Make in India Mittelstand

Der deutsche Mittelstand investiert über 400 Mio. Euro in MAKE IN INDIA

Die Investment-Initiative der indischen Botschaft Botschaft Berlin „MAKE IN INDIA MITTELSTAND“ (MIIM) scheint gut anzukommen. Inzwischen wurden Investitionen in Höhe von 30 Mrd. INR (über 400 Mio. EUR) vom deutschen Mittelstand zugesagt, teilte Indiens Botschafter Gurjit Singh am 16. März 2016 während einer Business-Veranstaltung in der indischen Botschaft in Berlin mit.

Make in India Mittelstand

Das „MAKE IN INDIA MITTELSTAND“-Programm der indischen Botschaft Berlin war im September 2015 mit Unterstützung des Department of Industrial Policy and Promotion (DIPP) und der Investment and Technology Promotion (ITP) Division des indischen Außenministeriums ins Leben gerufen worden, um Investitionen in Indien für den deutschen Mittelstand attraktiver zu machen. Während der ersten sechs Monate des Programms haben sich bereits 26 deutsche Unternehmen zu einer Teilnahme bereiterklärt. Mit den geplanten Investitionen werden 15 neue Fabriken, sechs Erweiterungsprojekte und zwei Pilotprojekte in den indischen Bundesstaaten Maharashtra, Gujarat, Karnataka und Tamil Nadu verwirklicht. Drei Unternehmen, z. B. aus dem Bereich Windturbinen, wagen mit nennenswerten Investitionen den Schritt nach Indien. Fünf Unternehmen haben erfolgreich Joint Ventures abgeschlossen, weitere fünf Unternehmen sind auf gutem Weg zu einem Joint Venture.

Dirk Wiese, MdB und Mitglied in der Deutsch-Indischen Parlamentariergruppe, sagte, dass das „MAKE IN INDIA MITTELSTAND“-Programm eine perfekte Ergänzung für die mittelstandsgetriebene deutsche Wirtschaft sei. Außerdem stärke dieses Programm die wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder. Auch Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbands mittelständischer Wirtschaft sagte die Unterstützung seines Verbandes für das Programm zu.

S. Gangadhar, First Secretary der indischen Botschaft und Leiter des „MAKE IN INDIA MITTELSTAND“-Projektteams, ergänzte, dass die Ergebnisse der ersten Monate des Programms sehr erfreulich seien, vor allem weil die mittelständischen Unternehmen in Deutschland als sehr konservativ bekannt seien und nur vorsichtig in neue Märkte investieren. Daher zeigen diese ersten Ergebnisse das Vertrauen der deutschen Unternehmer in die Initiative. Indiens Teilnahme als Partnerland an der Hannover Messe 2015, bei der Indiens Premierminister Narendra Modi erstmals für MAKE IN INDIA warb, habe deutlich das Interesse deutscher Unternehmen an Investitionen in Indien geweckt. MAKE IN INDIA MITTELSTAND verstärke diesen Trend noch mehr.

Zusammenarbeit

In Zusammenarbeit mit Consulting-Unternehmen, Steuer- und Rechtsberatern, Banken, Kammern, Industrievereinigungen und Behörden werden Investoren fundiert bei ihren Vorhaben in Indien unterstützt, z. B. bei Grundstückszuweisungen, der Registrierung von Unternehmen oder der Zusammenarbeit mit Behörden. Aber es gibt auch Briefings und Workshops zu Themen wie Unternehmensbesteuerung, die Beurteilung von Standorten, Logistik, Sourcing etc. Diese Beratungen sind unter anderem der Schlüssel zu dem schnellen Erfolg des Programms. Das Ziel, 30 Unternehmen im ersten Jahr für Indien zu begeistern, dürfte damit übertroffen werden.

Botschafter Gurjit Singh bei der Wirtschaftsveranstaltung in der Indischen Botschaft Berlin am 16. März 2016. Foto: Indische Botschaft Berlin
Botschafter Gurjit Singh bei der Wirtschaftsveranstaltung in der Indischen Botschaft Berlin am 16. März 2016. Foto: Indische Botschaft Berlin

Highlights des „MAKE IN INDIA MITTELSTAND“-Programms in den ersten sechs Monaten sind:

  • 43 deutsche mittelständische Unternehmen nehmen inzwischen an MIIM teil. Davon haben 26 Unternehmen bereits konkrete Investitionspläne für Indien vorgelegt.
  • Die Investitionen betreffen überwiegend die Sektoren „Industrieproduktion“ und „Umwelt“ (55% bzw. 24 Unternehmen), gefolgt von „Mobilität“ und „Konsumgüter“ (jeweils 6 Unternehmen).
  • Zu den wichtigsten Technologiebereichen des deutschen Mittelstands, die sich beteiligen, gehören Erneuerbare Energien, Ingenieurstechnologien, Bautechnologie, landwirtschaftliche Mechanisierung, Wassertechnologien und Abfallmanagement.

Unterstützt wurde die Initiative bisher von

  • vier Workshops zu verschiedenen Themen rund ums Geschäftemachen in Indien. Die Themen der Workshops beinhalteten unter anderem die Standortsuche und Sourcing, Logistik und Supply Chains, HR Management, Unternehmensgründung und Steuern.
  • die Beantwortung bestimmter Fragen der Unternehmen zur Zusammenarbeit mit Behörden in Indien oder mit anderen Teilnehmern aus der Industrie, zur Markterschließung und Strategie, zu Steuer und Rechtsfragen und weiteren Themen.

Unter dem MIIM-Programm konnte in nur sechs Monaten ein Investitionsvolumen von über 400 Mio. EUR akquiriert werden. Dazu gehören Investitionen in 15 neue Fabrikanlagen, sechs Erweiterungsprojekte und zwei Pilotprojekte, durch die rund 3500 neue Jobs geschaffen werden.

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