Freitag, 24. November 2017
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WHERE TO, MISS? ab 21. Juli auf DVD & als VoD

ab 21. Juli erscheint „Where to, Miss?“ auf DVD und als VoD. Das bewegende Porträt einer jungen Inderin, die als Taxifahrerin mutig für ihre Rechte kämpft. Ein intensiver Dokumentarfilm zum Thema Frauenrecht, der 2016 mit dem Deutschen Menschenrechts-Filmpreis ausgezeichnet wurde. Herausragend sind die grandiosen poetischen Bilder und die wunderschöne Musik vom deutschen Folktronica-Duo Milky Chance. Sie wurde eigens für den Film komponiert und nirgendwo sonst veröffentlicht.

INDIEN aktuell hat berichtet:

Manuela Bastian, Buch und Regie

Seit 2012 studiert Manuela Bastian Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg im Studiengang
Dokumentarfilm. Während ihres Studiums hat sie ihren ersten abendfüllenden Kinodokumentarfilm „Where to, Miss?“ gedreht, für den sie unter anderem den Dokumentarfilmpreis Granit auf den Hofer Filmtagen 2015 gewonnen hat und den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis 2016 in der Kategorie Hochschule, der zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2016 verliehen wird.

Manuela Bastian ist 1987 in München geboren und nicht weit davon entfernt, am Ammersee, aufgewachsen.

Regiekommentar

Im Dezember 2012 wurde in Delhi eine indische Studentin von sechs Männer in einem Bus vergewaltigt und so grausam gefoltert, dass sie zwei Wochen später starb. Die Medien berichteten daraufhin einseitig und zeichneteten ein sehr starres Bild der indischen Gesellschaft. Hier die armen Frauen, dort die bösen Männer. Ich wollte zu einer differenzierten Betrachtung beitragen und in meinem Film ein anderes, durchaus positives Frauenbild in Indien aufzeigen. Nicht die Gewalt gegen Frauen sollte im Mittelpunkt stehen, sondern Frauen, die sich für eine Besserung ihrer Situation einsetzen und sich gegenseitig helfen. Ich suchte nach einer Frau, die mutig für ihr selbstbestimmtes Leben kämpft, und fand Devki, die Taxifahrerin.

Bei den Dreharbeiten für „Where to, Miss?“ mussten wir jedoch lernen, wie tief sitzend das Männer- und Frauenbild in den Köpfen der indischen Bevölkerung tatsächlich verankert ist. Es braucht große Opfer, um neue Wege zu beschreiten. Eigene Entscheidungen zu treffen, hieß in Devkis Fall, für unbestimmte Zeit aus der Familie ausgestoßen zu werden – und das in einem Land, in dem die Familie der einzige Rückhalt ist. In einem Land, in dem es keinen Staat gibt, der einem in jeder Situation unter die Arme greift.

Selbstbestimmt zu leben, also den Mann zu heiraten, den man liebt oder den Beruf auszuüben, den man möchte, würde in vielen Fällen bedeuten, am Rande der Existenz zu stehen, vor dem Nichts.

Mit meinem Dokumentarfilm „Where to, Miss?“ möchte ich zeigen, warum es für eine indische Frau so schwer ist, ihren eigenen Weg zu gehen. Ich möchte mehr Verständnis erzeugen für die Frauen, die dem gesellschaftlichen Druck nicht Stand halten und denjenigen Mut machen, die den Kampf aufnehmen.«

Manuela Bastian

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