Bahnverbindung in alle nordöstlichen Bundesstaaten Indiens geplant

Indiens Bahnminister Manoj Sinha hat angekündigt, dass der abgelegene Nordosten des Landes künftig auch mit der Bahn erreicht werden soll. Zumindest die Hauptstädte der indischen Bundesstaaten sollen künftig mit dem Zug erreichbar sein. Einen Zeitrahmen, bis wann diese Pläne verwirklicht werden sollen, hat der Minister jedoch nicht genannt.

Im Nordosten Indiens liegen die sogenannten „Sieben Schwestern“: die Bundesstaaten Arunachal Pradesh, Assam, Manipur, Meghalaya, Mizoram, Nagaland und Tripura. Diese kleinen Bundesstaaten sind durch Bangladesch fast ein wenig vom Mutterland Indien isoliert. Nur ein schmaler Korridor verbindet sie mit dem Bundesstaat Westbengalen. Während der britischen Kolonialzeit gehörte die gesamte Region zur Provinz Assam. Nach der Unabhängigkeit 1947 und der Teilung British-Indiens in die Staaten Indien und Pakistan geriet dieser Teil Indiens in die heutige isolierte Lage, denn das zwischen Assam und dem Rest Indiens gelegene Ostbengalen wurde Pakistan zugesprochen und machte sich 1971 schließlich als Bangladesch unabhängig. Im Westen und Süden grenzen die Sieben Schwestern an Bangladesch, im Osten an Myanmar und im Norden an China und Bhutan.

In den letzten Jahren wurden schon einige Fortschritte hinsichtlich der Anbindung an das Mutterland Indien gemacht. Im April 2014 wurde eine neue Bahnstrecke zwischen Assam und Itanagar, der Hauptstadt von Arunachal Pradesh, fertiggestellt. Noch gibt es jedoch keine Bahnverbindungen nach Imphal (Manipur), Aizawl (Mizoram) und Kohima (Nagaland). Die Region wird auch bei Reisenden immer beliebter – eine Entwicklung, die von der neuen Regierung Indiens sehr unterstützt wird.

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