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Indien lockt jährlich Millionen von Besuchern an - mit landschaftlicher Pracht, kulturellen Bauwerken und jeder Menge historisch Sehenswertem. Die Reise in das exotische Land sollte jedoch gründlich vorbereitet werden.
Indien lockt jährlich Millionen von Besuchern an - mit landschaftlicher Pracht, kulturellen Bauwerken und jeder Menge historisch Sehenswertem. Die Reise in das exotische Land sollte jedoch gründlich vorbereitet werden.

Die 3 wichtigsten Punkte bei der Planung einer Reise nach Indien

Kultur, Gesellschaft, Klima – Indien unterscheidet sich in vielen Punkten stark von unserem gewohnten Lebensumfeld und gilt nicht umsonst als exotisches Reiseland. Umso spannender ist es natürlich, die Besonderheiten während eines Aufenthalts zu entdecken. Damit die Reise ein Erfolg wird, ist es allerdings notwendig, sich gut darauf vorzubereiten.  Hier sind die wichtigsten Punkte, die bei keiner Planung vergessen werden sollten.  

Notwendige Reisedokumente organisieren

Grundsätzlich eint alle Indien-Reisenden eins: Sie brauchen ein Indien-Visum, das in der Regel sechs Monate gültig ist. Um die Einreise-Modalitäten zu vereinfachen, können alle, die eine Reise nach Indien planen, online ein sogenanntes E-Visum beantragen. Dazu sind im Reisepass noch mindestens zwei freie Seiten notwendig. Auch die ETA, die Electronic Travel Authorization, muss eine Bestätigung erteilt haben. Das Visum gilt dann bis zum eingestempelten Termin.

Darüber hinaus gibt es noch diese Visa-Sonderformen, die für eine Einreise denkbar wären:

  • Wer eine Person aus medizinischen Gründen nach Indien begleitet, kann mit einem sogenannten medizinischen Begleitvisum einreisen.

Neben diesen besonderen Regularien wird deutschen Touristen geraten, das Reisebüro mit der Einholung der Einwanderungs-Genehmigung zu beauftragen. Damit übernimmt auch der Reisebüro-Vertreter vor Ort die Begleitung und Verantwortung für die Gruppe, von der alle Mitglieder namentlich ausgewiesen sein müssen.

Für bestimmte Bundesländer ist zudem eine besondere Reisegenehmigung notwendig. Dazu gehören die folgenden Regionen:

  • Arunachal Pradesh
  • Teile von Sikkim
  • Die Lakshadweep Inseln

Für andere Ziele wurde die Genehmigungspflicht aufgehoben, es ist jedoch noch notwendig, sich direkt nach der Ankunft zu registrieren:

  • Die Inselgruppe der Andamanen
  • Nagaland
  • Mizoram

Wer plant, in Indien selbst Auto zu fahren, benötigt dafür einen international gültigen Führerschein. Dieser ist als Nachweis jedoch nur in Verbindung mit der deutschen Fahrerlaubnis anerkannt. Zudem herrscht im gesamten Land Linksverkehr.

Das India Gate in Neu Delhi gilt als Touristenmagnet. Viele Urlauber beginnen ihre Reise in der Hauptstadt des Landes., Foto: Alexander Hartmann

Vorkehrungen für die Gesundheit

Neben den bürokratischen Hürden, die es vor der Einreise zu nehmen gilt, gibt es auch Vorschriften, die den Impfstatus betreffen. Eine Gelbfieberimpfbescheinigung ist für die Einreise in eines der betroffenen Übertragungsgebiete Pflicht, sonst müssen Indien-Reisende zunächst sechs Tage in Quarantäne verbringen, bevor sie weiterreisen können.   

Ausnahmen gibt es nur für Säuglinge unter sechs Monaten und Transitreisende. Empfohlen wird darüber hinaus eine Malariaprophylaxe, eine Mückenstichprävention, für die spezielle Resistenz-Vorgaben einzuhalten sind. Als Nachweis sollte ein Impfpass mitgeführt werden, der WHO-Standards entspricht.

Die größte gesundheitliche Herausforderung für Indien-Reisende aus Deutschland oder Europa sind darüber hinaus die abweichenden hygienischen Standards und das ungewohnte Essen. Um einer Erkrankung vorzubeugen, können auch hier verschiedene Maßnahmen helfen.

Offene Getränke sowie die Nutzung von „Trinkwasser“ aus natürlichen Quellen oder vom Wasserhahn zum Verzehr ist tabu. Hier ist es besser auf heißen, frisch aufgegossenen Tee oder auf Getränke aus Flaschen (auf eine unversehrte Versiegelung achten) zurückzugreifen. Auch zum Zähneputzen ist Wasser aus der Flasche die sicherere Variante.

Vorsicht gilt deshalb auch für offene Speisen. Während es besser ist, auf rohes Gemüse oder geschältes Obst zu verzichten, können viele Gerichte von Straßenständen ganz unbedenklich verzehrt werden, wenn sie frisch zubereitet und gut erhitzt wurden.

Manchen Reisenden mit empfindlichem Magen werden gegebenenfalls die stark und exotisch gewürzten Speisen Probleme bereiten. In der großen Vielfalt sind aber immer auch weniger stark aromatisierte Gerichte zu finden. Vegetarier und Veganer werden in Indien ohnehin voll auf ihre Kosten kommen, da diese Ernährungsweise in der Landesküche eine wichtige Rolle spielt.

Am Anfang ist es für manche vielleicht gewöhnungsbedürftig, dass in einigen Landesteilen üblicherweise kein Besteck verwendet wird. Stattdessen wird mit der rechten Hand gegessen. 

Zwar gilt Englisch neben Hindi als Amtssprache, fernab der Metropolen gibt es jedoch noch zahlreiche weitere regionale Amtssprachen.
Zwar gilt Englisch neben Hindi als Amtssprache, fernab der Metropolen gibt es jedoch noch zahlreiche weitere regionale Amtssprachen.

Kultur und Sprache

Die wirklich sehr andersartige Kultur bereitet vielen, die das erste Mal nach Indien reisen einen gewissen Schock. Umso wichtiger ist es, sich im Vorfeld über bestimmte Gepflogenheiten des Landes zu informieren. Wer über besondere Verhaltensweisen Bescheid weiß, kann das eine oder andere Fettnäpfchen vermeiden und den Einheimischen respektvoll begegnen. Neben den landestypischen Eigenheiten ist die Indische Gesellschaft stark von den Gepflogenheiten und Regeln der verschiedenen verbreiteten Religionen geprägt.

Reisende, die Englisch sprechen können, werden in weiten Teilen Indiens ganz gut zurechtkommen. Auch seit der Unabhängigkeit von Großbritannien ist das Land noch Teil des britischen Commonwealth und Englisch im ganzen Land eine der beiden Amtssprachen. In einigen Regionen gelten unabhängig davon noch weitere offizielle Sprachen oder Dialekte.

Wer abseits der typischen Touristenorte unterwegs ist, sollte sich einen entsprechenden Sprachführer oder ein bebildertes Wörterbuch organisieren. Damit kann man sich zur Not zusätzlich zu Händen und Füßen ganz gut verständlich machen.

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