In der Hayward Gallery am Londoner Southbank Centre ist von Dienstag, 16. Juni, bis Sonntag, 2. August 2026, die Ausstellung „Indelible Black Marks“ zu sehen. Es ist die erste Einzelausstellung des indischen Künstlers Kulpreet Singh in Großbritannien. Gezeigt wird sie im HENI Project Space, gemeinsam präsentiert mit der Kochi-Muziris Biennale.
Singh schöpft aus seinem eigenen Leben als Landwirt. Im Zentrum steht das rituelle Abbrennen von Ernterückständen, mit dem Felder für einen neuen Anbauzyklus vorbereitet werden. In seinem Film ziehen Mitwirkende durch brennende Felder und schleppen riesige Leinwände hinter sich her. Begleitet wird der Film von einem fünfteiligen Gemälde, das mit Feuer und Stoppelasche entstanden ist. Zusammen halten die Arbeiten die Ausbeutung des Landes fest und rücken die Widerstandskraft derjenigen in den Vordergrund, die es bestellen.
Die Ausstellung sei ein eindringlicher und poetischer Kommentar zur Klimakrise, erklärt Rachel Thomas, Roden Chief Curator der Hayward Gallery, sinngemäß. Indem Singh Materialien verwende, die unmittelbar mit der Erde verbunden seien, werde sein Werk zum Zeugnis der langfristigen ökologischen Folgen industrieller Landwirtschaft.
Kulpreet Singh ist ein interdisziplinär arbeitender Künstler und lebt in Patiala im Punjab. Seine erste Einzelausstellung „Indelible Black Marks“ zeigte er 2024 in der Galerie Mirchandani + Steinruecke in Mumbai. Seine Arbeiten waren unter anderem auf der Kochi-Muziris Biennale (2025–26) und der Biennale of Sydney (2026) zu sehen. Er ist Träger des HG-KMB Award 2026, des Asia Society Future (India) Award 2026 und des Mrinalini Mukherjee Creative Arts Grant 2022–23.
Auf einen Blick
- Ausstellung: „Indelible Black Marks“ von Kulpreet Singh
- Laufzeit: Dienstag, 16. Juni, bis Sonntag, 2. August 2026
- Ort: HENI Project Space, Hayward Gallery, Southbank Centre, London
- Kooperation: Kochi-Muziris Biennale