In dem Film Ottaal wächst der kleine Kuttappayibei bei seinem alten Großvater in Südindien auf.
In dem Film Ottaal wächst der kleine Kuttappayibei bei seinem alten Großvater in Südindien auf.

Indien auf der Berlinale

Am 11. Februar beginnen die diesjährigen Internationalen Filmfestspiele in Berlin.

Für die Freunde des indischen Films ist die Auswahl in diesem Jahr allerdings begrenzt. Nur zwei Filme haben es in das offizielle Programm des Festivals geschafft: „Ottaal“ von Jayaraj Rajasekharan Nair und „Sairat“ von Nagraj Manjule. Beide Filme werden in der Sektion Generation gezeigt, also bei den Jugend- und Kinderfilmen.

Der Malayalamfilm „Ottaal“ (The Trap/Die Falle) hatte in Indien im vergangenen November Premiere und hat seitdem viele Preise gewonnen. Zu den wichtigsten zählen wohl die beiden National Awards für das Drehbuch von Joshy Mangalath und für den im Film verkörperten Umweltschutzgedanken sowie den Kerala State Award als bester Film.
„Ottaal“ beruht auf der Meistererzählung „Wanka“ von Anton Tschechow aus dem Jahr 1886 und verlegt die Handlung in die wunderschöne Landschaft des heutigen Südindiens. Doch die romantische Farbenpracht der Umgebung kann nicht über die dort herrschenden harten Lebensbedingungen hinwegtäuschen und so enden auch alle Zukunftsträume des achtjährigen Kuttappayi abrupt, als ihn sein Großvater zum arbeiten in eine Feuerwerksfabrik schickt.
Der kleine Hauptdarsteller Ashanth Kochutharayil Sha, der Regisseur Jayaraj Rajasekharan Nair und der Produzent Shabumon Kotchuthara Madhavan werden als Gäste zu der Berliner Premiere erwartet.

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Der 170 Minuten lange Film „Sairat“ (Wild) erzählt hingegen eine Romeo-und-Julia-Geschichte zwischen zwei Liebenden aus unterschiedlichen Kasten, die es zwar schaffen, aus der Enge ihres Dorfes zu entfliehen. Aber damit ist die dramatische Geschichte der beiden noch lange nicht beendet.
„Sairat“ ist der zweite Spielfilm des National-Award-Preisträgers Nagraj Popatrao Manjule.
Für die Songs und die Background-Musik ist das ebenfalls preisgekrönte Brüderpaar Ajay and Atul Gogavale, besser bekannt als Ajay-Atul, verantwortlich.
Der Marathifilm wird in Berlin seine Welturaufführung erleben. Dazu werden neben dem Regisseur auch die Produzenten Nishant Roy Bombarde und Nikhil Sane erwartet.

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Als weiterer Gast des Festivals wird der indische Regisseur Nagesh Kukunoor erwartet, der mit seinem Film „Dhanak“ (Rainbow/Regenbogen) über einen blinden Jungen und seine Schwester im vergangenen Jahr den „Großen Preis der Internationalen Jury“ der Generation Kplus gewonnen hat. In diesem Jahr gehört er nun selbst der Jury an.
Katharina Diekhof

Ottaal (The Trap/Die Falle)
Malayalam mit dt. Einsprache und engl. Untertiteln, 81 Minuten, empfohlen ab 9 Jahren
Mittwoch, den 17.02. um 15.30 Uhr im Zoopalast 1
Donnerstag, den 18.02. um 10.30 Uhr im CinemaxX 1
Freitag, den 19.02. um 10.00 Uhr im Filmtheater am Friedrichshain

Sairat (Wild)
Marathi mit engl. Untertiteln, 170 Minuten

Mittwoch, den 17.02. um 20.00 Uhr im Haus der Kulturen der Welt
Sonnabend, den 20.02. um 10.30 Uhr im CinemaxX1
Sonntag, den 21.02. um 16.00 Uhr im Haus der Kulturen der Welt

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