Dienstag, 11. Dezember 2018
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Indien – Neues Gesetz für Landkompensation

Investitionsprojekte für rd. 100 Milliarden US-Dollar stocken, weil es Streit um die Kompensationszahlungen für die betroffenen Landbesitzer in Indien gibt. Ein über hundert Jahre altes Gesetz regelte bisher, wie Landbesitzer entschädigt werden, deren Land für wichtige Investitionsvorhaben benötigt wird. Nun wurde nach zweijähriger Debatte vom indischen Parlament ein neues Gesetz verabschiedet, das die Kompensationen besser regeln und von den Betroffenen eher akzeptiert werden soll.

In Zukunft sollen Landbesitzer den vierfachen Wert ihres Landes erstattet bekommen und mindestens 80% der betroffenen Bevölkerung muss dem Investitionsvorhaben zustimmen. Außerdem sollen nicht mehr nur die tatsächlichen Landbesitzer, sondern auch alle Personen, die durch die Vorhaben ihre bisherige Lebensgrundlage verlieren, entschädigt werden. Das gilt z.B. für Fischer und Menschen, die möglicherweise Wälder zuvor extensiv genutzt hatten.

Ob das Gesetz wirklich zum gewünschten Erfolg führt und künftige Investitionsvorhaben wie große Industrie- und Infrastrukturprojekte schneller umgesetzt werden können, muss sich noch in der Praxis erweisen.

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