Dienstag, 22. Mai 2018
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Initiative zur Rettung des Kunsthandwerks in Indien

Kunst und Kunsthandwerk in Indien sind ungeheuer vielfältig. Seien es die wunderschönen Saristoffe, feinste Miniaturmalereien und Metallarbeiten, kunstvolle Holzschnitzereien und Steinmetzarbeiten, faszinierende Silber- und Lackarbeiten, ausgeklügelte Stoffdruckverfahren, hochwertige Töpferkunst oder formvollendete Bronzefiguren, schöne Klangschalen oder kostbar verzierte Kleinmöbel – diese Handwerkskünste sind alle regional geprägt und bieten somit ein unendliches Spektrum an Formen, Farben und Materialien.

Leider macht die Nachfrage nach diesen wirklich schönen Dingen aus Indien weltweit weniger als 2% des gesamten Umsatzes an Kunsthandwerklichem aus. Im Durchschnitt verdient ein Kunsthandwerker in Indien weniger als 2.000 INR pro Monat (ca. 25 EUR), sodass viele Kunsthandwerker gezwungen sind in andere Berufe auszuweichen, wenn sie ihre Familien ernähren wollen. Die Folge ist, dass viele Kunstformen vom Aussterben bedroht sind, weil der Nachwuchs fehlt und das Wissen versiegt.

Dieser sozialen und kulturellen Herausforderung stellt sich der MITHILAsmita Trust, der jahrelange Erfahrungen auf dem indischen Kunsthandwerksmarkt sammeln konnte. Unterstützt wird der Trust dabei von der indischen Regierung. Mit dem jährlichen Traditional Art Entrepreneurship Summit des MITHILAsmita Trust wurde 2017 ein Programm zum Erhalt der vielen indischen Kunsthandwerksrichtungen gestartet.

2018 startete der eine Crowdfunding-Kampagne – TAES 2018. Hier soll Geld, quasi Vorbestellungen, für exquisite handgefertigte Produkte aus Indien gesammelt werden, die von den Künstlern und Kunsthandwerker teilnehmender indischer Kunsthandwerksorganisation gefertigt werden. Den Kunsthandwerkern soll so der höchstmögliche Profit aus ihrer Arbeit zugute kommen und man hofft auf eine nachhaltige Entwicklung in diesem Sektor.

Weitere Informationen unter:
www.taesIndia.org

www.indiegogo.com (Link zur Crowdfunding-Kampagne; Hinweis: Man muss sich dort anmelden.)

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