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Mahatma Gandhi-Büste in Trier enthüllt

Eine besondere Ehre für das Auguste-Viktoria-Gymnasium in Trier: Der indische Rat für kulturelle Beziehungen hat der rheinland-pfälzischen Stadt eine Büste von Mahatma Gandhi gestiftet. Das Gymnasium wurde aufgrund seiner langjährigen Kooperation mit einer Partnerschule in Indien sowie diversen Benefizveranstaltungen zugunsten des Landes als künftiger Standort ausgewählt. Die feierliche Enthüllung der Statue fand nun anlässlich des 150. Geburtstags des Staatsmanns am 13. Dezember 2018 statt. Neben dem Trier Oberbürgermeister Herrn Wolfram Leibe war auch die indische Botschafterin Mukta D. Tomar aus Berlin angereist.

Foto: Indische Botschaft
Foto: Indische Botschaft

Botschafterin Tomar hob in ihrer Rede die Bedeutung und Aktualität des Grundsatzes der Gewaltlosigkeit in der heutigen Gesellschaft hervor, um ein friedliches Miteinander, Toleranz und Akzeptanz aufbauen und wahren zu können. Gandhis Werteverständnis diene nach wie vor als grundlegender Leitfaden für ein liberales Miteinander. Dabei betonte sie insbesondere die Relevanz seiner Ansätze für die jüngere Generation, die den Glauben an die eigene Fähigkeit, eine positive Veränderung in der Welt herbeiführen zu können, aufrechterhalten soll. Weiterhin erinnerte sie an die bestehende Brisanz Gandhis Gedanken in Bezug auf nachhaltiges Leben und die Wertschätzung natürlicher Ressourcen. Seine Lehren griff sie unter anderem mit folgendem ausdrucksstarken Zitat auf: „Die Erde, die Luft, das Land und das Wasser sind kein Erbe unserer Vorfahren, sondern eine Leihgabe von unseren Kindern. Dementsprechend müssen wir sie ihnen zumindest in dem Zustand übergeben, in dem wir sie erhalten haben.“

Foto: Indische Botschaft
Foto: Indische Botschaft

Zu Beginn hieß Oberbürgermeister Leibe alle anwesenden Gäste willkommen und dankte der Botschafterin sowie der indischen Regierung – insbesondere der dortigen Kulturabteilung (kurz ICCR) – für die Übergabe der Büste von Mahatma Gandhi an die Stadt Trier. Er begrüßte die enge Zusammenarbeit mit Indien, der größten Demokratie der Welt, und lobte gleichwohl die Anstrengungen des Auguste-Viktoria-Gymnasiums.

Auch der ehemalige Oberbürgermeister von Trier, Klaus Jensen, zählte zu den Rednern an diesem Tag. In seiner Ansprache verwies er auf sieben soziale Sünden, die Gandhi einst identifizierte und die bis heute Bestand haben. Mit Wohlstand ohne Arbeit, Wissen ohne Charakter, Geschäft ohne Moral, Wissenschaft ohne Menschlichkeit ging er auf vier dieser Punkte etwas genauer ein.
Das Schulorchester sorgte für die musikalische Untermalung der Feierlichkeiten und trug Gandhis liebsten Bhajan (religiöses Volkslied) „Raghupati Raghav Raja Ram“ vor. Darüber hinaus hielten einige Schüler einen gelungenen Vortrag über das Indienprojekt, in dem sie ihre persönliche Wahrnehmungen und ihr Verständnis von Indien aufzeigten.
Neben dem Lehrerkollegium und den Schülern des Auguste-Viktoria-Gymnasiums setzte sich das Publikum aus diversen Vertretern der Stadtverwaltung Trier sowie Akademikern und Würdenträgern, unter denen auch Mitglieder der indischen Gemeinde waren, zusammen.

Foto: Indische Botschaft
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