Hyderabad

Hyderabad

Die Regierung hat sich darauf geeinigt, Hyderabad als Hauptstadt sowohl von Andhra Pradesh als auch von Telangana für 10 Jahre festzulegen. Sie liegt im Zentrum der Deccan Hochebene am Fluss Musi und ist mit 3.943.323 die fünftgrößte Stadt Indiens. Die Stadt Secundarabad grenzt unmittelbar an Hyderabad. Die Zwillingsstädte werden vom etwa 1,5 km langen Fluss Husain Sagar voneinander getrennt.

Hyderabad wurde 1590 von Muhammad Quli Qutb Shah, dem Herrscher des Deccan Sultanats Golkonda gegründet. Bis ins Jahr 1948 war sie Hauptstadt des gleichnamigen Fürstenstaates und ein bedeutendes Zentrum indisch-muslimischer Kultur. Die Bevölkerung der Stadt war überwiegend muslimisch, während 88% der Staatsbevölkerung Hindus waren. Nach dem Anschluss des Staates Hyderabad an Indien wanderte ein großer Teil der Muslime ins pakistanische Karatschi aus. Dennoch beträgt der Anteil der Muslime noch 40% an der Bevölkerung und ist damit der höchste in einer indischen Großstadt.
Die etwa 400 Jahre alte Stadt ist für ihre zahlreichen Moscheen, Minarette, Basare, Brücken, Hügel und Flüsse berühmt. Trotz ihres historischen Flairs hat sich Hyderabad stetig weiterentwickelt und sich mit der Gründung des Genome Valley als indisches Zentrum für Biotechnologie und die Pharmaindustrie etabliert. Andere ansässige Industriezweige sind die Elektro- und Softwareindustrie, sowie Maschinenbau.

Sehenswürdigkeiten

Charminar
Im Zentrum der Stadt befindet sich das 1591 erbaute 55 m hohe Char Minar (vier Minarette), das als Wahrzeichen der Stadt gilt und auch als „orientalischer Triumpfbogen“ bezeichnet wird. Die vier Minarette umschließen einen indo- sarazenischen Bau, dessen Fassade aus etwa 15 m hohen harmonischen Bogenportalen besteht. Im Inneren befindet sich eine Moschee und im darüber liegenden Raum ein Tempel.

Mecca Masjid
Gegenüber der Char Minar erhebt sich die Mecca Masjid, eine der schönsten Moscheen Südindiens. Sie bietet während der Gebetszeiten für 10.000 Gläubige Platz. Bemerkenswert sind u. a. ihre Säulengänge, deren Pfeiler aus Granitblöcken herausgehauen wurden und die sehr schöne Stuckdekoration. Die Fassade ist eine Nachbildung der großen Moschee von Mecca.

Salarjung Museum
Einblicke in den Lebensstil der alten Nawabs von Hyderabad erhält man durch den Besuch des Salarjung Museums (Nationalmuseum). Die 36 Hallen des Museums enthalten die private Sammlung von Nawab Salar Jung III. Neben zahlreichen anderen Exponaten findet man dort eine einzigartige Miniaturensammlung und Koran Handschriften.

Falaknuma Palace
Der Falaknuma Palast war ursprünglich das Haus eines Edelmanns und stellt eine Mischung des klassischen- und des Mogulstils dar. Die großartige Inneneinrichtung enthält kostbaren Marmor, Kronleuchter und Gemälde. Der Palast birgt darüber hinaus orientalische und europäische Schätze, darunter eine Sammlung aus Jade, Kristall und anderen wertvollen Steinen, sowie eine Bibliothek.

Golkonda Fort
Etwa 11 km südlich von Hyderabad liegt das Golkonda Fort. Die ältesten Teile der Festungsanlage gehen auf das 13. Jahrhundert zurück. Durch acht Tore gelangt man in die von Wällen umschlossene Stadt, deren Paläste nur noch bruchstückhaft erhalten sind.

Ausflüge

Qutb Shahi Tombs – 12 km
Mahavir Harina Vanasthali National Park – 13 km
Osman Sagar – 22 km