Dienstag, 25. September 2018
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Jahrhundertflut in Indien

Seit hundert Jahren hat es keine solchen Überflutungen in Kerala (im Südwesten Indiens) gegeben. Die heftigen Regenfälle begannen Ende Juli, Mitte August wurden sie zur Katastrophe. Mehrere hundert Menschen starben. Hunderttausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen und konnten nur ihr Leben retten.

Von der Außenwelt abgeschnitten

Eindrucksvoll ist die Einsatzbereitschaft vieler Freiwilliger. Die Regierung hat unmittelbar Soforthilfe bereitgestellt. Etwa 1 Million  Menschen fanden in Schulen und öffentlichen Gebäuden eine Notunterkunft. Aber ganze Dörfer sind noch immer abgeschnitten, denn Straßen wurden zu Flüssen und Bahnlinien zerstört. Die Menschen dort – viele Adivasi (indigene Bevölkerungsgruppen) – können, wenn überhaupt, nur aus der Luft versorgt werden.

Die Angst vor Seuchen ist groß

Trinkwasserbrunnen sind von Tierkadavern und Abwässern verschmutzt. Dazu kommt die große Sorge, wie das Leben weitergehen soll, wenn die Menschen wieder in Dörfer zurückkehren können. Viele Häuser sind zerstört oder so stark beschädigt, dass sie unbewohnbar sind. Und schlimmer noch: Die Lebensgrundlage dieser Menschen ist zerstört: ihre Felder, ihre Tiere, ihre Werkzeuge und Ackergeräte, das Saatgut für die nächste Aussaat. Die Kinder haben keine Bücher, Hefte und Schulkleidung mehr. Alle Dinge des täglichen Lebens fehlen, vom Kochtopf bis zu Hygieneartikeln. Von den psychischen Folgen dieser Katastrophe gar nicht zu reden.

Was können wir tun?

Die ANDHERI HILFE steht in engem Kontakt mit ihren vier Partnerorganisationen in Kerala. Alle vier Projektregionen sind schwer betroffen. Elvira Greiner von der ANDHRERI HILFE: “ Unsere Partner und ihre Teams sind aktuell voll im Katastrophenhilfeeinsatz. Im Vertrauen auf großherzige Spenderinnen und Spender hier haben wir unsere Hilfe zugesagt. Erste-Hilfe-Materialien sind ausreichend vorhanden, doch wenn demnächst die Flut zurückgegangen sein wird, wenn die Menschen zurückkehren können in ihre Dörfer, dann wird unsere Hilfe dringend notwendig sein: Saatgut und Ackergeräte müssen angeschafft werden, ebenso Werkzeuge, die so dringend für den Wiederaufbau benötigt werden. Brunnen und Teiche müssen wieder instandgesetzt werden.“

Unsere Bitte: Helfen Sie mit, den von der Flut so schwer betroffenen Menschen in Kerala einen Neubeginn zu ermöglichen!

Sonderkonto bei der Sparkasse KölnBonn:
Kennwort „Flut Indien 2018“
IBAN: DE31 3705 0198 0000 0040 28

Oder direkt online spenden

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