Das Kloster Rumtek. Foto: flowcomm

Beliebte Sehenswürdigkeiten in Sikkim

Sikkim, das an China, Nepal und Bhutan grenzt, wurde lange für eines der letzten Shangri-La des Himalaja gehalten, einer jener paradiesischen Rückzugsorte, die zum Träumen anregen. Wegen seiner Abgeschiedenheit und der Tatsache, dass man eine Sondergenehmigung braucht, um hierher zu reisen, ist Sikkim vielleicht nicht die zugänglichste Region Indiens. Sie ist jedoch eine der vitalsten und wohltuendsten. Die Schönheit der Berge und die alte tibetische buddhistische Kultur in Sikkim sind eine Wohltat für die Seele. Hier sind die fünf Orte, die Sie unbedingt besuchen sollten, wenn Sie nach Sikkim reisen:

Die Klöster

Dass Sikkim ein hervorragender Ort zur Meditation ist, beweisen die fast 200 Klöster, die hier über die Bergkuppen verstreut liegen. Die meistbesuchten Klöster in Sikkim sind Rumtek (oberhalb von Gangtok), Pemayangtse (bei Pelling in West-Sikkim) und Tashiding (ebenfalls in West-Sikkim). Aber es gibt durchaus noch weitere Klöster, die einen Besuch wert sind, wie das Karma Kagyu Kloster mit seinen 200 Jahre alten Wandmalereien (in Phodong in Nord-Sikkim), das Enchey Kloster (in Gangtok) und das alte Sanga-Choeling Kloster, das man nur zu Fuß von Pelling aus erreichen kann. Die Klöster veranstalten das ganze Jahr über viele Festivals, vor allem rund um Losar (tibetisch für Neujahr) im Februar/März. Beim Tse-Chu in Rumtek im Juli wird buddhistischer Tanz gezeigt. In Kloster Enchey findet im Dezember/Januar ein Chaarm Festival statt.

Die Yuksom–Dzongri-Wanderroute

Sikkim ist ein Paradies für Wanderer. Die Route von Yuksom zum Dzongri Peak – und wenn Sie noch eine weitere Herausforderung brauchen bis hinauf zum Goecha Peak – ist die beliebteste Trekking-Strecke des Landes. Sie führt durch unberührte Wälder, prächtige Rhododendron-Gärten und quert mächtige Flüsse des Kanchenjunga Nationalparks. Ausländer benötigen zusätzlich zur Genehmigung, Sikkim zu besuchen, auch eine Trekking-Genehmigung. Diese bekommt man im Tourismusbüro in Gangtok oder im Sikkim House in Chanakyapuri, New Delhi.

Rafting auf dem Fluss Teesta

Eine der jüngsten Abenteueraktivitäten, die in Sikkim angeboten werden, ist River Rafting. Der Fluss Teesta hält einige Weltklasse-Strecken hierfür bereit. Die Hauptroute führt von Makha über Sirwani und Bardang nach Rongpo. Stromschnellen der Grade 2 bis 4 wechseln sich mit ruhigeren Passagen, auf denen man dahintreibt, ab. Es gibt viele weiße Sandstrände, auf denen man übernachten kann. Hohe Felswände und tiefe Schluchten und ein mit Hindernissen übersätes Flussbett sorgen für den nötigen Adrenalinkick. Auch auf dem Fluss Rangeet kann man raften – auf der Strecke Sikip–Jorethang–Majitar–Melli –, dieser Fluss ist jedoch noch etwas wilder. Die beste Zeit zum Raften in Sikkim ist von März bis Mai oder von Oktober bis Dezember.

Schutzgebiete für Flora und Fauna

Sikkim ist bekannt für seine erstaunliche Vielfalt an Vogel-, Tier- und Pflanzenarten. Über 450 Vogelarten, 400 Schmetterlingsarten, 450 verschiedene Orchideenarten und 40 Rhododendronarten wurden bisher hier gezählt. Zwei der besten Orte, um die meisten davon selbst zu sehen, sind das Deorali Orchid Sanctuary im Süden Gangtoks (beste Besuchszeit: von März bis Anfang Mai und von Ende September bis Anfang Dezember) und das Kyongnosia Alpine Sanctuary, das etwa eine Stunde von Gangtok entfernt auf dem Weg zum Tsomgo See und nach Nathu La liegt (beste Besuchszeit: von Juni bis Oktober).

Der Nathu-La-Pass und die alte Seidenstraße

Wenn Sie wirklich abenteuerlustig sind, dann empfehlen wir eine Reise entlang der alten Seidenstraße nach Nathu La, das drei Stunden von Gangtok entfernt an der chinesischen Grenze liegt. Die Grenze besteht aus einem Stacheldrahtzaun und man sieht auf der anderen Seite die chinesischen Soldaten patrouillieren. Bis hierher zur chinesischen Grenze dürfen allerdings nur indische Staatsbürger mit Sondergenehmigung reisen, und das auch nur an bestimmten Wochentagen und bei Buchung bei einem registrierten Reisebüro. Ausländer können aber bis zum Tsomgo See, der auch Changu See genannt wird und etwa 27 km vor Nathu La liegt, fahren. Auf dieser Höhe (3.780 m) bleiben die Gletscherseen bis Mai zugefroren. Wenn Sie noch etwas Skurriles erleben möchten, können Sie hier auf einem Yak reiten.

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