Kriterien für nachhaltigen Tourismus in Indien

Auch Indien folgt schon seit langem dem weltweiten Trend zu immer mehr Öko-Tourismus. Noch nimmt das Öko-Segment einen verhältnismäßig kleinen Teil der Tourismusindustrie in Indien ein. Doch das soll künftig noch sehr viel besser werden. Indiens Tourismusminister Shripad Naik stellte kürzlich neue Richtlinien für nachhaltigen Tourismus in Indien vor. Die neuen Regeln betreffen Hotels und Resorts sowie Reiseveranstalter und gelten auch für Strände, die Backwaters, Seen und Flüsse.

Die Weiterentwicklung des Tourismus, der in Indien eine wichtige Einnahmequelle ist, soll künftig nachhaltiger und umweltfreundlicher sein. Die natürlichen Ressourcen des Landes, so Minister Naik, dürfen keinesfalls für kurzfristige Gewinne überstrapaziert werden. Das beträfe nicht nur die Umwelt, sondern auch die Kultur und die Kulturerbestätten des Landes. Mit Wasser, Energie, Kulturgütern und Traditionen müsse schonend umgegangen werden. Alte Kulturdenkmäler sollten wiederhergestellt, Gemeinden in den Ausbau des Tourismus einbezogen, die Tierwelt geschützt und weder Frauen, Kinder noch die arme Bevölkerung ausgebeutet werden.

Die Aufforderung, sich an diese Richtlinien zu halten, adressiert ohne Ausnahme alle, die mit Tourismus zu tun haben: Hoteliers, Reiseveranstalter, Touristen, Meinungsmacher, Medien, Gemeinderäte und -mitglieder. Allerdings werden die Richtlinien auf Freiwilligenbasis eingeführt; wer sich daran hält, wird jedoch belohnt.

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