und einige Museen, die allesamt einen Besuch wert sind. Doch man kann in Indiens Hauptstadt auch noch andere Schätze entdecken.

Geführte Spaziergänge durch die Straßen

In Delhi wird eine ganze Reihe von geführten Touren zu Fuß angeboten. Eine ganz besonders interessante Tour führt durch die Straßen von Pharaganj und die Gegend um die New Delhi Railway Station. Geführt werden Sie hier von ehemaligen Straßenkindern, die zum Touristenführer ausgebildet wurden, aber einst selbst auf diesen Straßen lebten. Eine wirklich einmalige Tour, die auf das Schicksal der Straßenkinder aufmerksam machen soll. Organisiert wird die Tour vom Salaam Baalak Trust, einer Organisation, die den obdachlosen Kindern der Stadt ein Dach über dem Kopf, Essen und Unterstützung anbietet. Diese Tour wird Ihnen die Augen öffnen. Sicher ist es teilweise auch herzzerreißend, die brutale Seite der Stadt so direkt zu erfahren. Andererseits zeigt sich hier aber auch ein Hoffnungsschimmer, wenn man sieht, was diese Kinder und Jugendlichen leisten können, wenn man ihnen die Gelegenheit dazu gibt. (www.salaambaalaktrust.com/city-walk.asp)

Changing of Guard – Wachablösung

An vielen Orten dieser Welt, z. B. am Buckingham Palace in London, ist der Wechsel der Wächter vor diesen Prachtbauten für Touristen ein ganz besonderes Spektakel. Das können Sie auch in Delhi erleben: beim Changing of Guard am Rashtrapati Bhavan (Hindi für “Haus des Präsidenten), dem Amtssitz des indischen Staatspräsidenten. Erstaunlicherweise ist dies eine der weniger bekannten Attraktionen Delhis. Die zeremonielle Wachablösung wurde erst 2007 eingeführt und dann 2012 noch einmal verlegt. Inzwischen findet die Changing of Guard jeden Samstagmorgen im Vorhof der Präsidentenresidenz statt. Dort ist Platz für etwa 200 Gäste. Normalerweise ist der Zutritt zum Rashtrapati Bhavan verwehrt, sodass die Zeremonie auch eine wunderbare Gelegenheit ist, die Architektur dieses riesigen Gebäudes zu bewundern. Die Uhrzeit, wann die Wachablösung stattfindet, ändert sich je nach Jahreszeit. Zurzeit sind folgende Uhrzeiten angegeben (ohne Gewähr): 15. März bis 14. August um 8.00 Uhr; 15. August bis 14. November um 09.00 Uhr; 15. November bis 14. März um 10.00 Uhr.

Qawwali-Gesänge im Nizamuddin Dargah

Hazrat Nizamuddin liegt wie eine vergessene Insel inmitten verkehrsreicher Straßen im Süden Delhis. Hier befindet sich das Nizamuddin Dargah, die letzte Ruhestätte des wohl weltweit berühmtesten Sufi-Heiligen Nizamuddin Auliya. Sufi-Gläubige aus aller Welt kommen hierher, um ihrem Heiligen zu huldigen. Jeden Donnerstagabend kann man hier auch den gefühlvollen, frommen Qawwali-Gesängen, die von traditionellen indischen Instrumenten begleitet werden und die Zuhörer in Trance versetzen sollen, lauschen. Einige der Familien geben hier ihre Gesänge bereits seit Hunderten Generationen zum Besten. In der Nähe des Nizamuddin Dargah liegt ein geschäftiger Markt in der Nähe von Humayuns Grabmal. Am besten begibt man sich kurz vor Sonnenuntergang dorthin. Aber seien Sie darauf gefasst, dass Sie durch ein Meer an Menschen und durch enge Straßen laufen müssen. Sie sollten auf alle Fälle gut gekleidet und bedeckt (am besten auch mit Kopfbedeckung) dorthin gehen, denn die Veranstaltung ist sehr feierlich. Außerdem werden Sie am Eingang Ihre Schuhe ausziehen müssen.

Auf Geisterjagd

Zugegeben, dieser Vorschlag gehört in den Bereich Skurriles. Aber man kann in Delhi tatsächlich mehr oder weniger wissenschaftlich geführt auf Geisterjagd gehen. Die lange und von Kriegen erschütterte Geschichte der Stadt lässt so manchen vermuten, dass es hier an dem einen oder anderen Ort spukt. Es gibt eine ganze Reihe von Orten in Delhi, die für angeblich paranormale Aktivitäten bekannt sind. Der berühmteste Geisterort ist vermutlich in dem grüneren Teil der Gegend von Delhi Cantonment. Dort soll eine Dame in einem weißen Sari ab und zu am Straßenrand auftauchen und Vorüberfahrende um Mitnahme bitten. Im Khooni Darwaza (Gate of Blood), einem alten Stadttor spuken angeblich drei Mogul-Prinzen, die von den Briten erschossen worden waren. Und auch die Gegend um die Jamali Kamali Moschee und der Friedhof an der Prithviraj Road sollen von Geistern heimgesucht sein. Glauben Sie nicht? Na, dann gegen Sie doch mit der Indian Paranormal Society auf Geisterjagd. Die nehmen sogar wissenschaftliche Instrumente mit, um die Geister identifizieren zu können. (Buchbar z. B. über www.govagabond.com/tour-detail.php?url=Explore-Delhis-Most-Haunted-Sites)

Ein Besuch bei Delhis Volkskünstlern

Unter der Shadipuzr Depot Brücke im Westen Delhis liegt die Kathputli Colony, ein Slum in dem etwa 800 Volkskünstler leben. Viele dieser Künstler haben Indien bereits im Ausland repräsentiert. Zauberer, Akrobaten, Puppenspieler, Jongleure, Folksänger und traditionelle Tänzer leben in der Kolonie. Ihre Tage hier sind jedoch gezählt, denn die Gegend unterliegt Bauentwicklungsmaßnahmen der Stadt und die Künstler sollen vorübergehend in ein Camp gebracht werden, solange die Baumaßnahmen andauern. Viele dieser Volkskünstler gehören den untersten Kasten an und führen ein sehr hartes Leben. Dennoch sind sie ganz offensichtlich mit Freude an der Arbeit. Es gibt (noch) eine geführte, dreistündige Art of Hope Tour, bei der sie diese ganz spezielle Gemeinschaft in Delhi kennenlernen können. (www.artofhopetour.com)

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