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India Week Hamburg: Blue Card EU hebt das Interesse der Inder an Europa

Nach der nur mäßig erfolgreichen Green Card für IT-Fachleute aus Nicht-EU-Staaten gibt es seit Mitte 2012 die EU Blue Card.

Die damalige Green Card wurde tatsächlich von den avisierten indischen IT-Experten in Anspruch genommen. Allerdings geschah das in recht geringem Umfang. Mit der neuen blauen Karte der EU sollen unter anderem auch indische Experten und Fachkräfte angesprochen werden. Die Richtlinien für die EU Blue Card sind so gestaltet, dass sie auch tatsächlich erfüllt werden können und damit wesentlich attraktiver sind als die Regeln der alten Green Card.

Blue-Card-Anwärter benötigen einen anerkannten Hochschulabschluss und einen Arbeitsvertrag in Deutschland. Als Experten sollen sie mindestens 46.400 Euro im Jahr verdienen. In Mangelberufen, zum Beispiel bei Ärzten oder Ingenieuren, reicht sogar ein Jahreseinkommen von 36.192 Euro. Die EU Blue Card gilt bis maximal vier Jahre, kann aber bei ausreichenden Deutschkenntnissen nach 21 bzw. 33 Monaten in ein ständiges Bleibe- und Betätigungsrecht umgewandelt werden. Nach eineinhalb Jahren darf der Blue-Card-Inhaber in andere EU-Staaten weiterwandern. Auch die Ehepartner dürfen den Karteninhaber nach Deutschland begleiten und hier ebenfalls arbeiten.

Mit der blauen EU-Karte steht zum ersten Mal ein attraktives Einwanderungsverfahren für Hochqualifizierte und deren Familienangehörige zur Verfügung, von dem Deutschland und seine Wirtschaft profitieren werden. Inwieweit die EU Blue Card auch Inder und Inderinnen ansprechen wird, wird man bald absehen können. Zwar besteht durch die deutsche Sprache eine Sprachbarriere, aber Deutschland hat verglichen mit den bisherigen angelsächsischen Wunschländern der auswanderungswilligen Inder stark an Attraktivität zugelegt. Mit der wachsenden Entwicklung Indiens wird ein Aufenthalt in Deutschland auch als willkommene Zwischenstation angesehen, um am Ende in höhere Positionen wieder nach Indien zurückkehren zu können. Die Blue Card EU könnte sich zum deutsch-indischen Erfolgsmodell entwickeln.

Während der India Week Hamburg 2013 findet eine Veranstaltung mit dem Titel „Willkommen in Hamburg! Indische Fachkräfte im demographischen Wandel“ statt. Experten von IndoGermanLink, Birkenbeil Consulting, India – EU, Training & Consulting, HWF Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH, Hamburg Welcome Center und ISS widmen sich im Business Club Hamburg Villa im Heine-Park speziell Personalfragen im Zusammenhang mit indischen Arbeitskräften.

Anita Shukla, Inhaberin von India-EU Training & Consulting, und zusammen mit Birkenbeil Consulting Teil der Platform IndoGerman-Link: „Neben unseren bereits in Deutschland oder der EU ansässigen indischen Kandidaten mit meist zwei Abschlüssen und z.T. sehr guten Deutschkenntnissen kontaktieren uns in zunehmendem Maße interessante Bewerber aus allen Teilen Indiens. Kulturelle Barrieren zwischen Indien und Deutschland können durch interkulturelle Trainings, Coaching und nicht zuletzt durch Offenheit zum Thema Diversity auf Seiten der Unternehmen erfolgreich minimiert werden.“

WILLKOMMEN IN HAMBURG!
Indische Fachkräfte im demographischen Wandel
11. September 2013, 10.00 – 13.00 Uhr
Business Club Hamburg
Villa im Heine-Park
Elbchaussee 43, 22765 Hamburg

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Auf dem Bild sehen Sie Prof. Dr. Torsten Kühlmann (li.), Co-Initiator des GIRT Oberfranken, Martin Wörlein (2. v. li.), Partner und Leiter ‚Beratung Indien & Südasien‘ Rödl & Partner, Juhi Gera (3. v. li.), Steuerberaterin Rödl & Partner in Neu-Delhi, Indien, Dr. Michael Braun (3. v. re.), Niederlassungsleiter Rödl & Partner in Hof, Ute Coenen (2. v. re.), Niederlassungsleiterin Rödl & Partner in Hof, sowie Prof. Dr. Stefan Wengler (re.), Co-Initiator des GIRT Oberfranken.

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