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Rumtek Kloster in Sikkim. Foto: Chirantan Mandal
Rumtek Kloster in Sikkim. Foto: Chirantan Mandal

Sikkim auf Top-10-Liste von Lonely Planet 2014

Die abgelegene und unberührte indische Region Sikkim, die an China, Nepal und Bhutan grenzt, wurde gerade erst von dem renommierten Reiseführer Lonely Planet auf die Liste der zehn besten Urlaubsziele für 2014 gesetzt. Und das ist eigentlich auch gar nicht verwunderlich.

Sikkim war der erste indische Bundesstaat, der Richtlinien des Öko-Tourismus erließ und damit einen Meilenstein für nachhaltiges Reisen in Indien setzte. In Sikkim hat man sich sehr auf den Aufbau von nachhaltigem, auf den einzelnen Kommunen basierten Tourismus konzentriert, indem Dörfer ein Budget erhielten, um z. B. Homestays (Privatunterkünfte für Reisende) mit eigens für die Touristen gebauten Zimmern und westlichen Toiletten zu errichten.

Rund um die Reiseziele wurden Wanderwege und Zeltplätze angelegt, die Vogel- und Wildtierbeobachtung oder Naturspaziergänge ermöglichen. Auch Abenteuertourismus wie Wildwasserfahren, Bergwandern oder Bergsteigen, Para-Sailing und Skifahren wurde gefördert.

Jüngste Projekte beinhalten den Aufbau eines Vogelschutzgebietes in Pelling im Westen der Region, Schmetterlingsparks im Norden und einen „Red Panda“-Wanderweg. Auch Gegenden Hochgebirgsseen wie den Gurudongmar und Tsangu hat man für die Touristen z. B. durch neue Wanderrouten weiterentwickelt.

Außerdem erwirbt sich Sikkim gerade einen guten Ruf als Ziel für spirituell interessierte Reisende, vor allem Hindus und Buddhisten. Abgesehen von einigen sehr bekannten Klöstern gibt es in Samdruptse bei Namchi einen Park mit einer etwa 30 m hohen Statue von Guru Rinporchee Padmasambhava und im Tathagata Tsal Buddha Park in Rabong (Ravangla) wurde erst im März 2013 eine über 40 m hohe Buddha-Statue geweiht. Für Hindus sind vor allem die Repliken der Tempel in Badrinath, Puri, Dwarka und Rameshwaram interessant.

Besonders erwähnenswert ist, dass Sikkim sich zum Ziel gesetzt hat, bis 2015 ein vollkommen biologischer Staat zu werden. Schon heute ist es vollkommen frei von Plastik und fördern ausschließlich grüne Industrien.

Der einzige Nachteil ist seine Abgeschiedenheit. Dadurch ist Sikkim noch nicht sehr bequem zu erreichen. 2014 soll jedoch in der Nähe von Gangtok ein neuer Flughafen eröffnet werden.

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