© Royal Enfield Himalayan Odyssey

Feste und Festivals in Indien im Juli

Im Juli hat der Monsun in den meisten Landesteilen seinen Höhepunkt, trotzdem finden auch jetzt viele Festivals statt. Die heftige Regengüsse, die täglich niedergehen haben außerdem durchaus ihre Reize. Meist spitzt die Sonne immer wieder mal für einige Stunden hinter den Wolken hervor. Die Natur ist satt und grün und Ayurveda-Kuren sollen gerade in diesem Wetter besonders gut wirken. Es gibt also keinen Grund, im Monsun nicht nach Indien zu fahren – im Gegenteil! In einigen Himalaya-Staaten ist sogar genau jetzt Hochsaison und es finden einige farbenfrohe religiöse Feste statt.

Amarnath Yatra

Camp in den Bergen zur Amarnath Yatra. Foto: Nitin Badhwar
Camp in den Bergen zur Amarnath Yatra. Foto: Nitin Badhwar

Im Amarnath Höhlentempel, einem der berühmten und wichtigen Höhlentempel in Indien, wird ein Shiva Lingam aus Eis aufbewahrt. Ein Lingam ist ein Symbol für Gott Shiva und seine schöpferische Kraft in der Form eines Phallus. Die Pilgerfahrt zum Amarnath Tempel gehört zu den härtesten Wallfahrten in Indien. Die Eishöhle liegt auf 3880 Meter Höhe im nordindischen Bundesstaat Jammu & Kashmir und ist nur zu Fuß zu erreichen. Der Weg ist schwierig und je nach Wetterlage auch gefährlich. Doch dort können die Pilger ein sich alljährlich wiederholendes Phänomen bewundern, dass gläubige Hindus für ein Shiva Lingam halten: Jedes Jahr im Juli und August bildet sich in der Höhle von Amarnath ein riesiger Stalagmit aus Eis, der bei Vollmond seine größte Ausdehnung erreicht. Es gibt zwei verschiedene Routen: eine 16 km lange aus Baltal in Ganderbal und der traditionelle 45 km lange Pahalgam Track im Distrikt Anantnag.

Datum: 2. Juli bis 18. August 2016
Ort: am Berg Amarnath, rund 140 km von Srinagar (Kashmir) entfernt.

Dree Festival

Apatani-Frau mit traditionellem Gesichtsschmuck. Foto: Rita Willaert
Apatani-Frau mit traditionellem Gesichtsschmuck. Foto: Rita Willaert

Das Dree Festival ist ein Bauernfestival des Apatani-Stammes. Man schenkt den Göttern, die die Ernte beschützen sollen, geweihte Gaben und betet zu ihnen. Begleitet werden die Gebete von Volksliedern, traditionellen Tänzen und anderen kulturellen Vorführungen. Und ein bisschen hat auch die Moderne mit ihren Vergnügungen Einzug in die Feierlichkeiten gehalten. Der Apatani-Stamm ist im Übrigen durch den besonderen Nasenschmuck der Frauen des Stammes bekannt.

Datum: jedes Jahr vom 4. bis 7. Juli
Ort: Ziro (Arunachal Pradesh)

Kulinarische Genüsse im Ramadan

Moslems beim Gebet. Foto: Sandeep Debnath
Moslems beim Gebet. Foto: Sandeep Debnath

Im muslimischen Monat Ramadan hat man die hervorragende Gelegenheit, sich an frischem, herrlichem Street Food satt zu essen. Ausgerechnet im Fastenmonat Ramadan? Ja, genau dann! Denn Muslime fasten in diesem Monat zwar täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Am Abend aber verwandeln sich dann die Straßen in traditionell muslimischen Gegenden in wahre Street Food Festivals und das Aroma von frisch gebratenem Fleisch zieht durch die Gassen. Seinen Höhepunkt erreicht der Fastenmonat am Ende mit dem Eid al-Fitr, dem traditionellen Fastenbrechen am letzten Tag des Ramadan.

Datum: 06./07. Juli 2016
Ort: überall, wo Muslime leben, am schönsten ist es aber in Mumbai und Delhi

Puri Rath Yatra

So riesig sind die Räder der Wagen, auf denen die Statuen transportiert werden. Foto: JnM. Rtw.
So riesig sind die Räder der Wagen, auf denen die Statuen transportiert werden. Foto: JnM. Rtw.

Dies ist womöglich das wichtige Fest in Indien im Juli. Zwölf Tage lang wird beim Rath Yatra dem Gott Jagannath, einer Reinkarnation von Vishnu und Krishna, sowie seinem älteren Bruder Balabhadra und seiner Schwester Subhadra am Jagannath Tempel in Puri gehuldigt. Diese drei Götterstatuen werden auf riesigen Triumphwagen durch die Stadt gefahren. Letztes Jahr erst wurden die Götterfiguren durch neu geschaffene ersetzt; das ist das letzte Mal vor 20 Jahren passiert.

Datum: 06. bis 18. Juli 2016
Ort: Jagannath Tempel, Puri (Odisha)

Royal Enfield Himalayan Odyssey

Weite Landschaft und dahinter ein beeindruckende Bergkulisse - ein Fest für Biker auf der Royal Enfield Himalayan Odyssey. © Foto: Royal Enfield Himalayan Odyssey
Weite Landschaft und dahinter ein beeindruckende Bergkulisse – ein Fest für Biker auf der Royal Enfield Himalayan Odyssey. © Foto: Royal Enfield Himalayan Odyssey

Ein Fest für Motorrad-Freaks! Bei der 13. Himalayan Odyssey werden die Biker über einige der anspruchvollsten Routen auf einer epischen Reise über einige der am höchsten gelegenen Motorradstrecken in Indien fahren. Dieses Jahr gibt es auch erstmals eine spezielle Version für weibliche Motorradfahrerinnen.

Datum: 9. bis 23. Juli 2016
Strecke: von Delhi nach Leh und zurück über Spiti
Weitere Infos: http://royalenfield.com/de/rides/events/himalayan-odyssey#!overview

Hemis Festival

Farbenprächtige Kostüme und Masken sieht man bei Hemis-Festival. Foto: Madhav Pai
Farbenprächtige Kostüme und Masken sieht man bei Hemis-Festival. Foto: Madhav Pai

Während dieses zweitägigen Festivals erinnert man sich an die Geburt von Guru Padmasambhava, der in Tibel den tantrischen Buddhismus ins Leben rief. Das Festival ist spektakulär. Zu traditionelle Musik werden Maskentänze aufgeführt. Die Masken sind groß, teilweise furchterregend, die Kostüme farbenprächtig und die Kulisse – das Hemis-Kloster in Leh – durchaus beeindruckend.

Datum: 14. bis 15. Juli 2016
Ort: Hemis-Kloster, Leh (Ladakh)

Guru Purnima

Ritual während Guru Purnima. Foto: H.K. Tang
Ritual während Guru Purnima. Foto: H.K. Tang

Jedes Jahr zum Vollmondtag im Hindu-Monat Ashadh (Juni/Juli) wird in Indien ein Fest für spirituelle und akademische Lehrer gefeiert. Ursprünglich wurde der Tag zu Ehren des Weisen Vyasa, der ungefähr 3000 v. Chr. gelebt haben soll und als der Verfasser des große indischen Epos Mahabharata gilt, gefeiert. Doch diese Ehrungen haben sich längst auf alle Lehrer ausgeweitet. Viele Menschen in Indien verbringen den Tag damit das Wissen, das sie sich im vergangenen Jahr angeeignet haben, Revue passieren zu lassen und an die Menschen zu denken, die ihnen bei dieser Wissenserweiterung geholfen haben.

Datum: 19. Juli 2016
Ort: in ganz Indien; besonders sind aber die Feiern im Sivananda Ashram in Rishikesh (Uttarakhand) und eines der größte Feste findet in Goverdhan bei Mathura (Uttar Pradesh) statt.

Njangattiri Aanayoottu – Elefanten füttern beim Tempelfest

Elefanten werden in Kerala sehr geschätzt - und bekommen häufiger mal eine Leckerei. Foto: Diana
Elefanten werden in Kerala sehr geschätzt – und bekommen häufiger mal eine Leckerei. Foto: Diana

Normalerweise werden die Elefanten bei den Tempelfesten in Kerala überreich geschmückt und als Parade durch den Ort geführt. Bei diesem Fest bleiben sie ungeschmückt. Hier geht es darum, sie nach einem vorgeschriebenen Ritual zu füttern. Die Elefanten werden auf das Tempelgelände geführt und bekommen dann von Menschen, die sie verehren, ein Festmahl aus Zuckerrohrblättern, Kokosnussfleisch, Palmzucker und anderen Produkten der Region. Mit diesem Ritual will man dem Elefantengott Ganesha sanft stimmen, damit er Hindernisse aus dem Weg räumt und Wünsche erfüllt.

Datum: 22. Juli 2016
Ort: Njangattiri Bhagavathi Tempel, Pattambi, Distrikt Plakkad (Kerala)

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