Samstag, 23. September 2017
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Solche aufwendigen Masken gehören zu Theyyam und Padayani
Solche aufwendigen Masken gehören zu Theyyam und Padayani. Foto: Bijoy Mohan

Feste und Festivals in Indien im April

Im April beginnt der Sommer in Indien. Es wird heißt und die großen Feste sind nicht mehr ganz so zahlreich wie im Winter – könnte man meinen. Aber auch jetzt gibt es immer noch viele sehenswerte Festivals wie das alljährliche Tulpenfest in Srinagar. Hier eine Auswahl der Events, die Indien im April zu bieten hat.

Tulpenfest in Srinagar

Tulpenfestival in Srinagar
Tulpenfest in Srinagar (Kashmir). Foto: Jatin Shah

Srinagar hat eine Reihe von sehr gepflegten Gärten, die bis in die Mogul-Zeit zurückreichen. Sie sind voller schöner Blüten und manchmal erstaunlicher Pflanzen. Da wäre z. B. der Shalimar Bagh, den der Mogul-Herrscher Jehangir im Jahr 1619 für seine Frau entwerfen ließ. Oder der Nishat Mughal Garten (der Garten der Freude), der an den Dal-See grenzt. Er wurde 1634 angelegt, nachdem Shah Jahan der Herrscher Indiens geworden war. Schön ist auch der Pari Mahal, der für seine schöne Sicht auf den Sonnenuntergang über dem Dal-See und Srinagar bekannt ist. Auf dem Weg zum Pari Mahal kommt man am Indira Gandhi Memorial Tulpengarten am Fuße der Zabarwan-Berge vorbei. Hier findet im April das berühmte Tulpenfestival mit den größten Tulpenfeldern Asiens statt. Die Gärten kosten alle Eintritt (50 Rupien laut letztem Stand). Sonntags ist es meist sehr voll.

Datum: jedes Jahr während der ersten beiden Wochen im April
Ort: Indira Gandhi Memorial Tulip Garden, Srinagar (Kashmir)

Aoling Festival des Stammes der Konyak

Tänzer beim Aoling Festival in Nagaland.
Tänzer beim Aoling Festival in Nagaland. Foto: Raj Kumar

Einst waren die faszinierenden Konyaks todbringende Kopfjäger. Doch heute ist der Stamm in Nagaland friedlich. Die meiste Zeit verbringen die Konyaks mit Ackerbau und gelegentlichem Jagen. Opium rauchen ist allerdings auch sehr verbreitet. Nach der Aussaat feiern die Konyaks jedes Jahr ihr wichtigstes Festival: das Aoling Festival, das den Beginn des neuen Jahres markiert.

Datum: 01. bis 06. April (jedes Jahr zu diesem Termin)
Ort: Mon-Distrikt in Nagaland (Nordost-Indien)

Rama Navami

Rama Navami in Mumbai.
Rama Navami in Mumbai. Foto: Os Rupias

Zu Rama Navami wird die Geburt des Gottes Rama gefeiert. „Rama“ heißt wörtlich „derjenige, der sich freut“. Dieser Gott gilt im Hinduismus als eine der Inkarnationen Gottes auf Erden. Rama Navami ist eines der bedeutendsten Hindufeste. In Südindien wird vielerorts sogar neun Tage lang gefeiert. Es werden Episoden aus dem Epos Ramayana erzählt, die heiligen Namen Ramas gesungen und die Hochzeit von Rama mit Sita, der personifizierten Natur, gefeiert. Viele Hindus fasten den ganzen Tag, allerdings nur, um den Tag abends mit einem Festmahl zu beenden. Gegen Abend gibt es oft farbenfrohe Prozessionen durch die Straßen. Die Feierlichkeiten sollen die Gläubigen daran erinnern, dass nur derjenige wirklich glücklich sein kann, der pflichtbewusst und moralisch ist, für den ethische Werte und spirituelle Ziele die wichtigsten Dinge im Leben sind.

Datum: 05. April 2017 
Ort: ganz Indien

Mopin Festival

Mopin Festival
Das Mopin Festival in Arunachal Pradesh ist ein Erntedankfest. Foto: Raj Kumar

Das Mopin Festival ist das Erntedankfest des Galo-Stammes. Es ist der Göttin Mopin gewidmet und soll böse Geister vertreiben und für Wohlstand sorgen. Höhepunkt des Festivals ist ein indigener Volkstanz, der Popir heißt und von jungen Frauen getanzt wird. Serviert wird Apong, ein traditioneller Reiswein, den die Galo-Frauen herstellen.

Datum: 05.–06. April 2017
Ort: in den Distrikten East Siang und West Siang (Arunachal Pradesh)

Shigmo Festival

Shigmo, das Frühlingsfest in Goa
Shigmo, das Frühlingsfest in Goa, wird mit Masken und üppigen Kostümen gefeiert. Foto: Frederick Noronha

Shigmo oder Shishirotsava heißt das Frühlingsfest in Goa. Dabei wird in jedem Dorf die Dorfgottheit gebadet und in eine safranfarbene Robe gekleidet. Und dann wird getanzt. Erzählt werden in diesen Tänzen Geschichten aus der Mythologie.

Datum: 07. April 2017
Ort: Bundesstaat Goa (vor allem in Panjim)

Arattupuzha Pooram

Dies ist ein weiteres großes Tempelfest mit vielen Elefanten (rund 60 Tiere), deren Mahuts unter farbenprächtigen seidenen Sonnenschirmen die Tiere reiten. Es ist eines der ältesten Tempelfeste Keralas. Ein Legende besagt, das am Tag des ersten Arattupuzha Pooram 101 Göttinnen und Götter der Nachbardörfer an diesem Fest teilnahmen. Es scheint also auch den Göttern wichtig zu sein.

Datum: 08. April 2017
Ort: Arattupuzha Tempel (Distrikt Thrissur, Kerala)

Ort: Elankavu Sree Bhagavathy Tempel, Vadayar im Distrikt Kottayam (Kerala)

Baisakhi (oder Vaisakhi)

Vaisakhi - Frauen in ihren schönsten Saris
Die Frauen ziehen ihre schönsten Saris zu Vaisakhi an. Foto: tian yake

Vaisakhi ist das Erntedankfest im Punjab, bei dem gleichzeitig der Beginn des neuen Jahres gefeiert und an die Gründung der Khalsa-Bruderschaft, den Begründern des Sikhismus, gedacht wird. Das heißt, Vaisakhi ist auch ein religiöses Fest. Die wichtigsten Feiern finden am heiligsten Tempel der Sikhs, dem Goldenen Tempel in Amritsar statt. Draußen auf den Straßen herrscht Karneval und Prozessionen finden statt.

Datum: 14. April 2017
Ort: hauptsächlich im Bundesstaat Punjab (vor allem Amritsar)

Rongali Bihu

Tanzende Kinder beim Rongali Bihu
Tanzende Kinder beim Rongali Bihu. Foto: woodlouse

Bihu ist eine der Hauptfeierlichkeiten in Assam im Nordosten Indiens. Es ist ein landwirtschaftliches Fest, das dreimal im Jahr gefeiert wird. Die größte dieser Feiern heißt Rongali Bihu und wird auch Bohag Bihu genannt. Sie findet immer im April statt. Drei Tage lang wird gefeiert. Auch der Beginn eines neuen Jahres wird mit dem Rongali Bihu begangen, denn das ist die Zeit, in der die neue Saat auf den Feldern ausgebracht wird. Der erste Tag ist den Kühen gewidmet, die hier ganz wichtig für die Landwirtschaft sind – nicht nur als Milchspender, sondern auch als Helfer auf dem Feld. Den zweiten Tag verbringt man mit Freunden und Verwandten. Es wird viel gesungen und getanzt. Am dritten Tag werden die Götter geehrt.

Datum: 14.–16. April 2017
Ort: Bundesstaat Assam

Kadammanitta Padayani

Kadammanitta Festival: Mit riesigen Masken geschmückt spielen und tanzen die Darsteller Szenen aus der Götter- und Sagenwelt Keralas
Mit riesigen Masken geschmückt spielen und tanzen die Darsteller Szenen aus der Götter- und Sagenwelt Keralas. Foto: Kadammanitta Festival

Padayani ist eine darstellende Kunstform aus dem Süden Keralas, vor allem aus dem ehemaligen Fürstenstaat Travancore. Sie wird von Dorfbewohnern bei Tempelfesten zu traditioneller Musik und Trommelbegleitung gezeigt. Die Darsteller tragen aufwendige Kostüme und riesige Masken. Die Hauptfiguren stellen Bhairavi (die indische Göttin Kali), Kalan (den Gott des Todes), Yakshi (einen Naturgeist) und Pakshi (einen Vogel) dar.

Datum: 14.–21. April 2017
Ort: Kadammanitta Devi Tempel im Pathanamthitta Distrikt (Kerala)

Sankat Mochan Musikfestival

Im Sankat Mochan Mandir in Varanasi
Im Sankat Mochan Mandir in Varanasi. Foto: Kristian Niemi

1923 fand das erste Sankat Mochan Musical Festival statt. Viele namhafte klassische indische Musiker und Tänzer aus ganz Indien sind seitdem hier aufgetreten. Jeden Abend finden im Hof des Hanuman Tempels in Varanasi bis in die frühen Morgenstunden Konzerte im Rahmen der Feiern des Geburtstages des Gottes Hanuman statt.

Datum: 15.–19. April 2017
Ort: Sankat Mochan Hanuman Tempel in Varanasi (Uttar Pradesh)

Chithirai Festival

Tagelang wird beim Chithirai Festival gefeiert.
Tagelang wird beim Chithirai Festival gefeiert. So mancher gerät da in Trance. Foto: wishvam

Das Chithirai Festival ist eines der größten Events in Madurai. Gefeiert wird die Hochzeit von Lord Sundareswarar (Gott Shiva) und der Göttin Meenakshi (der Schwester von Lord Vishnu). Laut Legende kam Vishnu auf einem goldenen Pferd nach Madurai, um der Hochzeit beizuwohnen.

Datum: 28. April – 13. Mai 2017
Ort: Meenakshi Tempel, Madurai (Tamil Nadu)

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