UNESCO Weltkulturerbe: Fort Kumbhalgarh in Rajasthan. Foto: Aryarakshak

Indiens Kulturerbestätten bald online

Indiens Kulturministerin Chandresh Kumari Katoch gab heute den Startschuss für ein einzigartiges Projekt: Indiens Kulturerbe soll online gestellt werden. Die Archaeological Survey of India (ASI) wird zusammen mit M/S Google 360-Grad-Ansichten von den 100 wichtigsten indischen Kulturdenkmälern, darunter das Taj Mahal, Khajuraho und die Höhlen von Ajanta und Ellora, aufnehmen. Diese detaillierten Rundum-Ansichten werden dann für die Öffentlichkeit ins Internet gestellt. Es geht dem Kultusministerium dabei vor allem darum, in der indischen Bevölkerung im Allgemeinen, ganz besonders aber unter Jugendlichen in Indien, das Interesse an und ein Bewusstsein für diese nationalen Kulturgüter und deren Erhalt zu wecken. Die Ministerin hofft, dass ihre Nation über das Internet einen besseren Zugang zu den nationalen Kulturerbestätten erhält und sich an diesen Dingen vermehrt erfreuen kann, aber natürlich auch, dass das Projekt die Aufmerksamkeit in der Welt für Indiens Kulturschätze erhöht.

Gleichzeitig zeigte sich die Ministerin erfreut darüber, dass die ASI im 151. Jahr ihres Bestehens beweise, dass sie mit den Entwicklungen der Gesellschaft Schritt halte und nach Partnerschaften suche, die ihr helfen werden, das reiche Kulturerbe Indiens auch in Zukunft zu erhalten und zu propagieren – ein Schritt, der angesichts der fast 3.700 Monumente, für die ASI die Verantwortung zu deren Erhalt und Schutz trägt, auch nötig ist.

Die Seite über das indische Kulturerbe wird unter Google Maps und auf der Seite der Weltwunder des Google Kulturinstituts erreichbar sein. Menschen in der ganzen Welt können dann über diese Plattformen die Kulturstätten virtuell erkunden und so mehr über die Jahrtausende alte Geschichte Indiens lernen.

Die Archaeological Survey of India ist die herausragende Organisation zum Schutz des Kulturerbes Indiens und weiteren archäologischen Forschungen. Der Erhalt antiker Monumente und Ausgrabungsstätten oder Hinterlassenschaften von nationaler Bedeutung ist die vordringlichste Aufgabe der ASI. Daneben reguliert sie alle archäologischen Aktivitäten in Indien. Für die Organisation arbeitet ein großer Stab an Archäologen, Konservatoren, Schriftgelehrten, Architekten und anderen Wissenschaftlern. 20 der fast 3.700 Monumente, die von der ASI geschützt und konserviert werden, gehören zum UNESCO Weltkulturerbe. Erst kürzlich sind sechs Forts in Rajasthan ebenfalls auf der UNESCO Weltkulturerbeliste aufgenommen worden.

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