Dienstag, 22. Mai 2018
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India Gate in Neu-Delhi, Foto: Alexander Hartmann

New Delhi, die Hauptstadt Indiens

New Delhi

New Delhi, die Hauptstadt Indiens, liegt im heutigen Unionsterritorium Delhi. Die Einwohnerzahl der Hauptstadt liegt bei ca. 250.000. New Delhi ist gleichermaßen Verwaltungszentrum, Industriestadt, Verkehrsknoten und eines der kulturellen Zentren des Landes. Da New Delhi und Delhi eine urbane Einheit bilden, werden die beiden Städte häufig einfach nur Delhi genannt.

Delhi löste Kalkutta (heute Kolkata) aufgrund des Erlasses von Georg V, König von England und Kaiser von Britisch-Indien, im Jahr 1911 als Hauptstadt Indiens ab. Die britischen Architekten Edwin Lutyens und Herbert Baker wurden mit der Planung des neuen Regierungsviertels beauftragt. Gleichzeitig begann der Aufbau der neuen Hauptstadt am damaligen Südrand von Delhi. 1929 wurde die Planhauptstadt fertiggestellt, die im Jahr 1931 feierlich übergeben wurde.

Zwar ist New Delhi hauptsächlich Verwaltungszentrum der indischen Regierung, dennoch beherbergt die Hauptstadt auch einige Industriebetriebe, vor allem Leichtindustrie, Druck- und Textilindustrie. In New Delhi kann man sehr gut Textilien wie Seide, Kashmirjacken und Schals, handgesponnene Baumwollstoffe und Alltagskleidung in traditionellem, aber auch auch in modernem Design einkaufen.

New Delhi hebt sich als Planstadt deutlich von anderen indischen Metropolen ab. Im Norden der Stadt liegt das belebte Geschäftszentrum Connaught Place. Dieser Stadtteil ist von großen Werbeflächen, Hotel- und Bürotürmen geprägt. Um den Platz im Zentrum findet man in kreisförmiger Anordnung hohe weiße Gebäude, deren Veranden von Säulen gestützt werden. Durch die Stadtmitte verläuft die königliche Promenade, die vom palastartigen Rashtrap ati Bhavan im Westen bis zum India Gate, einem Kriegsdenkmal im Osten reicht. Sehenswert sind auch die zahlreichen Museen für Geschichte, Kunst und Kunsthandwerk.

Sehenswürdigkeiten

Red Fort
Das Red Fort (Lal Qila) ist wohl die interessanteste Sehenswürdigkeit in New Delhi. Die zwischen 1639 und 1648 unter Shah Jahan errichtete Festung beeindruckt schon durch ihre ungeheure Größe: Fast 2,5 km ziehen sich die gewaltigen Außenmauern um zahlreiche Pavillions, Paläste, Moscheen und Gärten. Der Haupteingang des aus rotem Sandstein errichteten Forts ist das Lahore Gate, das das Fort mit dem belebten Chatta Chawk Bazar verbindet. Dieser überdachte Markt wurde zur gleichen Zeit wie das Fort ebenfalls im Auftrag von Shah Jahan errichtet. Durch das Lahore Gate erreicht man einen achteckigen Arkadengang in dessen Zentrum sich eine ebenfalls achteckige Halle befindet. Über die Stufen dieser Halle gelangt man in die ehemaligen Palasträume.

Chandni Chowk
Zwischen dem Red Fort und der Fatipuri Moschee erstreckt sich Chandni Chowk, die historische Hauptstraße des alten Delhi. Hier befindet sich der Silbermarkt, kleinere Schmieden und allerlei Kunsthandwerksbetriebe. Die Chandni Chowk ist der ideale Ort, um das bunte indische Straßenleben kennenzulernen.

Qutb Minar
Qutb Minar, das 73 m hohe Minarett des ersten Sultans von Delhi, ist ein architektonisches Juwel aus dem 13. Jahrhundert. Die Inschriften und umlaufenden Ornamentbänder zeigen, dass es nicht nur das Minarett einer Moschee war, sondern auch ein Siegesturm.

Jami Masjid
Ebenfalls im Zentrum Delhis befindet sich die Moschee Jami Masjid. Sie wurde 1644 bis 1658 aus rotem Sandstein und weißem Marmor erbaut und gilt als größte und schönste Moschee Indiens. Sie hat eine Länge von 65 m, ist 26 m breit und wird von zwei 40 m hohen Minaretten umrahmt. Die Moschee darf auch von Touristen nur ohne Schuhe betreten werden. Im Inneren erweckt ein schöner Marmorbrunnen Aufmerksamkeit und an drei Seiten verläuft ein Arkadengang aus Sandstein.

Ausflüge

Grabmahl von Mahmud – 13 km
Tughlakabad – 15 km
Surajkund – 18 km
Badkhal – 32 km