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Bodh Gaya

Bodh Gaya

Bodh Gaya, wörtlich Ort der Erleuchtung, ist eine kleine Stadt im ostindischen Bundesstaat Bihar. In der Antike hieß die Stadt Uruvela und lag im Königreich Magadha, etwa 90 km südlich von Patalipura.

Laut Überlieferungen wanderte Prinz Gautama Siddhartha im Jahr 534 v. Chr. in der Nähe der Stadt Gaya entlang des Falgu Ufers. Dort erlangte er nach drei Tagen und drei Nächten Meditation unter einem Bodhi Baum (Pappelfeige) die Erleuchtung. Danach verbrachte er, immer noch meditierend, sieben Wochen an verschiedenen Orten der Umgebung und reiste anschließend nach Sarnath, wo er begann den Buddhismus zu lehren.

Sehenswürdigkeiten

Mahabodhi Tempel
Der Tempel stammt ursprünglich aus dem 3. Jh. v. Chr. Seine heutige Form entstand jedoch erst im 11. Jh., wobei zahlreiche Teile des Tempels älteren Datums sind. So zum Beispiel das bekannte Geländer Asokas, das mit kunstvollen buddhistischen Schnitzereien verziert ist. Im Tempelinneren befindet sich eine große vergoldete Buddhastatue, die sowohl von Buddhisten als auch von Hindus verehrt wird, da viele Hindus in Buddha eine Inkarnation des Gottes Vishnu sehen. Das auffälligste Merkmal des Bauwerks ist der 54 m hohe pyramidenförmige Tempelturm, der aus dem 11. Jh. stammt und in späteren Epochen mehrmals restauriert wurde.

Bodhi Tree
Der Bodhi Baum (Pappelfeige), der sofort zu blühen begonnen haben soll, als Gautama Siddhartha unter ihm sitzend Erleuchtung erlangte, wurde zerstört. Der Bodhi Baum, der heute hinter dem Tempel steht, ist laut Überlieferungen ein Zögling jenes Baumes. Prinz Bahinda, der Sohn Asokas, nahm einen Spross des heiligen Baumes mit auf seine Reise nach Sri Lanka, wo er die Lehre des Buddhismus verbreitete. Von diesem wiederum stammt der Ableger, der nach Bodh Gaya zurückgebracht und hinter dem Mahabodhi Tempel eingepflanzt wurde.