Mit Unternehmensbesuchen und einem Ministertreffen hat die Düsseldorfer Wirtschaftsdelegation ihre rund einwöchige Indienreise abgeschlossen. Der letzte Tag in Bengaluru stand im Zeichen von Energie, Digitalisierung und Telekommunikation.
Bei Uniper ging es um die strategische Bedeutung Indiens für die Energiewende. Im Fokus stand das kürzlich beim Indienbesuch von Bundeskanzler Friedrich Merz unterzeichnete Abnahmeabkommen mit AM Green Ammonia über bis zu 500.000 Tonnen erneuerbares Ammoniak pro Jahr – einer der ersten großskaligen Lieferkorridore für grünen Wasserstoff zwischen Indien und Europa. Erste Lieferungen sind ab 2028 geplant.
Bei Infosys tauschte sich die Delegation über Künstliche Intelligenz, Smart-City-Lösungen und das langjährige Engagement des IT-Konzerns in Düsseldorf aus – unter anderem als Sponsor der Startup Week und mit einem Hackathon im TechHub K67.
Den Abschluss bildete Tech Mahindra, seit 2003 in Düsseldorf ansässig. Thema war der erfolgreiche 5G-Roll-out von 1&1 auf Basis eines Open-RAN-Systems, das von Düsseldorf aus mitentwickelt wurde und als Pilotprojekt für den europäischen Markt gilt.
Wirtschaftsdezernent Christian Zaum, IHK-Präsident Andreas Schmitz und Ferdinand Schlechta vom Indien-Kompetenzzentrum Düsseldorf trafen zudem Dr. Sharanprakash Rudrappa Patil, Karnatakas Minister for Skill Development and Medical Education. Beide Seiten vereinbarten, die Zusammenarbeit bei der Fachkräftemigration zu intensivieren.
„Der heutige Tag hat eindrucksvoll gezeigt, wie eng Düsseldorf mit indischen Unternehmen und Zukunftsmärkten verflochten ist“, resümierte Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller.