Eine hochrangige Wirtschaftsdelegation aus Düsseldorf unter Leitung von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller hat in dieser Woche intensive Gespräche mit indischen Unternehmen und Institutionen geführt. Im Mittelpunkt standen der Austausch über digitale Verwaltungslösungen, die Förderung von Health-Tech-Start-ups sowie die Zukunft der deutsch-indischen Zusammenarbeit in der Textilindustrie.
Lernen von Indiens Digitalisierungserfolgen
Besondere Aufmerksamkeit erregte der Besuch bei Tata Consultancy Services (TCS) in Mumbai. Der IT-Gigant, der zur größten indischen Unternehmensgruppe Tata Group gehört, präsentierte der deutschen Delegation erfolgreiche Beispiele digitaler Bürgerservices – etwa bei Pass- und Verwaltungsverfahren. TCS ist seit 1991 in Deutschland aktiv und betreibt seit 2008 ein Delivery Center in Düsseldorf.
„Der Austausch mit TCS zeigt eindrucksvoll, wie digitale Lösungen helfen können, Bürokratie abzubauen und staatliche Dienstleistungen bürgernäher zu gestalten“, betonte Oberbürgermeister Keller.
Health-Tech: Indische Start-ups pitchen um Ticket nach Düsseldorf
Auf der Medical Fair India traten junge indische Gesundheitsunternehmen bei der MedX Reception im Pitch-Wettbewerb gegeneinander an. Das Sieger-Start-up sicherte sich eine Wildcard für das MedX@Düsseldorf-Programm, das internationale Gründer zur weltgrößten Medizinmesse MEDICA einlädt. Die Partnerschaft zwischen Düsseldorf und der Future for Health-Plattform besteht bereits zum dritten Mal.
Gemeinsam mit IHK-Präsident Andreas Schmitz und Messe-Geschäftsführer Marius Berlemann zeichnete Keller zudem Preisträger bei den renommierten MT India Healthcare Awards aus.
Freihandelsabkommen als Türöffner für die Textilbranche
Am Samstag führte die Reise nach Gurugram, wo die Delegation das Düsseldorfer Sourcing-Unternehmen Techno Design und den Produktionsbetrieb Himanshu Apparels besuchte. Die Gespräche drehten sich um nachhaltige Beschaffung und die Auswirkungen des kürzlich geschlossenen EU-Indien-Freihandelsabkommens.
Der Wegfall von Importzöllen und vereinfachte Ursprungsregeln stärken die Wettbewerbsfähigkeit indischer Textilhersteller, während europäische Abnehmer von transparenteren Lieferketten und höheren ESG-Standards profitieren.
„Das Freihandelsabkommen schafft neue Spielräume für Kooperation und nachhaltiges Wachstum. Düsseldorf versteht sich dabei als Tor zum europäischen Markt“, so Keller. Die pragmatische und lösungsorientierte Arbeitsweise indischer Unternehmen biete auch deutschen Firmen wichtige Impulse für Innovation.
























