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Beach No. 5 auf Havelock Island (Andamanen). Foto: 1ieve

Condé Nast Traveller India: Zwei Top-Reiseziele in Indien 2014

Das Luxusreisemagazin Condé Nast Traveller India veröffentlichte vor kurzem seine Liste der weltweit angesagtesten Reiseziele in diesem Jahr, coole, aufregende und neue Destinationen, die man einmal gesehen haben sollte. Auf dieser Liste befanden sich auch zwei Reiseziele in Indien.

Die Inselgruppe der Andamanen

Die Andamanen sind schon lange ein Geheimtipp – noch mit nicht sonderlich weitreichenden Folgen, denn das Schicksal so vieler „Geheimtipps“ hat die Andamanen noch ereilt: Hier gibt es keinen Massentourismus. Die Inselgruppe, die zum indischen Unionsterritorium Andamanen und Nikobaren gehört, besteht aus insgesamt 204 Inseln – zusammen mit den Nikobaren, die allerdings für Ausländer nicht zugänglich sind, sind es sogar fast 600 Inseln. Nicht einmal 40 dieser Inseln sind bewohnt und nur ausgewählte Inseln sind für Touristen zugänglich. Die Reise dorthin lohnt sich aber.

Die Inselgruppe liegt in der Andamanensee, etwa 1000 km vom indischen Festland entfernt, jedoch nur 300 km südwestlich von Myanmar (Burma). Hier, auf Havelock Island, liegen einige der schönsten Strände Asiens. Über 80 Prozent der Inseln sind mit Urwald bewachsen, vor den Küsten liegen weitläufige Korallenriffe. Im türkisblauen, kristallklaren Wasser kann man herrlich Schnorcheln oder Tauchen, vor allem weil das Wasser ganzjährig Temperaturen von etwa 24 °C aufweist.

Der Condé Nast Traveller India erwähnt die Andamanen gar als eine Alternative zu Mauritius. Seit neuestem gibt es einen weiteren Grund für verwöhnte Luxusreisende hierher zu fahren: die Luxusyacht Infiniti. Von Port Blair aus kann man auf ihr verschiedene Trips in die Inselwelt buchen, darunter auch einige zu sehr exklusiven Tauchspots.

Als Ausgangspunkt fürs Inselhopping auf den Andamanen wählt man am besten das schon erwähnte Havelock Island, die beliebteste und am besten erschlossene dieser Inseln. Ohne den Massentourismus, der ja auch immer eine gut ausgebaute Infrastruktur mit sich bringt, bieten nicht alle Inseln eine so gute Auswahl an Unterkünften. Dennoch lohnt sich die Reise auf die Andamanen – vielleicht auch gerade weil diese Region noch so ursprünglich ist.

Jede der Inseln hat etwas Besonderes zu bieten. Man kann wandern oder Kajak fahren, Tauchen oder Schorcheln. Auf Baratang Island gibt es Schlammvulkane und Kalksteinhöhlen zu besichtigen. Ein Paradies für Papageien ist – wie der Name schon sagt – Parrot Island. Bekannt und sehr beliebt ist auch das Schwimmen mit einem Elefanten im Meer auf Havelock Island. Unterkünfte gibt es dort im Grunde für jeden Geldbeutel – von 2000 INR bis 12.000 INR pro Nacht (25 bis 145 Euro/Nacht).

Tadoba Nationalpark in Maharashtra

Sumpfkrokodil im Tadoba Nationalpark. Foto: Swati Kulkarni
Sumpfkrokodil im Tadoba Nationalpark. Foto: Swati Kulkarni

Der Tadoba Nationalpark ganz im Osten des indischen Bundesstaates Maharashtra wird vom Condé Nast Traveller Magazin Indien als Alternative zum größeren und weitaus bekannteren Kanha Nationalpark (Madhya Pradesh) genannt und ist auch eine wunderbare Alternative – oder Ergänzung – zu Bandhavgarh (Madhya Pradesh) oder Ranthambore (Rajasthan), wenn man unbedingt Tiger sehen will. Da dieser Nationalpark ein wenig abseits der Touristenrouten liegt und keine guten Unterkünfte in der Umgebung aufzuweisen hatte, wurde er in der Vergangenheit gern als Reiseziel übersehen. Auch wenn die Infrastruktur dort immer noch verbesserungsbedürftig ist, hat sich dieses Wildschutzgebiet inzwischen zum Geheimtipp gemausert.

Leopard im Tadoba Nationalpark. Foto: Njanansundadara PT
Leopard im Tadoba Nationalpark. Foto: Njanansundadara PT

Tadoba ist einer der ältesten Nationalparks in Maharashtra. Er liegt etwa 100 km südlich von Nagpur und das Kerngebiet umfasst rund 120 km2. Zusammen mit dem Andhari Höhenzug sind es sogar 623 km2. Ungefähr 50 Tiger sollen hier leben. Aber es gibt auch andere Raubtiere wie Leoparden, Lippenbären, Hyänen, Wildhunde und Dschungelkatzen – und selbstverständlich deren Beutetiere: Sambar-Hirsche, Nilgai-Antilopen, Barasingha-Hirsche und jede Menge weißgepunktete Axishirsche. Am See im Tadoba Nationalpark leben Sumpfkrokodile und eine Vielzahl bunter Vogelarten.

Diese beiden Reiseziele, die Condé Nast Traveller India auf seine Liste der heißesten Reiseziele 2014 gesetzt hat, sind wirklich etwas Besonderes. Es gehört nur ein klein wenig Abenteuerlust und Entdeckerfreude dazu, dorthin zu fahren. Belohnt werden Sie mit einem wahrhaft einmaligen, exklusiven Erlebnis.

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One comment

  1. traveladdicteddo

    2014 war ich auch auf den Andamanen, Relaxen statt Massentourismus ist angesagt, wichtig, darauf zu achten, daß während des Aufenthalts keine Ebbe ist, sonst kann man nicht Baden! Zu einigen abgelegnen Inseln fahren nur unregelmäßig Boote und so mancher kam total zerstochen zurück. Alles weitere und andere Geschichten, auch über Indien auf http://www.horizonteentdecken.de.

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