Dienstag, 25. September 2018
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Gebetsfahnen in Sikkim, im Hintergrund die schneebedeckten Gipfel des Himalaya
Gebetsfahnen in Sikkim, im Hintergrund die schneebedeckten Gipfel des Himalaya

Ein Reiseplan für Sikkim

Der Himalaya-Staat Sikkim im Nordenosten Indiens wurde einst das versteckte Königreich genannt. Der mächtige Achttausender Kanchenjunga – der höchste Berg Indiens und der dritthöchste Berg der Welt – überragt die Gegend und ist in der Region von fast jedem Ort aus zu sehen. Das gesamte Gebiet des nur rund 7000 Quadratkilometer kleinen indischen Bundesstaates (etwa ein Zehntel der Größe Bayerns) ist bergig. Wenn es im Mai im größten Teil des Subkontinents unerträglich heiß wird, ist das hochgelegene Sikkim ein hervorragender Rückzugsort. Folgend stellen wir Ihnen die schönsten Sehenswürdigkeiten der Region vor:

Gangtok

Gangtok ist die Hauptstadt von Sikkim. In der Fußgängerzone der Mahatma Gandhi Road sollten Sie die heißen Momos (Teigtaschen) oder Chowmein (ein chinesisches Nudelgericht) in einem der vielen Cafés probieren. Von Gangtok aus lohnt sich auch ein Ausflug zum Tsomgo-See (der von den Einheimischen Changu genannt wird). Er liegt malerisch inmitten schneebedeckter Gipfel. In der Nähe von Gangtok gibt es auch einige sehenswerte Klöster, darunter vor allem das Enchey- und das Rumtek-Kloster. Mit der Seilbahn können Sie in Gangtok auch zum höchsten Punkt des Ortes fahren, von wo aus man eine wunderbare Sicht auf die Stadt und die umliegenden Täler hat.

Pelling

Pelling liegt westlich von Gangtok. Für Aktivurlauber ist hier nicht so viel los, aber das Pemayangtse-Kloster in der Region ist sehr sehenswert. Es wurde 1705 erbaut und gehört zu den ältesten Klöstern in Sikkim. Wenn man Glück hat und der Himmel klar ist, sieht man von hier den Kanchenjunga sehr schön. In der Gegend von Pelling liegt auch der Khecheopari-See, auch „Wunsch-See“ genannt, den die Einwohner Sikkims für heilig halten. Sowohl Hindus als auch Buddhisten pilgern gerne hierher. Der Weg zum See ist gesäumt von Gebetsmühlen und farbenprächtigen Gebetsfahnen, die im Wind flattern.

Am Wochenende werden in Pelling regionale Märkte abgehalten, auf den die Bauern aus der Umgebung ihre Waren anbieten und man schön das lebhafte, farbenprächtige Treiben beobachten kann.

Etwa 40 km von Pelling entfernt liegt das Dorf Yuksam, das der Ausgangspunkt für Ausflüge in den Kanchenjunga Nationalpark ist.

Yumthang Valley und Gurudongmar See

Der Gurudongmar See liegt auf – im wahrsten Sinne des Wortes – atemberaubenden 5180 m Höhe. Die meisten Touren hier hinauf legen den vorgeschriebenen Halt im Dorf Thangu auf 4260 m Höhe ein, damit Sie dort frühstücken und – noch viel wichtiger – sich akklimatisieren können. Der Weg hinauf zum See bietet einige schöne Fotomotive. Seien Sie aber zum einen darauf gefasst, dass es hier oben doch recht kühl werden kann, zum anderen dass die dünne Luft in dieser Höhe zu Kopfschmerzen oder auch dem Gefühl der Desorientierung führen kann, das auch noch einige Stunden, nachdem Sie wieder auf tiefer gelegenes Terrain gefahren sind, anhalten kann.

Yumthang liegt nicht ganz so hoch, nur auf 3660 m Höhe. Die Straße von Lachung nach Yumthang führt durch das „Tal der Blumen“. Sie ist gesäumt von Rhododendronbäumen, die hier in 24 verschiedenen Unterarten vorkommen. Vor allem im Sommer ist hier alles bedeckt mit blühenden Pflanzen. Yumthang selbst liefert Postkartenmotive mit seinen schneebedeckten Bergen ringsum und dem kristallklaren Yumthang-Fluss, der sich durch die blühenden Wiesen hier schlängelt.

Ein Hinweis noch zu Sikkim: Man kann hier kein Auto mieten oder mit dem eigenen Auto fahren, da viele Orte in Sikkim nur mit einer Sondergenehmigung besucht werden dürfen. Sie müssen also Ihre Reise bei einem Reiseveranstalter buchen, der autorisiert ist, solche Touren anzubieten. Sie können dennoch spontan dorthin fahren. Wenn Sie einmal in Gangtok sind, finden Sie auf der Mahatma Gandhi Road einige Anbieter, die Ihnen Touren in Sikkim zusammenstellen können.

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