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Taj Mahal, Foto: Indisches Fremdenverkehrsamt
Taj Mahal, Foto: Indisches Fremdenverkehrsamt

Agra und das Taj Mahal

Agra und das Taj Mahal

Die Stadt Agra liegt im Bundesstaat Uttar Pradesh am Westufer des Flusses Yamuna. Die Stadt hat 1.574.542 Einwohner, wurde in der Zeit zwischen 1526 und 1658 als Hauptstadt der Mogulherrscher bekannt und ist wegen der heute noch erhaltenen Bauwerke aus der Mogulära ein beliebtes Touristenziel. Das dichtgedrängte Stadtleben, die zahlreichen Märkte und kleinen Handwerksbetriebe verleihen Agra ein mittelalterliches Flair. Das Stadtzentrum, mit seinen ungepflasterten Straßen, scheint tatsächlich aus einer längst vergangenen Zeit zu stammen. Im Süden, näher am weltberühmten Mausoleum, dem Taj Mahal, bietet sich ein ganz anderes Bild. Hier dominieren Hotels, Restaurants, Kinos, Läden, Clubs und Bars, die zum größten Teil auf die Bedürfnisse der Touristen zugeschnitten sind.

Agra gilt auch als Stadt der Musik und Dichtkunst. Mirza Asadullah, einer der bedeutendsten Dichter Indiens, wurde in Agra geboren und noch heute hat die berühmte Gesangsschule Agra-Gharanal ihren Sitz hier. Darüber hinaus ist Agra ein Zentrum indischen Kunsthandwerks. In der Stadt werden die bekannten Durries, Baumwollmatten mit traditionellen Mustern, gefertigt, sowie Mosaiken aus Marmor, Miniaturen, Metall- & Lederwaren und Teppiche hergestellt.

Bis zum 12. Jh. liegt die Geschichte Agras im Dunkeln. Es wird vermutet, dass die Stadt von Rajputen bewohnt war. 1131 wurde sie von den Moslems erobert und 1503 verlegte Sultan Sikander Lodi seinen Regierungssitz nach Agra. 23 Jahre später wurde die Dynastie der Lodi von den Moguln gestürzt und Agra zur Hauptstadt des Mogulreiches und damit zum Mittelpunkt von Kunst & Wissenschaft gemacht.

Sehenswürdigkeiten

Taj Mahal
Im Süden Agras befindet sich das weltberühmte Taj Mahal, ein großes marmornes Mausoleum, das Shah Jahan in den Jahren 1630 bis 1652 zum Andenken an seine Lieblingsfrau Mumtaz Mahal errichten ließ.

Die Architektur des Taj Mahal
Die Architektur des Grabmals ist von perfekter Symmetrie. In allen vier Ecken des Bauwerks, das durch Abflachungen genau genommen achteckig ist, befinden sich Minarette. Im Spiegel der Wasserbecken scheint das Mausuleum sich zu doppeln und gleichzeitig zu schweben. Über dem imposanten Bauwerk wölbt sich eine zwiebelförmige Kuppel. Die Scheingräber in der Hauptkammer des Mausoleums sind noch prunkvoller als die eigentlichen Gräber, die darunter in der Krypta liegen. Die Wände sind mit kostbaren Edelsteinen und Mosaiken geschmückt. Es wurden allein 28 Arten von Edelsteinen und Halbedelsteinen kunstvoll in den weißen Marmor eingearbeitet.

Gartenanlagen
Sehenswert sind auch die umfriedeten Gartenanlagen. Dort können sich Besucher im Schatten uralter Bäume an Kanälen, Fontänen und farbenfrohen Blumenbeeten erfreuen. In der Mitte der Gärten befinden sich schöne dreistöckige Pavillions mit formvollendeten kleinen Kuppeln.

Es ist auch empfehlenswert das Taj Mahal zu verschiedenen Tageszeiten zu besuchen, da der weiße Prunkbau, je nach Sonnenstand, sein Aussehen verändert.

Agra Fort
Drei Generationen von Moghulkaisern zelebrierten in dieser Palaststadt an den Ufern des Yamuna ihre Macht und Herrlichkeit. Kaiser Akbar ließ die Festung mit ihren ehemals 500 Gebäuden an Stelle der alten Festung Badalgarh erbauen. Das Fort ist von einem 2,4 km langen Schutzwall und einem inneren Befestigungsring umgeben. Dazwischen liegt ein 11 m tiefer und 9 m breiter Burggraben, in dem früher Paraden und Elefantenkämpfe stattfanden. Vom Fluss aus gesehen folgen an der Strand Road die Ruinen der Paläste Akbars, Jahangirs und Shah Jahans aufeinander. Zwei Hallen dienten früher als türkisches Bad und der achteckige Pavillion war das Haus der Kaiserinnen. Weiter nördlich liegt die Marmorhalle Sha Jahans, auf deren Terasse sich ein schwarzer Thron befindet. Hinter dem Palastkomplex steht die Perlmoschee, Moti Masjid. Sie ist die größte aus Marmor erbaute Moschee der Welt.

Itmad – ud – Daulah
Das im 17. Jh. erbaute Mausoleum thront auf einer erhöhten Plattform am anderen Ufer des Yamuna. An jeder Ecke der 45 m langen Fassade steht ein achteckiger Turm mit auf Säulen ruhenden Kuppeldächern.

Foto: Sanyambahga
Foto: Sanyambahga

Auf dem Dach des Bauwerks erhebt sich ein pavillionartiger Aufsatz. Darin befinden sich die geschmückten Marmorgräber von Itmad – ud – Daulah und seiner Frau Asmat – ul – Nissa. Genau darunter liegt die Grabkammer, deren Wände mit Marmorreliefs geschmückt sind. Es handelt sich dabei um Suren (Abschnitte aus dem Koran). Auch der Boden der Grabkammer ist mit filigranen Mosaiken verziert.