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Berlin: IndoGerman Filmweek

13. Juli - 20. Juli

IndoGerman-Filmweek

30 Filme  11 Deutschlandpremieren & eine Berlin-Premiere
Festivalgast: Adil Hussain („Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger“)

Leben, Tod und Erlösung sind die beherrschenden Themen der IndoGerman Filmweek 2017

Preisgekrönter Eröffnungsfilm: „Hotel Salvation“ sorgte für Standing Ovations in Venedig

Als Berlin-Premiere wird „Hotel Salvation“ (Mukti Bhawan) die 5. IndoGerman Filmweek am 14. Juli um 19:30 Uhr in Anwesenheit der indischen Botschafterin Mrs. Mukta Dutta Tomar eröffnen. Mit dabei: Hauptdarsteller Adil Hussain und das preisgekrönte, erst 25 Jahre junge Regietalent Shubashish Bhutiani. Der Film feierte seine Weltpremiere bei den Filmfestspielen in Venedig und erhielt nach Standing Ovations den Grand Prix “Enricho Fulchignoni” und die UNESCO Gandhi Medaillie. Bei den National Awards in Indien wurden der Film und Adil Hussain als bester Darsteller ausgezeichnet.

Nach einer Festivalreise quer über den Globus kehrt Shubashish Bhutiani nach Berlin zurück, der Stadt, in der er am Drehbuch für seinen nächsten Film arbeiten will und die er im Februar 2017 als Teilnehmer des Berlinale Talent Campus kennen und lieben gelernt hat. „Hotel Salvation“ wird Ende des Jahres in den deutschen Kinos zu sehen sein und könnte ein „würdiger Nachfolger“ für den  erfolgreichen, indischen Film „Lunchbox“ werden.

„Hotel Salvation“ erzählt die Geschichte von Vater und Sohn, als kongeniales Gespann Lalit Behl („Ein Junge namens Titli“) und Adil Hussain („Life of Pi“), die zusammen nach Varanasi reisen, weil der Vater glaubt, seine Zeit sei gekommen, um zu sterben. Der deutsche Verleiher zitiert für das sehr berührende, aber auch mit vielen komischen Momenten versehene Drama die indische Presse mit den Worten: „Wenn du in dieser Woche, diesem Monat, diesem Jahr – oder in diesem Leben – nur einen Film siehst, dann lass es diesen sein.“

In einem Prolog sind am Donnerstag, 13. Juli drei Filme mit Adil Hussain zu sehen: In „Englisch für Anfänger“ (English Vinglish) spielt Adil Hussain den besorgten Ehemann, der seiner Frau nicht zutraut, dass sie mit ihrem katastrophalen Englisch in New York eine neue Existenz aufbauen kann. In „Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger“ spielt Adil den indischen Zoodirektor, Vater von Pi und in Sunrise – (13.7. um 22 Uhr) gibt Adil Hussain Inspektor Joshi, auf der Suche nach seiner kleinen Tochter, die vor zehn Jahren im Nachtclub- Moloch Mumbais verschwand.

Als Deutschlandpremieren sind preisgekrönte Filme verschiedener indischer Sprachgruppen zu sehen, darunter die bitterböse tamilische Satire „Joker“, die die Korruption Indiens aufs Korn nimmt. Dessen Protagonist Manna, ein einfacher Dorfbewohner, erklärt sich kurzerhand zum Präsidenten Indiens, um gegen die Widersprüchlichkeiten der Regierung zu protestieren. „Joker“ wurde bei den 64. National Awards in Indien als bester Film in der tamilischen Sprache ausgezeichnet.

Neben den besten Filmen in den indischen Sprachen Konkani (Deutschlandpremiere „K Sera Sera“) und Marathi (Deutschlandpremiere „Dashakriya“) zeigen wir „Death in the Gunj“ als Deutschlandpremiere in der Originalfassung (Hindi) mit englischen Untertiteln in Anwesenheit der Filmemacherin Konkona Sen Sharma, die für ihren Film beim Mumbai Filmfestival die Auszeichnung als beste weibliche indische Filmemacherin erhielt.

Daneben ist Konkona Sen Sharma als eine von vier Hauptdarstellerinnen im mit zehn internationalen Filmpreisen ausgezeichneten Film „Lipstick under my Burka“ zu sehen. Der Film erzählt die Geschichten von vier Frauen in ihrem Kampf um mehr Selbstbestimmung: Einem Mädchen, das Burka trägt und an der Uni studiert, geht ihrem Traum nach und will ein internationaler Popstar werden. Das indische „Censor Board“ hatte die Freigabe für einen Kinostart verweigert: Die Geschichte sei frauenaffin mit einer Phantasie, die über das alltägliche Leben hinausgehe und der Film enthalte sexuelle Darstellungen und obszöne Schimpfwörter. Nachdem diese Entscheidung in Indiens Kreativszene einen Sturm der Entrüstung auslöste, legten die Filmemacher Einspruch ein und erhielten ein “A” (Adults) Certificate – vergleichbar mit einer Freigabe ab 18 Jahren in Deutschland.

“Trapped” in Anwesenheit von Vikramaditya Motwane, „Maroon“ von Pulkit und der wundervolle Dokumentarfilm Cinema Travellers in Anwesenheit von Shirley Abraham und Amit Madheshiya sind weitere Deutschlandpremieren auf der IndoGerman Filmweek. „Cinema Travellers“ erzählt von fahrenden Schaustellern, die mit Kino Lkws übers Land ziehen um einmal im Jahr Kinofilme in die entlegendsten Dörfer Indiens zu bringen. Nach nunmehr sieben Jahrzehnten brechen die Projektoren beinahe zusammen und bei immer knapper werdenden 35mm-Filmrollen lassen sich ihre Kunden von glatter, digitaler Technik locken. Doch ein wohlwollender Schausteller, ein schlauer Verleiher und ein eigenbrödlerischer Projektor-Mechaniker tragen diese schöne Last, um die letzten reisenden Kinos der Welt am Leben zu halten.

Samstag Vormittag treten drei Studenten-Teams gegen ein Team der indischen Botschaft beim ersten Street Cricket Cup an. Treffpunkt Samstag, 15.7. um 10 Uhr auf dem Tempelhofer Feld. Das umfangreiche Rahmenprogramm wird von AMIKAL e.V. organisiert.

Festivalorganisator Stephan Ottenbruch: „Nach wie vor bestimmen einige Stars wie Shah Rukh, Aamir und Salman Khan, von denen wir die aktuellsten Werke zeigen, die Blockbuster-Szenerie des indischen Kinos. Angetrieben durch die Bedürfnisse der wohlhabenden Mittelschicht erobern immer mehr junge Talente mit kleinen Arthouse Produktionen Leinwände in indischen Großstädten und reüssieren auf internationalen Festivals. Der indische Mischkonzern Tata hat gar ein eigenes Studio („Cinestaan“) gegründet, das mit Filmen wie „Death in the Gunj“ und „Hotel Salvation“ ganz auf junge, aufstrebende Talente und den internationalen Arthouse-Markt setzt.“

Stephan Ottenbruch war TV-Produzent von 44 Folgen „Kookaburra – Der Comedy Club“ (Sat1-Comedy, Regie: Dietrich Brüggemann). Für ein deutsch-indisches Filmprojekt reiste er 2010 erstmals nach Mumbai und ist seitdem von dieser Filmstadt fasziniert. 2011 gründete er die IndoGerman Initiative und startete 2013 auf Anregung von Babylon Geschäftsführer Timothy Grossman das größte indische Filmfestival in Berlin, die IndoGerman Filmweek. Seit 2014 ist er Kurator der Reihe “IndoGerman Films” im Babylon.

Details

Beginn:
13. Juli
Ende:
20. Juli
Veranstaltungskategorien:
,
Webseite:
http://www.indogerman-filmweek.de/

Veranstalter

IndoGerman Initiative

Veranstaltungsort

Babylon
Rosa-Luxemburg-Str. 30
Berlin, NRW 10178 Deutschland
+ Google Karte
Telefon:
030 - 24727-804
Webseite:
http://www.babylonberlin.de/

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