Freitag, 24. November 2017
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Indisches Filmfestival Stuttgart: Filmstill aus dem Film "An Insignificant Man"
Filmstill aus dem Film "An Insignificant Man". Foto: filmbüro bw

Das Indische Filmfestival Stuttgart: Tea Talks und Schultag

Bald startet das renommierte Indische Filmfestival Stuttgart (19. – 23. Juli 2017). Auf das Programm des Filmfestivals haben wir bereits im Juni ausführlich hingewiesen (Indisches Filmfestival in Stuttgart: Wahlkamp indisch und Rebellion im Alltag). Folgend noch einige Informationen zum alljährlichen Schultag im Rahmen des Festival sowie den sogenannten Tea Talks.

Schulkino zum Thema Wahlkampf

Im Dokumetarfilm „An Insignificant Man“ des Regie-Duos Khushboo Ranka und Vinay Shukla, der am Donnerstag, 20. Juli 2017 im Rahmen einer Schulvorstellung gezeigt wird, geht es um Wahlkampf. Der Film rekonstruiert das aufsehenerregende Politikdebüt Arvind Kejriwals, der Indiens Politik auf den Kopf stellen will. Der polarisierende Wahlkämpfer steht für „die Sehnsucht nach politischer Erneuerung und Veränderung, die in vielen Teilen der Welt zu spüren ist“, gibt Elisa Kromeier von der Programmleitung des Festivals zu bedenken. Viel näher am Puls der Zeit kann man kaum sein. Gezeigt wird der Dokumentarfilm in Originalsprache mit englischen Untertiteln.

Das Schulkino wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.

Bis 12. Juli 2017 können sich Schulklassen anmelden. Das Anmeldeformular steht unter www.indisches-filmfestival.de unter der Rubrik Rahmenprogramm – Schultag zum Downloaden bereit. Ausgefüllt kann es per Fax an 0711 – 22 10 69 oder per E-Mail an [email protected] gesendet werden..

Ein Ticket kostet 4 EUR pro Schülerin oder Schüler (zwei Begleitpersonen pro Schulklasse sind frei). Der Gesamtbetrag kann am Tag der Veranstaltung vor Veranstaltungsbeginn an der Festivalkasse im Metropol Kino entrichtet werden. Bei Fragen steht Elisa Kromeier gerne unter der Telefonnummer 0711 – 22 10 67 oder [email protected] zur Verfügung.

„Tea Talks“ mit Teereise von Assam nach Darjeeling

Mit einer Teereise von Assam nach Darjeeling enden am Sonntag, 23. Juli 2017, die vier diesjährigen „Tea Talks“ im Rahmenprogramm des 14. Indischen Filmfestival Stuttgart. Weitere „Tea Talk“-Themen sind dieses Mal „Indische Migranten in Afrika. Indiens Engagement auf dem Kontinent“ (20. Juli 2017, 18 Uhr), „Indien und der Westen. Globalisierung und Identität“ (21. Juli 2017, 18 Uhr) sowie „Stuttgart, Mumbai und der Verkehr: Mobilität, Gewohnheit und Status“ (22. Juli 2017, 16 Uhr).

Die Gesprächsrunden beginnen stets mit Expertenvorträgen. Der Eintritt kostet jeweils 5 EUR. Gefördert werden die „Tea Talks“ von der Robert Bosch Stiftung.

Die Teereise durch den Norden Indiens beginnt am Sonntag, 23. Juli 2017, 16 Uhr im Eventraum im Metropol Kino (Bolzstraße). Natürlich bringen die beiden Referenten – der Autor und IHK-Teesommelier Dr. Peter Rohrsen aus Berlin und Dr. Kathrin Gassert von der Projektwerkstatt/Teekampagne Potsdam – auch Kostproben mit. Zwei Drittel der indischen Teeproduktion stammen aus den nördlichen Regionen des Landes, wo an den Südhängen des Himalaya seit mehr als zwei Jahrhunderten der Tee in grünen Plantagen angebaut wird. Die beiden Referenten berichten über Geschichte, Tradition, Anbau, Wirtschaftlichkeit, Vertrieb und Zubereitung des indischen Tees.

Natalie Lang von der Universität Göttingen und Verena Schulze Palstring von der Universität Osnabrück sprechen am Donnerstag, 20. Juli 2017, 18 Uhr über die etwa vier Millionen Menschen mit indischen Wurzeln, die seit Generationen in Afrika leben. Indien positioniert sich heute selbstbewusst als Geberland, das aus seinen Interessen keinen Hehl macht. Denn Indiens Nachfrage nach Energie und Rohstoffen ist hoch – und darüber verfügen vor allem afrikanische Länder.
Zum Thema „Indien und der Westen. Globalsierung und Identität“ kommen am Freitag, 20. Juli 2017, 18 Uhr, die beiden Referenten Clemens Jürgenmeyer von der Universität Freiburg und Pradnya Bivalkar von der Universität Tübingen. Seit Indien sich in den 1990er-Jahren dem Westen öffnete und zu einer wirtschaftlichen Größe entwickelte, erlebte die Bevölkerung einen rastanten Umbruch. Der „Tea Talk“ untersucht, wohin die indische Gesellschaft steuert.

Um „Mobilität. Gewohnheit und Staus“ geht es am Samstag, 22. Juli 2017, 16 Uhr in „Stuttgart, Mumbai und der Verkehr“. Als Referenten haben Professor Joachim Betz vom GIGA Institute of Asian Studies in Hamburg, Satyendra Singh von InSell GmbH Stuttgart und Wolfgang Forderer, der die Abteilung Mobilität Stadt Stuttgart leitet, zugesagt. Staus und Luftverschmutzung sind in beiden Metropolen ein Dauerthema.

Weitere Informationen unter www.indisches-filmfestival.de

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